Mühlhausen im Täle

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mühlhausen im Täle
Mühlhausen im Täle
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mühlhausen im Täle hervorgehoben
48.5788888888899.6583333333333545Koordinaten: 48° 35′ N, 9° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 545 m ü. NHN
Fläche: 6,33 km²
Einwohner: 1019 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 161 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73347,
73349 (Eselhöfe, Todsburg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07335
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 035
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gosbacher Straße 16
73347 Mühlhausen im Täle
Webpräsenz: www.muehlhausen-taele.de
Bürgermeister: Bernd Schaefer
Lage der Gemeinde Mühlhausen im Täle im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Ortsansicht

Mühlhausen im Täle ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg am Oberlauf der Fils im Landkreis Göppingen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die nächsten größeren Städte sind: Stuttgart 55 km, Ulm 45 km, Göppingen und Kirchheim unter Teck 20 km, Geislingen an der Steige 18 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Mühlhausen im Täle gehören das Dorf Mühlhausen im Täle, der Ortsteil Eselhöfe und das Haus Todtsburg sowie die abgegangene Ortschaft Tiufental.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet sind merowingerzeitliche Reihengräber gefunden worden. Mühlhausen wurde bereits 812 im Lorscher Codex erstmals erwähnt, früher als alle anderen Orte im heutigen Landkreis Göppingen. 861 wurde der Ort als Teil der Gründungsausstattung des Klosters Wiesensteig erwähnt. Seit dem 12. Jahrhundert gehörte Mühlhausen zum Besitz der Grafen von Helfenstein. 1806 kam es – wie das gesamte obere Filstal – im Rahmen der Mediatisierung zum Königreich Württemberg. Dieses ordnete es zunächst dem Oberamt Wiesensteig zu, das aber schon nach drei Jahren im Oberamt Geislingen aufging. Im Zuge der Kreisreform 1938 kam Mühlhausen dann zum Landkreis Göppingen.
siehe auch Burg Gruibingen

1957 wurde der Albaufstieg der Bundesautobahn 8 bei Mühlhausen und Wiesensteig fertiggestellt.

Mit Zustimmung der Landesregierung vom 24. November 1959 wurde der Gemeindename von Mühlhausen in Mühlhausen im Täle geändert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 474
1907 365
17. Mai 1939 562
13. September 1950 682
27. Mai 1970 849
31. Dezember 1983 937
31. Dezember 2005 1022
31. Dezember 2010 978

Politik[Bearbeiten]

Zusammen mit Wiesensteig, Drackenstein, Gruibingen und Hohenstadt bildet Mühlhausen im Täle seit 1972 den Gemeindeverwaltungsverband Oberes Filstal.

Weiter ist die Gemeinde Mühlhausen i. T. Mitglied im

  • Schulverband Oberes Filstal
  • Abwasserverband Oberes Filstal
  • Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit (Mühlhausen und Gruibingen)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mühlhausen im Täle hat 8 Mitglieder. Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehemalige Bürgermeister Gebhard Tritschler wechselte Mitte Mai 2010 als neuer Bürgermeister in die benachbarte Stadt Wiesensteig. Nachfolger wurde Bernd Schaefer, der sein Amt im Juni 2010 antrat.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Gemeindewappens von Mühlhausen im Täle lautet: In Rot auf silbernem Zweig ein silberner Kuckuck.

Die Ortsfarben sind Weiß-Rot. Das frühere Gemeindesiegel zeigte eine Spange, wahrscheinlich ein Fleckenzeichen. 1930 nahm die Gemeinde das Wappen in jetziger Form an: Rot-Weiß sind die Farben des Hauses Rechberg, der Kuckuck ist der Neckname der umliegenden Ortschaften für die Einwohner Mühlhausens. Da der Kuckuck ein „schöner und kluger Vogel“ sei, findet er im Gemeindewappen seinen Platz. Sowohl Wappen als auch die Flagge wurden am 19. Februar 1959 vom Innenministerium offiziell verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Mühlhausen ist durch die Bundesautobahn 8 an das überregionale Straßennetz angebunden. Weitere Straßen, die Mühlhausen anbinden, sind die Bundesstraße 466 und die Landesstraßen 1200 und L 1217.

Die Bahnstrecke Geislingen an der Steige–Wiesensteig, volkstümlich Tälesbahn genannt, und die an ihr gelegene Bahnstation Mühlhausen-Gruibingen war von 1903 bis 1968 bis Mühlhausen in Betrieb. Die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen erbauten das Bahnhofsgebäude als Einheitsbahnhof vom Typ IIa.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Durch Mühlhausen verläuft die Schwäbische Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Höhlen[Bearbeiten]

Auf der Gemarkung der Gemeinde liegen drei geologisch bedeutsame Höhlen. Erschlossen sind die Todtsburger Höhle und der Todtsburger Schacht. Während die Todtsburger Höhle frei begehbar ist, benötigt man für den Schacht ausreichende Bergsteiger- und Kletterkenntnisse und dementsprechendes Material. Die neben dem Weiler Todtsburg gelegene Tuffstein-Höhle ist nicht mehr begehbar.

Bauwerke[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der TSV Obere Fils e. V. wurde am 24. Juni 1972 durch den Zusammenschluss der beiden Vereine TSV Wiesensteig und dem TSV Mühlhausen gegründet und bietet den Einwohnern der Gemeinde Mühlhausen und der Stadt Wiesensteig eine Vielzahl an Aktivitäten rund um den Sport. Darüber hinaus gibt es auch eine Laienspielgruppe, die mit Ihren Auftritten in Mühlhausen und im Schloss in Wiesensteig einmal im Jahr für einen regen Besucheransturm sorgen. Sportplätze befinden sich sowohl in Mühlhausen als auch in Wiesensteig. Beide Sportplätze haben ein Vereinsheim. Jedoch wird der Sportplatz in Mühlhausen nur noch für Trainingszwecke und Veranstaltungen genutzt. Das neue Vereinsheim und der moderne Sportplatz für den Spielbetrieb befindet sich in Wiesensteig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Mutschler :Mühlhausen im Täle - in alten und neuen Bildern. [Bürgermeisteramt]; Mühlhausen im Täle: Selbstverlag W. Mutschler, 2012. (ohne ISBN, im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mühlhausen im Täle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 351–352.
  3.  Rainer Stein: Der württembergische Einheitsbahnhof auf Nebenbahnen. In: Eisenbahn-Journal Württemberg-Report. Band 1, Nr. V/96, Merker, Fürstenfeldbruck 1996, ISBN 3-922404-96-0, S. 80–83.