Münchener Freiheit (Band)
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Pop | |
|---|---|---|
| Gründung | 1980 | |
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| Stefan Zauner (bis 2011) | ||
| Aron Strobel | ||
| Freddie Erdmann (bis 1983) | ||
| Günter Stolz (bis 1983) | ||
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Gesang
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Tim Wilhelm (seit 2012)[1] | |
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Gitarre, Gesang
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Aron Strobel | |
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Bass, Gesang
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Michael „Micha“ Kunzi (seit 1983) | |
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Keyboard
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Alexander „Alex“ Grünwald (seit 1983) | |
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Schlagzeug
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Renard Henry „Rennie“ Hatzke (seit 1983) | |
Münchener Freiheit ist eine deutsche Musikgruppe aus München.
Inhaltsverzeichnis |
Bandgeschichte [Bearbeiten]
Münchener Freiheit wurde am 4. Oktober 1980 von Sänger und Keyboarder Stefan Zauner (* 30. Juni 1952 in Göttingen) und Gitarrist Aron Strobel (* 26. Januar 1958 in Schwäbisch Gmünd-Bargau) gegründet und ist nach der eigentlichen Namensgebung eines öffentlichen Platzes – bis 1998 Münchener Freiheit, ab 1998 Münchner Freiheit – im Münchener Stadtteil Schwabing benannt. Zauner hatte zuvor bei Amon Düül 2 mitgewirkt. Weitere Mitglieder der Band sind Michael Kunzi (* 27. August 1958 in Stuttgart), Alexander Grünwald (* 7. September 1954 in Mindelheim) und Renard Henry Hatzke (* 30. November 1955 in Edmonton, Provinz Alberta, Kanada).
Erste Achtungserfolge erzielte man mit den noch stark von der Neuen Deutschen Welle beeinflussten Alben Umsteiger und Licht. 1984 schaffte es die Band mit dem Lied Oh Baby erstmals in die Charts. Der große Durchbruch kam dann 1986: Die Single Ohne dich (schlaf ich heut Nacht nicht ein) stand wochenlang in den deutschen Top 10 und kletterte in der Schweiz und Österreich sogar an die Spitze der Charts. Es folgten weitere Hits wie Tausendmal du und So lang’ man Träume noch leben kann und mehrere vergoldete Alben. Prägend war insbesondere die Zusammenarbeit der Band mit dem Schweizer Produzenten Armand Volker, der den typischen Sound der Band schuf, der sich durch aufwändige (bis zu hundertspurige) Gesangsaufnahmen auszeichnet. Die Songs wurden zu dieser Zeit meist vom Zauner/Strobel-Gespann komponiert.
Nachdem die Gruppe dann Ende der 1980er-Jahre mit englischen Texten auch international erfolgreich war (Bandname: Freiheit, Charterfolg: Keeping the Dream Alive, Platz 14, Anfang 1989), wurde es in den 1990er Jahren ruhiger um die Band. Der letzte große Hit war 1992 die Hubert-Kah-Komposition Liebe auf den ersten Blick.
1993 vertrat die Band Deutschland beim Eurovision Song Contest. Ihr Titel Viel zu weit kam in Millstreet jedoch nur auf Platz 18.
Seit Mitte der 1990er Jahre werden die Songs meist von Stefan Zauner produziert.
2001 gab die Band Blumfeld an, nachhaltig von Münchener Freiheit beeinflusst worden zu sein.
Im Herbst 2008 wurde ihr Hit Ohne dich in das Buch Die 100 Schlager des Jahrhunderts aufgenommen.
Groß angelegte Werbekampagnen bei Sat.1 sowie für das Produkt Alice der Firma HanseNet sorgten 2009 für ein Comeback. Erstmals nach 18 Jahren schaffte eine Single der Münchener Freiheit wieder den Einstieg in die Top 50 der deutschen Charts. Das Album Eigene Wege erreichte sogar die Top 10.
