Münstermaifeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Münstermaifeld
Münstermaifeld
Deutschlandkarte, Position der Stadt Münstermaifeld hervorgehoben
50.24757.3630555555556271Koordinaten: 50° 15′ N, 7° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Maifeld
Höhe: 271 m ü. NHN
Fläche: 27,79 km²
Einwohner: 3498 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 56294,
56754 (Pilligerheck)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 501
Stadtgliederung: 6 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 4
56751 Polch
Webpräsenz: www.muenstermaifeld.de
Stadtbürgermeisterin: Claudia Schneider (CDU)
Lage der Stadt Münstermaifeld im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Münstermaifeld ist eine Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie liegt auf dem Maifeld und gehört der Verbandsgemeinde Maifeld an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Polch hat. Münstermaifeld ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Münstermaifeld aus der Vogelperspektive

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Münstermaifeld liegt unweit der Mosel im Mittelpunkt des vorderen Maifelds. Es wird weithin sichtbar überragt von den mächtigen Wehrtürmen seines Münsters. Die landschaftliche Lage Münstermaifelds gestattet einen guten Ausblick auf die Nürburg, die Hohe Acht, das Massiv am Laacher See und weit hinaus in die Eifel und auf Mosel- und Hunsrückhöhen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Münstermaifeld gehören die Stadtteile Keldung, Küttig, Lasserg, Metternich, Mörz, sowie die Wohnplätze Pilliger Heck und Sevenich.

Keldung[Bearbeiten]

Der Ort liegt südwestlich der Stadt am Rand des Elztals zwischen den Burgen Eltz und Pyrmont. Der Kernbereich wurde unter dem Namen Cheldin erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. Nach 1950 wurde in Keldung eine landwirtschaftliche Siedlungsstelle für Heimatvertriebene eingerichtet.

Küttig[Bearbeiten]

Hauptartikel: Küttig

Küttig ist ein nördlich von Münstermaifeld gelegener Ort. In einer Tauschurkunde aus dem Jahr 963/964 tauchte der Ortsname erstmals auf. Große landwirtschaftliche Anwesen zeugen noch von frühen Höfen des Adels oder geistlicher Institutionen, die allerdings erst im 14. Jahrhundert fassbar werden.

Lasserg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Lasserg

Lasserg liegt auf dem Hochplateau zur Mosel südlich der Stadt. Die im Ortskern gelegene Kapelle ist dem Heiligen Benedikt geweiht und hat einen romanischen Kern. Der Umbau erfolgte 1729. Zahlreiche Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind ebenfalls erhalten geblieben.

Metternich[Bearbeiten]

Der im Südosten liegende Stadtteil 'Metternich' wird erstmals 1187 erwähnt. Er gehörte bis zum Ende des Alten Reiches zum Oberamt Münstermaifeld.

Mörz[Bearbeiten]

Mörz liegt im Osten der Stadt. Die Trierer Abtei St. Maximin verfügte um 1200 über Besitz in Mörz, welches damals Muderce genannt wurde. Eine großzügige Hofanlage aus dem Jahr 1774, die noch zu sehen ist, gehörte bis zu ihrer Versteigerung in der französischen Zeit im Jahre 1812 zum Grundbesitz der Reichsabtei St. Maximin in Trier. Nach Berichten der Kirchenbehörde befand sich in Mörz im Jahre 1656 eine Kapelle. Seit 1802 steht dort das heutige Gotteshaus im Zentrum im Hang.

Klima[Bearbeiten]

Monatliche Niederschlagsmengen in Münstermaifeld

Der Jahresniederschlag beträgt 653 mm. Damit liegt er im unteren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 31 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juli. Im Juli fallen 1,8-mal mehr Niederschläge als im Februar. 2009 wurden 47 Sommertage (Tmax >= 25 °C) und 1942 Sonnenstunden registriert. Damit gab es 40,7 % mehr Sonnenstunden als im vieljährigen Mittel. Die Wetterstation Münstermaifeld (Typ AME66) steht nordwestlich der Stadt. Die Koordinaten lauten: Geographische Länge 7°21 13", Breite 50°15'22".

Geschichte[Bearbeiten]

Das Maifeld, eine der Eifel vorgelagerte Landschaft, ist fruchtbares Ackerland, das schon früh besiedelt wurde. Archäologische Funde gibt es aus der Steinzeit und der späteren keltischen Besiedelung. Nach der Eroberung Triers durch die Germanen beginnt auch hier die fränkische Besiedlung. Im Umkreis der Martinskirche hat ein fränkischer Friedhof bestanden.

Die Erbauung der Martinskirche, spätere Stiftskirche geht auf die Jahre 573 bis 596 zurück. Sie wurde auf den Fundamenten einer römischen Wachturmanlage, als Zentrum der Christianisierung gebaut.

965 erhält Münstermaifeld das Marktrecht.

