Mühlhausen (Mittelfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Mühlhausen
Mühlhausen (Mittelfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Mühlhausen hervorgehoben
49.7510.766666666667275Koordinaten: 49° 45′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Höchstadt an der Aisch
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 16,57 km²
Einwohner: 1684 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96172
Vorwahl: 09548
Kfz-Kennzeichen: ERH
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 143
Marktgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstr. 2
96172 Mühlhausen
Webpräsenz: www.markt-muehlhausen.de
Bürgermeister: Klaus Faatz
Lage des Marktes Mühlhausen im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet) Neunhofer Forst Mark (gemeindefreies Gebiet) Kraftshofer Forst Kalchreuther Forst Geschaidt Forst Tennenlohe Erlenstegener Forst Buckenhofer Forst Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Erlangen Landkreis Ansbach Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Buckenhof Aurachtal Eckental Heroldsberg Kalchreuth Lonnerstadt Möhrendorf Mühlhausen (Mittelfranken) Oberreichenbach (Mittelfranken) Spardorf Uttenreuth Vestenbergsgreuth Weisendorf Wachenroth Röttenbach (bei Erlangen) Marloffstein Höchstadt an der Aisch Heßdorf Herzogenaurach Hemhofen Großenseebach Gremsdorf Bubenreuth Baiersdorf Adelsdorf Dormitzer ForstKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Mühlhausen ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt an der Aisch.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mühlhausen liegt südwestlich von Bamberg an der Reichen Ebrach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Burgebrach, Pommersfelden, Höchstadt an der Aisch, Lonnerstadt, Wachenroth, Schlüsselfeld.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Mühlhausen besteht aus sechs Ortsteilen[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde Mühlhausen im Jahre 1008 urkundlich erwähnt. Der Markt Mühlhausen im heutigen Bezirk Mittelfranken war vor 1800 Herrschaft und gehörte den Freiherren von Egloffstein, die Mitglieder im Fränkischen Ritterkreis waren. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Ende des Jahres 2010 ist Mühlhausen durch den Abriss des denkmalgeschützten Rosenzweighauses aus dem 16. Jahrhundert überregional in die Schlagzeilen geraten.[3]

Religionen[Bearbeiten]

Mühlhausen wurde über Jahrhunderte von Juden mitgeprägt, die dort von den Freiherrn von Egloffstein und den Markgrafen aufgenommen worden waren. Davon zeugt der Judenfriedhof, der direkt vor dem Dorf liegt und 1738 erworben und angelegt wurde.[4] Die Synagoge wurde 1754 erbaut, 1833 umfassend renoviert und neu eingeweiht. 1938 wurde sie geschändet und völlig verwüstet. Das Synogogengebäude ist noch erhalten. Die letzten jüdischen Einwohner wurden 1942 deportiert.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1974 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Schirnsdorf eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2008 und 2002 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

CSU SPD Bürgervereinigung/ABM Unabhängige Bürger Freie Wähler Gesamt
2008 5 3 n.a. n.a. 4 12 Sitze
CSU SPD* Bürgervereinigung/ABM Unabhängige Bürger Freie Wähler Gesamt
2002 5 2 4 1 n.a. 12 Sitze
  • *SPD 2002 angetreten als SPD/Freie Wähler

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Schräg geteilt von Silber und Rot, oben ein schwarzer Bärenrumpf mit roter Zunge, unten ein schräg gestellten, halbes silbernes Mühlrad.

Auszeichnung als "Energie-Kommune"[Bearbeiten]

Im Februar 2014 wurde Mühlhausen für seine Vorreiterrolle beim Ausbau erneuerbarer Energien als "Energie-Kommune" ausgezeichnet.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mühlhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111027/190109&attr=OBJ&val=1395
  3. Bericht vom Abriss 20. Dezember 2010 auf infranken.de
  4. http://www.hdbg.de/juedische-friedhoefe/friedhoefe/friedhof_muehlhausen.php Haus der Bayerischen Geschichte: Jüdischer Friedhof in Mühlhausen
  5. http://www.alemannia-judaica.de/muehlhausen_erh_synagoge.htm
  6.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 711.
  7. AUSZEICHNUNG WÜRDIGT ERFOLGREICHE ENERGIEWENDE IM BAYERISCHEM MÜHLHAUSEN