Im Oktober 2010 feierte die Münchener Freiheit ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Dazu erschienen ein neues Studioalbum mit dem Titel Ohne Limit sowie die Single daraus Seit der Nacht. Des Weiteren gab es eine erweiterte Neuauflage des Best-of-Albums Alle Jahre – alle Hits, das mit den Singles, die nach der ersten Veröffentlichung erschienen sind, vervollständigt wurde. Ebenfalls wurden alle alten Alben jeweils in Zweier-Sets wiederveröffentlicht.
Im November 2011 wurde bekannt, dass Sänger und Gründungsmitglied Stefan Zauner die Band verlassen hat, um sich zukünftig eigenen Projekten zu widmen. Als neuer Sänger wurde Stefan Thielen verpflichtet, der mit der Band Alben produzieren und auf Konzerten auftreten sollte. Jedoch musste sich der designierte neue Sänger Stefan Thielen wegen massiver Stimmbandprobleme wieder aus der Band zurückziehen. Kurz darauf wurde Jörg-Tim Wilhelm als neuer Sänger der Band gefunden. Jörg-Tim Wilhelm hat eine klassische Gesangsausbildung und ist Schauspieler. Durch einige Studioproduktionen ist Wilhelm der Band schon seit längerer Zeit bekannt.[1]
Kooperationen und Projekte [Bearbeiten]
- 1985: beteiligte sich die Band am Hilfsprojekt Band für Afrika.
- 1991: nahmen Zauner und Strobel unter dem Namen Deuces Wild das Album Living in the Sun auf. Die erste Single This Boy, eine Coverversion des gleichnamigen Beatles-Titels erreichte Platz 80 der deutschen Charts.
- 1992: komponierten und produzierten Zauner und Strobel auch das einzige und gleichnamige Album des Duos Charade, das aus der Schauspielerin Nadeshda Brennicke und Jennifer Wippich, der Tochter des Sängers der Band Randy Pie, Bernd Wippich, bestand. Die beiden ersten Single-Auskopplungen All of You und The Colour of Your Eyes erreichten in den deutschen Charts Platz 67 bzw. 60.
- 1997: nahm die Band gemeinsam mit dem Dance-Trio Mr. President die Single Where Do I Belong auf.
- 2010: nahm der Sänger Jay Del Alma eine spanische Version von Ohne dich zusammen mit der Band auf.
Bassist Michael Kunzi ist Mitglied des Produktionsteams Tuneverse, welches bereits Songs für Sandra (Put Some 80ies in It) und Monrose (Like a Lady) produzierte und schrieb.
Einordnung in ein musikalisches Genre [Bearbeiten]
Die Einordnung von Münchener Freiheit in ein musikalisches Genre fällt ungewöhnlich schwer. Während die aus der Neuen Deutschen Welle stammende Band in den 1980er und frühen 1990er Jahren eher als Popband gesehen wurde und regelmäßig in einschlägigen Jugendmagazinen wie etwa der Bravo und in TV-Sendungen wie Formel Eins und Wetten, dass …? auftauchte, tritt sie seit Mitte der 1990er Jahre fast nur noch in Schlagersendungen auf. Ebenso verhält es sich mit dem Hörfunk: Wurden ihre Hits früher vorwiegend in den Rock-/Pop-Sendern gespielt, so tauchen sie heute zumindest mit ihren aktuellen Produktionen vorwiegend in den Schlagersendern (NDR 1, SWR4 usw.) auf. Unüberhörbar sind nach wie vor starke Einflüsse der Beatles und der Beach Boys. Live schlägt die Band deutlich rockigere Töne an, als man es von ihren Studioaufnahmen erwarten würde – sie hat sich insbesondere in den letzten Jahren wieder zu einer routinierten, aber spielfreudigen Liveband entwickelt.
