Müllendorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Ortsteil der Stadt Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) siehe Müllendorf (Geilenkirchen)
Müllendorf
Wappen von Müllendorf
Müllendorf (Österreich)
Müllendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 12,78 km²
Koordinaten: 47° 50′ N, 16° 27′ O47.83888888888916.457222222222232Koordinaten: 47° 50′ 20″ N, 16° 27′ 26″ O
Höhe: 232 m ü. A.
Einwohner: 1.353 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 106 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7052
Vorwahl: 02682 (Ortsnetz Eisenstadt)
Gemeindekennziffer: 1 03 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kapellenplatz 1
7052 Müllendorf
Website: www.muellendorf.at
Politik
Bürgermeister: Werner Huf (SPÖ)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
11
5
3
11 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Müllendorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Breitenbrunn am Neusiedler See Donnerskirchen Großhöflein Hornstein Klingenbach Leithaprodersdorf Loretto Mörbisch am See Müllendorf Neufeld an der Leitha Oggau am Neusiedler See Oslip Purbach am Neusiedler See Sankt Margarethen im Burgenland Schützen am Gebirge Siegendorf Steinbrunn Stotzing Trausdorf an der Wulka Wimpassing an der Leitha Wulkaprodersdorf Zagersdorf Zillingtal Eisenstadt Rust BurgenlandLage der Gemeinde Müllendorf im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Kirche von Müllendorf
Müllendorf (Mitte oben) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Müllendorf ist eine Gemeinde mit 1353 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Eisenstadt-Umgebung im Burgenland.

Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Szárazvám.

Geografie[Bearbeiten]

Müllendorf liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Die Gemeinde ist eine Hangsiedlung und breitet sich über den Südhang des Leithagebirges über die Müllendorfer Senke bis zu den Nord- und Westausläufen des Föllig aus. Müllendorf ist der einzige Ort in der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Müllendorf dann in der Provinz Pannonia.

Müllendorf wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter befand sich hier eine Mautstelle. 1569 wurde der Ort als Markt bezeichnet. Zerstörungen gab es in den Jahren 1529, 1532, 1605, 1683 und 1705. Ein Großbrand suchte den Müllendorf 1915 heim.[1]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szárazvám verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Werner Huf von der SPÖ.

Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 11, ÖVP 5 und BI 3 Mandate.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Eine Partnerschaft besteht mit der Marktgemeinde Sankt Veit im Pongau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In Müllendorf steht eine Johannes-Nepomuk-Kapelle aus dem 18. Jahrhundert. Die neugotische Pfarrkirche wurde 1904/1905 erbaut.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Müllendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich bedeutende Kreide-Vorkommen, mit 17 Mio. Jahren das jüngste Europas, die Mühlendorfer Kreidefabrik und eine PET-Recyclinganlage.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Müllendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Dehio-Handbuch Burgenland. Anton Schroll, Wien 1976, ISBN 3-7031-0401-5, S. 199.