Mümmelmannsberg

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Lage Mümmelmannsbergs

in Hamburg

Pincerno - Mümmelmannsberg 11-2008.PNG
Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Hamburg-Mitte
Stadtteil: Billstedt
Fläche: 2,4 km²
Einwohner: 18.777 (2004)
Bevölkerungsdichte: 7823 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22115
Geografische Lage: 53° 32′ N, 10° 9′ O53.527510.15Koordinaten: 53° 32′ N, 10° 9′ O
Kfz-Kennzeichen: HH

Mümmelmannsberg ist eine Großsiedlung im Hamburger Stadtteil Billstedt, benannt nach der gleichnamigen Straße, die sich hier bereits vor dem Bau der Siedlung befand.

Die Großwohnsiedlung wurde zwischen 1970 und 1979 in drei Bauabschnitten errichtet. Das Viertel wird oft auch scherzhaft als „Mümmelberg“, „M-Town“, „Mümmel“[1] oder „Mümmeltown“ bezeichnet. Das anfängliche „Bunny-Hill“ ist hingegen nicht mehr so gebräuchlich.

Panorama auf Mümmelmannsberg von der Stormarnstraße in Havighorst



Mümmelmannsberg liegt im östlichen Teil Hamburgs, unmittelbar an Havighorst (Schleswig-Holstein) angrenzend. Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung und der „Freizeitpark“ Glinder Au grenzen an diese Siedlung und sind beliebte Naherholungsziele der Mümmelmannsberger.

Verkehrstechnisch liegt Mümmelmannsberg unmittelbar an der B 5 und circa 200 Meter von der A 1-Abfahrt Hamburg-Billstedt entfernt. Seit 1990 verfügt die Siedlung mit dem U-Bahnhof Mümmelmannsberg über einen direkten Anschluss an das Hamburger Schnellbahnnetz. Die Fahrtzeit in die Innenstadt mit dem öffentlichen Nahverkehr beträgt seither etwa 20 Minuten. Daneben fahren die Buslinien 12, 232, 332, 233 und 609 in Mümmelmannsberg.

Die hier beheimateten Sportvereine MSV Hamburg und SC Europa verfügen über ein vielfältiges Freizeitangebot. Einige Projekte, z.B. „Lass 1000 Steine rollen“, „die Jugendetage“ oder das Haus der Jugend, bieten Angebote speziell für Jugendliche.

Der Ausländeranteil beträgt knapp 23 Prozent; der Anteil an Arbeitslosen- und Sozialhilfeempfängern ist überdurchschnittlich hoch.

Im April 2006 gelangte das Viertel zu überregionaler Bekanntheit, nachdem publik wurde, dass für eine ZDF-Produktion Jugendliche bezahlt wurden, um Szenen nachzustellen, die Gewalt und Bandenkriminalität darstellten, um den Zuschauern ein Bild eines „Großstadtghettos“ zu vermitteln. Dieses Vorhaben führte zu allgemeiner Entrüstung, da Kinder und Jugendliche aus Mümmelmannsberg kriminalisiert und fiktive Vorgänge als Alltag dargestellt wurden – auf diesem Wege würde das Image der Siedlung verschlechtert. Vor allem seitens der betroffenen Jugendlichen aus Mümmelmannsberg wurde beklagt, dass es nun schwieriger geworden sei, einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu erhalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hamburger Abendblatt, Artikel Mümmelmannsberg: Vom Betongetto zum Künstlerviertel vom 3. Dezember 2005

Weblinks[Bearbeiten]