Münchner Münzvertrag

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Mit dem Münchner Münzvertrag wurde 1837 der Süddeutsche Münzverein gegründet. Mit ihm harmonisierten die süddeutschen und einige mitteldeutschen Staaten ihr Münzsystem.[1]

Anlass[Bearbeiten]

Schon im 17. und 18. Jahrhundert hatten verschiedene deutsche Staaten versucht die wichtigsten Parameter für ihre Münzprägungen zu harmonisieren. Anlass für die Verabschiedung des Münchner Münzvertrages war die Abwertung der Halb- und Viertelguldenmünzen des Kronentalerfußes durch Baden.

Mitgliedsstaaten[Bearbeiten]

Den Süddeutschen Münzverein haben die folgenden Staaten mitgegründet:

Bayern, Württemberg, Großherzogtum Baden, Hessen-Darmstadt (Großherzogtum Hessen), Herzogtum Nassau, und die Freie Stadt Frankfurt. In den Jahren 1838 und 1839 traten Sachsen-Meiningen, Hohenzollern-Sigmaringen, Hohenzollern-Hechingen, Hessen-Homburg und Schwarzburg-Rudolstadt dem Münzvertrag bei. Der Süddeutsche Münzverein bestand bis zur Einführung der Reichswährung 1871.[2]

Vertragsinhalt[Bearbeiten]

Als Münzgrundgewicht wurde in Artikel X die Kölner Mark mit 233,855 Gramm festgelegt. Aus diesem Münzgrundgewicht wurden 24 1/2 Gulden geprägt (Artikel II des Vertrages), der Gulden gemäß Artikel III in 60 Kreuzer unterteilt.

Wirkungen[Bearbeiten]

Mit der Harmonisierung des eigenen Münzsystems hat der Süddeutsche Münzverein die Grundlage dafür gelegt im Jahr 1838 mit den norddeutschen Staaten den Dresdner Münzvertrag zu schließen. Der Münchner Münzvertrag wurde durch die Süddeutsche Münzkonvention von 1845 fortgeschrieben.

siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Trapp: Kleines Handbuch der Münzkunde und des Geldwesens in Deutschland. Reclam Verlag Stuttgart 1999, ISBN 3-15-018026-0
  • Karl Dieter Seidel: Die deutsche Geldgesetzgebung seit 1871. Verlag Egon Bauer München 1973 (die Gesetzessammlung enthält, anders als der Titel vermuten lässt, auch die deutschen Münzgesetze des 19. Jahrhunderts vor 1871)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harz-Zeitschrift, 62. Jahrgang 2010, S. 121
  2. Wolfgang Trapp: Kleines Handbuch der Münzkunde und des Geldwesens in Deutschland, Seite 98