Diskografie [Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Münchener Freiheit/Diskografie
Studioalben [Bearbeiten]
| Jahr | Titel | Chartpositionen [2] | Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| DE | AT | CH | |||
| 1982 | Umsteiger | — | — | — | Erstveröffentlichung: 1982 |
| 1983 | Licht | — | — | — | Erstveröffentlichung: 1983 |
| 1984 | Herzschlag einer Stadt | — | — | — | Erstveröffentlichung: 1984 |
| 1986 | Traumziel | 15 (34 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 17. November 1986 Verkäufe: + 250.000 |
| 1988 | Fantasie | 4 (27 Wo.) |
29 (29 Wo.) |
14 (4 Wo.) |
Erstveröffentlichung: 28. März 1988 Verkäufe: + 250.000 |
| 1989 | Purpurmond | 17 (29 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 29. November 1989 Verkäufe: + 250.000 |
| 1992 | Liebe auf den ersten Blick | 7 (22 Wo.) |
21 (21 Wo.) |
38 (1 Wo.) |
Erstveröffentlichung: 13. Januar 1992 Verkäufe: + 250.000 |
| 1994 | Energie | 28 (10 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 21. Februar 1994 |
| 1996 | Entführ mich | — | — | — | Erstveröffentlichung: 1996 |
| 1998 | Schatten | — | — | — | Erstveröffentlichung: 1998 |
| 2000 | Freiheit die ich meine | 46 (3 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 10. April 2000 |
| 2002 | Wachgeküsst | 76 (1 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 3. Juni 2002 |
| 2003 | Zeitmaschine | 85 (1 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 21. Juli 2003 |
| 2004 | Geile Zeit | 82 (1 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 22. November 2004 |
| 2007 | XVII | 57 (1 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 9. Februar 2007 |
| 2009 | Eigene Wege | 10 (8 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 20. März 2009 |
| 2010 | Ohne Limit | 60 (1 Wo.) |
— | — | Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2010 |
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1987
- 1986
- 1986, 1987, 1990, 1992
- 1988
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Universal-music.de: Tim Wilhelm ist neuer Sänger der Münchener Freiheit vom 1. März 2012.
- ↑ Chartquellen: DE AT CH
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Internetpräsenz der Münchener Freiheit
- Offizielle myspace-Seite
- Offizielles Tourtagebuch der Band
- Münchener Freiheit bei Discogs (englisch)
1956: Walter Andreas Schwarz; Freddy Quinn | 1957–1958: Margot Hielscher | 1959: Alice und Ellen Kessler | 1960: Wyn Hoop | 1961: Lale Andersen | 1962: Conny Froboess | 1963: Heidi Brühl | 1964: Nora Nova | 1965: Ulla Wiesner | 1966: Margot Eskens | 1967: Inge Brück | 1968: Wencke Myhre | 1969: Siw Malmkvist | 1970–1971: Katja Ebstein | 1972: Mary Roos | 1973: Gitte | 1974: Cindy & Bert | 1975: Joy Fleming | 1976: The Les Humphries Singers | 1977: Silver Convention | 1978: Ireen Sheer | 1979: Dschinghis Khan | 1980: Katja Ebstein | 1981: Lena Valaitis | 1982: Nicole | 1983: Hoffmann & Hoffmann | 1984: Mary Roos | 1985: Wind | 1986: Ingrid Peters | 1987: Wind | 1988: Maxi & Chris Garden | 1989: Nino de Angelo | 1990: Chris Kempers & Daniel Kovac | 1991: Atlantis 2000 | 1992: Wind | 1993: Münchener Freiheit | 1994: Mekado | 1995: Stone & Stone | 1997: Bianca Shomburg | 1998: Guildo Horn | 1999: Sürpriz | 2000: Stefan Raab | 2001: Michelle | 2002: Corinna May | 2003: Lou | 2004: Max Mutzke | 2005: Gracia | 2006: Texas Lightning | 2007: Roger Cicero | 2008: No Angels | 2009: Alex Swings Oscar Sings! | 2010–2011: Lena | 2012: Roman Lob | 2013: Cascada