Mündliche Befragung

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Begründung: Man erfährt gar nicht, was eine mündliche Befragung eigentlich ist. Teils unvollständige Sätze. Meiner Ansicht nach ist der Begriff auch Persönliche Befragung (Personal Interview) oder Persönlich-mündliche Befragung. Beides, auch der bisher verwendete Begriff Mündliche Befragung wären mit Quellen zu belegen. --Zulu55 (Diskussion) Unwissen 09:58, 19. Nov. 2014 (CET)

Häufigkeit von genutzten Methoden in der Schweiz

Die Empirische Sozialforschung beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Kategorisierung und Optimierung von Befragungen. Dabei ist das Interview eine Sonderform (Mündliche Befragung). Die Mündliche Befragung kann qualitativ und quantitativ durchgeführt werden.

Der Grad der Standardisierung (Gibt es Antwortvorgaben? Werden genau definierte Fragen gestellt?) kann von

  • offenen (nicht-standardisierten, auch: qualitative, offene, freie, non-direktive, narrative) Formen (offen ist hier nicht im Sinne von offen (teilnehmend) und verdeckt (nicht-teilnehmend)) Die freieren Formen laufen ähnlich wie normale Gespräche ab, bei denen lediglich das Thema oder ein grober Leitfaden vorgegeben ist. Unter dem Begriff Qualitative Interviews fasst man Interviewtechniken zusammen, die in der qualitativen Sozialforschung entwickelt wurden. Dazu gehören: das narrative Interview, das fokussierte Interview, das Tiefen- oder Intensivinterview, das rezeptive Interview, das problemzentrierte Interview. (Nur das narrative und das rezeptive Interview sind für die Biografieforschung geeignet. Mit Hilfe der anderen Methoden wird nur ein Teilaspekt der menschlichen Lebenswelt untersucht.)
  • teilstandardisiert (strukturierte) Befragungen bis hin zur
  • Vollstandardisierung (auch: quantitative, geschlossene, standardisierte) gehen, bei der Reihenfolge, Wortlaut und mögliche Antworten von Fragen vorgegeben sind. Im Rahmen quantitativer Projekte wird zumeist mit hochgradig standardisierten Befragungsmethoden gearbeitet, während für qualitative Forschungsprojekte oft sehr offene Formen gewählt werden, etwa das biographische narrative Interview. In standardisierten Befragungen arbeitet man einen strikt vorgegebenen Fragenkatalog ab, der meist kategoriale (Ja/Nein) oder skalierte (1="Stimme nicht zu", 5="Stimme voll und ganz zu") Antworten verlangt, die später statistisch analysiert werden.

Forschungsdesign: Das Interview kann als einmalige oder als wiederholte Befragung angelegt sein, um bestimmte Entwicklungen des Meinungsbildes nachvollziehen zu können. Es kann als Einzel-Interview oder als Gruppen-Interview durchgeführt werden.

Qualitatives (mündliches) Interview[Bearbeiten]

Unter dem Begriff Qualitative Interviews fasst man mündliche Interviewtechniken zusammen, die in der qualitativen Sozialforschung entwickelt wurden.[1]

Dazu gehören: Leitfadeninterviews:

Erzählungen:

Gruppenverfahren:

Sonstige:

Nur das narrative und das rezeptive Interview sind für die Biografieforschung geeignet. Mit Hilfe der anderen Methoden wird nur ein Teilaspekt der menschlichen Lebenswelt untersucht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kruse, Jan [2014]: Qualitative Interviewforschung: Ein integrativer Ansatz. Weinheim: Beltz Juventa Verlag
  • Harrocks, Christine & King, Nigel [2010]: Interviews in Qualitative Research. London: SAGE Publications Ltd.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kruse, Jan [2014]: "Qualitative Interviewforschung: Ein integrativer Ansatz" Weinheim: Beltz Juventa Verlag