Mühlenbauer

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Das Kammrad der Bockwindmühle in Elsterwerda

Mühlenbauer ist ein alter Handwerksberuf, der noch in den 1950er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland Ausbildungsberuf war, bevor er bei der Neuordnung mit dem Maschinenbauer zusammengelegt wurde. Mühlenbauer waren bei Bau und Wartung von Mühlen beteiligt.

Der Mühlenbauer arbeitete mit Holz, Stein und Eisen. Eine häufige Arbeit mit dem Werkstoff Stein war das Nachschärfen von Mühlsteinen mit der Mühlenbille, einem Hammer, im Rahmen von Wartungsarbeiten. Mit dem Werkstoff Holz hatte der Mühlenbauer ebenfalls häufig zu tun, beispielsweise, wenn Wasserradwelle, Antrieb und Inneneinrichtung der Mühle zu erstellen waren. Aus diesem Grund wurde der Beruf häufig auch von Zimmermännern ausgeübt. Metallteile wurden für Wellen und Beschläge verwendet.

Bekannte Mühlenbauer[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Gustav Bernoulli: Vademecum des Mechanikers oder Praktisches Handbuch für Mechaniker, Mühlbauer, Ingenieurs, Techniker und Gewerbsleute. 10. Auflage unter Mitwirkung von Friedrich Antenheimer. Cotta, Stuttgart 1859 (Digitalisat)
  • Ganzel, Carl Friedrich ; Wulff, Friedrich ; D. Ogden, G. Bost [Hrsg.] - The Quest for American Milling Secrets. TIMS Bibliotheka Molinologica Volume 20 - 2010. ISBN 978-92-9134-025-5
  • Jacob Leupold, Johann Matthias Beyer: Theatrum machinarum molarium oder Schauplatz der Muehlen-Bau-Kunst. Deer, Leipzig 1735 (Nachdruck: Edition Libri rari Schäfer, Leipzig 1982, ISBN 3-88746-020-0)
  • Adolph Lohmann: Der Wasser-Mahlmühlen-Bau oder Anleitung zur richtigen Construction sämmtlicher bei’m Mühlenbau vorkommender hölzernen und eisernen Räderwerke und Gerinne, mit besonderer Beziehung auf die von Wasserkraft zu betreibenden Mahlmühlen. B. Fr. Voigt, Weimar 1856 (Digitalisat)
  • G. G. Schwahn: Lehrbuch der praktischen Mühlenbaukunde. Verlag Albert Nauck und Co., Berlin 1847