Mötzingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mötzingen
Mötzingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mötzingen hervorgehoben
48.5330555555568.7744444444444533Koordinaten: 48° 32′ N, 8° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 533 m ü. NHN
Fläche: 8,15 km²
Einwohner: 3622 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 444 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71159
Vorwahl: 07452
Kfz-Kennzeichen: BB, LEO
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 034
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßgartenstraße 1
71159 Mötzingen
Webpräsenz: www.moetzingen.de
Bürgermeister: Marcel Hagenlocher
Lage der Gemeinde Mötzingen im Landkreis Böblingen
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Über dieses Bild

Mötzingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen. Zur Gemeinde Mötzingen gehören neben dem Dorf Mötzingen keine weiteren Orte.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mötzingen liegt im Korngäu bzw. Oberen Gäu und ist zehn Kilometer südwestlich von Herrenberg und fünf Kilometer westlich von Nagold. Der Autobahnanschluss A 81 Rottenburg ist ca. sechs Kilometer entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Siedlungsfunde in der Markung Mötzingen reichen bis in die Eisenzeit zurück. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1094. Seit 1806 gehörte Mötzingen zum württembergischen Oberamt Herrenberg. Anlässlich der Kommunalreform 1938, die zur Auflösung der Oberämter und zur Einführung von Landkreisen führte, kam der Ort zum Landkreis Böblingen.

Religionen[Bearbeiten]

Die Reformation wurde in Mötzingen 1534 eingeführt. In Mötzingen sind heute folgende Religionen mit nachfolgenden Einrichtungen vertreten:

  1. Evangelische Kirche: Die ev. Kirche ist mit der Mauritiuskirche, einem Gemeindehaus und einer Gemeindebücherei vertreten.
  2. Katholische Kirche: Die kath. Kirche ist in Mötzingen mit einem Gemeindehaus vertreten. Da ein Pfarrverband zwischen Vollmaringen und Mötzingen besteht, zählt man die Angehörigen des katholischen Glaubens der beiden Dörfer zur Katholischen Kirchengemeinde St. Georg.
  3. Evangelisch-methodistische Kirche: Die Angehörigen des evangelisch-methodistischen Glaubens gehören zur Evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Gäufelden.
  4. Neuapostolische Kirche: Die neuapostolische Kirche ist in Mötzingen mit einem Kirchengebäude vertreten.
  5. Volksmission: Die Volksmission ist in Mötzingen mit einer Ortsgemeinde vertreten. Des Weiteren stellen sie ein Gebäude zur Verfügung, das für verschiedene Aktivitäten (Royal Rangers, Jugendgottesdienste,...) genutzt wird.


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mötzingen hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
38,75 %
37,35 %
13,03 %
10,88 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,05 %p
-3,35 %p
+2,73 %p
-0,42 %p
UWV Unabhängige Wählervereinigung 38,75 5 37,7 5
WGM Wählergemeinschaft Mötzingen 37,35 4 40,7 5
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 13,03 2 10,3 1
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 10,88 1 11,3 1
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 50,8 % 56,2 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

Als Bürgermeister amtiert seit 1. Februar 2008 Marcel Hagenlocher, der bereits zuvor in der Mötzinger Gemeindeverwaltung tätig war. Sein Vorgänger Thomas Sprißler gab das Amt auf, nachdem er zum Stadtoberhaupt der Großen Kreisstadt Herrenberg gewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen besteht aus einem silbernen Kelch auf blauem Grund. Früher wurde der Kelch von zwei ebenfalls silbernen Lorbeerzweigen umkränzt. Die Herkunft des Wappens ist ungeklärt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Mötzingen liegt direkt an der Landesstraße 1361 und ist zudem über 6 Kreisstraßen erreichbar. Außerdem ist über einen Autobahnzubringer an die A 81 angeschlossen. Zudem ist durch einen gut ausgebauten ÖPNV nach Nagold und Herrenberg der Anschluss an das S-Bahn-Netz und damit eine gute Verbindung nach Stuttgart und den dortigen Flughafen und Hauptbahnhof gesichert.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Westlich von Mötzingen liegt der Steinbruchgebiet Schotterwerk Mayer. Neben der Rohstoffversorgung mit Schottermaterialien wird eine Erddeponie betrieben.
Die beiden Polstermöbelhersteller Rolf Benz und Walter Knoll haben Produktionsstandorte in Mötzingen.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Mötzingen verfügt über eine eigene Grundschule, drei Kindergärten und eine Gemeindebücherei.

Sonstiges[Bearbeiten]

In Mötzingen steht der Sender Mötzingen, ein UKW-Füllsender des Südwestrundfunks.
Eine der bedeutendsten Höhlen in der Muschelkalkzone im Oberen Gäu, das Pommerlesloch, liegt in einem Waldstück in Mötzingen.
Auch die Herrgottscheuer, eine der größten Dolinen des Oberen Gäus liegt in Mötzingen.

Natur[Bearbeiten]

Die Gemeinde Mötzingen wurde am 1. März 2013 vom Nabu zur ersten Haselmaus-Gemeinde Baden-Württembergs ernannt. [2]

Trivia[Bearbeiten]

Als Ortsnecknamen werden die Mötzinger Muggeschnapper (Fliegenschnapper) genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Gäubote vom 02.03.2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mötzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien