Mönchpfiffel-Nikolausrieth

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Mönchpfiffel-Nikolausrieth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mönchpfiffel-Nikolausrieth hervorgehoben
51.37305555555611.367777777778122Koordinaten: 51° 22′ N, 11° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mittelzentrum Artern
Höhe: 122 m ü. NHN
Fläche: 9,15 km²
Einwohner: 345 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 034652
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 046
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Westbahnhof
06556 Artern
Bürgermeister: Gerhard Kummer
Lage der Gemeinde Mönchpfiffel-Nikolausrieth im Kyffhäuserkreis
Thüringen Abtsbessingen Artern/Unstrut Bad Frankenhausen/Kyffhäuser Kyffhäuserland Bellstedt Kyffhäuserland Clingen Borxleben Bretleben Donndorf Ebeleben Etzleben Freienbessingen Gehofen Kyffhäuserland Gorsleben Greußen Großenehrich Kyffhäuserland Kyffhäuserland Hauteroda Helbedündorf Heldrungen Hemleben Heygendorf Holzsußra Ichstedt Kalbsrieth Mönchpfiffel-Nikolausrieth Nausitz Niederbösa Oberbösa Oberheldrungen Oldisleben Reinsdorf Ringleben Rockstedt Roßleben Kyffhäuserland Kyffhäuserland Sondershausen Kyffhäuserland Thüringenhausen Topfstedt Trebra Voigtstedt Wasserthaleben Westgreußen Wiehe WolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Mönchpfiffel-Nikolausrieth ist eine Gemeinde an der Helme, in der Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern, im thüringischen Kyffhäuserkreis und liegt in der Nähe der Stadt Artern. Die Bildung der Gemeinde erfolgte 1956 aus den Dörfern Mönchpfiffel und Nikolausrieth.

Geschichte[Bearbeiten]

In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld (Hersfelder Zehntverzeichnis) wird Mönchpfiffel als zehntpflichtiger Ort Bablide im Friesenfeld erwähnt.

Nikolausrieth im Gebiet der Goldenen Aue wurde erstmals im Jahre 1226 als Novale St. Nicolai in einer Walkenrieder Urkunde genannt. J.M. Schamelius erwähnt in seinem Klosterlexikon von 1733 ein Nonnenkloster als 1236 gegründet und nach Reformation "ruiniert".

Eine erwähnenswerte Besonderheit ist die Tatsache, dass die beiden Ortsteile bis 2008 verschiedenen Kirchen angehörten. So war Nikolausrieth Teil der Kirchenprovinz Sachsen, während Mönchpfiffel zur Thüringischen Kirche gehörte. Seit 2009 gehören beide zur neugegründeten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Dies resultiert aus dem Umstand, dass die Helme in diesem Gebiet die vormalige Grenze zwischen der Weimarer Exklave Allstedt und der preußischen Provinz Sachsen bildet.

Mönchspfiffel ist ein historisches Klostergut als Außenstelle des Klosters Walkenried gewesen. 1920 bis 1945 war es ein Thüringisches Staatsgut. Bis 1991 gehörte es zu den VEG und auch zur LPG mit Tier- und Pflanzenproduktion. 1995 Verkauf an die Raiffeisen-Agil Warengenossenschaft.[2]

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1945 wurde das bis dahin in Thüringen liegende Mönchpfiffel dem Kreis Sangerhausen der Provinz Sachsen zugeordnet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 413
  • 1995 - 410
  • 1996 - 425
  • 1997 - 425
  • 1998 - 418
  • 1999 - 424
  • 2000 - 421
  • 2001 - 412
  • 2002 - 419
  • 2003 - 415
  • 2004 - 411
  • 2007 - 400
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Verkehr[Bearbeiten]

Der nächstgelegene Bahnhof ist Artern an der Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt. Eine Busverbindung dorthin sowie nach Allstedt und Sangerhausen besteht mit der Buslinie 515 der Verkehrsgesellschaft Südharz.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Infos zum Klostergut Abgerufen am 3. August 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mönchpfiffel-Nikolausrieth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien