Mündersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mündersbach
Mündersbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mündersbach hervorgehoben
50.6063888888897.7341666666667310Koordinaten: 50° 36′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Hachenburg
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 9,26 km²
Einwohner: 748 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56271
Vorwahl: 02680
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 268
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenstraße 11
57627 Hachenburg
Webpräsenz: www.muendersbach.de
Ortsbürgermeister: Helmut Kempf
Lage der Ortsgemeinde Mündersbach im Westerwaldkreis
Karte

Mündersbach ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hachenburg an. Mündersbach ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt zwischen Hachenburg und Herschbach und ist von den Waldgebieten Roßbacher Wald, Höchstenbacher Wald und Kuheck (Marother Wald) umgeben. Nachbargemeinden sind Höchstenbach im Norden, Schenkelberg im Osten, Freirachdorf im Süden und Roßbach im Westen der Gemeinde. Im Osten erhebt sich der Hartenfelser Kopf. Bei Mündersbach entspringt der Holzbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1247 urkundlich erwähnt, als Theoderich der Jüngere von Isenburg seine Güter in Mündersbach verschenkte.[3]

Mündersbach gehörte zum Kirchspiel Höchstenbach und bis Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. 1799 kam die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam die Region und damit auch Mündersbach 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung war Mündersbach dem Amt Hachenburg zugeordnet. Nach der Annexion des Herzogtums Nassau, kam der Ort 1866 an das Königreich Preußen und gehörte von 1868 an zur Provinz Hessen-Nassau und zum Oberwesterwaldkreis. Seit 1946 ist Mündersbach Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mündersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 319
1835 391
1871 433
1905 511
1939 532
Jahr Einwohner
1950 620
1961 632
1970 648
1987 647
2005 769

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mündersbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Rot und Silber. Vorn ein gestürztes silbernes Schwert mit schwarz-silbernem Griff, rundem goldenem Knauf und mit runden schwarzen Knöpfen an der goldenen Parierstange. Hinten eine blaue Wellenleiste, darüber eine schwarze Glocke, darunter ein achtspeichiges schwarzes Mühlrad.“

Das Wappen spielt in seiner rot-weißen Farbgebung auf das im Ort begüterte Adelsgeschlecht von Isenburg an. Das Schwert symbolisiert die Tradition der Ortschaft als Gerichtsstandort. Die Glocke steht für die Antoniuskapelle im Ort. Das blaue Wellenband nimmt Bezug auf die Gewässer in der Ortsgemeinde und spielt gleichzeitig auf den Ortsnamen an. Das Mühlrad stellt die Tradition als Mühlenstandort dar.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Mündersbach

Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

Mündersbacher Kirche[Bearbeiten]

Das Kirchengebäude entstand 1901/1902 als zweiklassige Volksschule. Nach der Schulreform 1973 und dem Ende des Schulbetriebes in Mündersbach erwarb die Kirchengemeinde das Gebäude und richtete es als Kirche her.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über einen Sportplatz mit Flutlichtanlage und eine Tennisanlage mit drei Plätzen. Die Kinder des Dorfes vergnügen sich auf öffentlichen Bolz- und Spielplätzen. Die Ortsgemeinde Mündersbach unterhält ein Gemeindehaus (Mehrzweckhalle) und einen Kindergarten in kommunaler Trägerschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Volker Ecker: Mündersbach. Von der Hofsiedlung zum Industriestandort. 1247–1998, Mündersbach 1998.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mündersbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz - Regionaldaten
  3. a b Seite der Ortsgemeinde Mündersbach auf http://www.muendersbach.de/
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Mündersbacher Kirche. Abgerufen am 19. Juni 2011.