Bruno von Lauffen weihte 1103 nachweislich den Vorgängerbau der Stiftskirche St. Martin und St. Severus (Münstermaifeld). Als wichtige Bastion gegen Kurköln war Münstermaifeld für ihn interessant. Erzbischof Bruno galt als geschickter Diplomat und war einflussreicher Berater Kaiser Heinrichs IV., unter dessen Nachfolger Heinrich V.. Vermutlich begann er damals damit, den bedeutenden Marktflecken Münstermaifeld mit einer Befestigungsanlage zu versehen. Der nach ihm im Volksmund „Lauffenburg“ benannte „Pulver- oder Eulenturm“ steht heute noch als Teil der damaligen Stadtbefestigung, die nachfolgende Kurfürsten weiter verstärkten.

In unmittelbarer Nachbarschaft vor dem Westwerk (heutiger Petersplatz) stand eine erstmals als capella Sancti Petri, 1308 erwähnte Kirche. Während der Bauzeit der Stiftskirche, die sich lange hinzog, hat die Peterskirche offenbar ersatzweise seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Pfarrfunktion übernommen. Somit kam sie auch - als zentrale kultische Einrichtung - mit in das erstmals 1278 überlieferte städtische Siegelbild.

Die Stadtbefestigung wurde Mitte des 13. Jahrhunderts durch Kurfürst Arnold II. von Isenburg weiter ausgebaut. So hat er Münstermaifeld, ebenso wie Koblenz umwallen und in Teilen mit einer Mauer umgeben lassen (Monasterium oppidum in Meynevelt circumvallavit, et in parte murari fecit).[3] Der Trierer Kurfürst Heinrich II. von Finstingen, Erbauer der Mayener Genovevaburg und Befestigung, vollendete die Stadtmauer um 1280 (ebenfalls zusammen mit der Koblenzer Stadtmauer). Sie stand dabei im Zusammenhang mit der Zurückdrängung der Grafen von Virneburg, die zu einem bedeutenden, herrschaftlichen Konkurrenten auf dem Maifeld wurden.

Heinrich II. von Finstingen verlieh dem Ort am 17. Dezember 1277 die Gerichtshoheit durch die Einrichtung eines vierzehnköpfigen Schöffenstuhls und stellte sie damals, wie eigens betont, Koblenz gleich. Die Urkunde lautet im Auszug: „...dass Wir, Heynrich (von gottis genaden Ertzbischof der Trierischen) allen Gegenwärtigen und Nachkommenden, die diesen brieff sehen oder hören begehren, kund zu sin, daß wir mit vursichtigem beraide und vom rath brafer und guter Leuth vierzehn Schöffen in unserem Schlosse Münster in dem Mayfelt gemacht und gesatzet hain, den wir verliehende sei und wollen, daß sie haben die selbe Freyheit mit all die da haint und sich freuen unsere Schöffen...“. Ein langwieriger Prozess fand mit dieser Beurkundung seinen Abschluss und Münstermaifeld erlangte damit die vollen Rechte einer kurfürstlich-trierischen Stadt. Die Nachfolger im Amt bestätigten während ihrer Amtszeit diese Rechte, so am 13. März 1295 Bohemond I. von Warnesberg, am 14. September 1300 Diether von Nassau und am 24. Januar 1309 Balduin von Luxemburg.

Da die Stadtbefestigung jedoch bald nicht mehr den damaligen Anforderungen genügte, erweiterte und verstärkte Kurfürst Balduin von Luxemburg, Bruder Kaiser Heinrichs VII., sie im Rahmen einer geplanten Stadterweiterung nochmals und ergänzte sie mit Türmen.[4] Es ist davon auszugehen, dass diese Arbeiten, die in einer Urkunde aus dem Jahr 1333 oder 1335 Balduin zugeschrieben wird jedoch bereits 10 bis 15 Jahre vorher abgeschlossen waren. Hiervon zeugt der zu 1323 genannte neue Turm (noua turris Monasterii),[5] der vermutlich mit jenem Turm identisch war, der als Teil der Stadtmauer den Namen Laufenburg trug (domus (...) apud murum sub propugnacolo prope turrim dictam Lawenburg).[6]

Die Wichtigkeit Balduins für Münstermaifeld spiegelt sich auch darin wider, dass 1926 per Ministerialerlass der damaligen Staatlichen Deutschen Oberschule in Aufbauform die Erlaubnis erteilt wurde, den Namen „Kurfürst-Balduin-Schule“ zu führen. Auch die daran vorbeiführende Straße wurde 1929 nach ihm benannt. Als 1980 die Schule in ein Vollzeitgymnasium umgewandelt wurde, wurde der Name „Kurfürst-Balduin-Gymnasium“ beibehalten. Er vollendete das „Münster auf dem Maifeld“ und baute die Stadt an der Grenze zu Kurköln zu einem mächtigen Bollwerk aus.[7]

Weiterhin besaß Münstermaifeld seit dem Mittelalter lange Zeit die das Münzrecht als kurtrierisches Oberamt.

Eine besondere Verbindung bestand auch über die Jahrhunderte hinweg mit der Burg Eltz. Die Eltzer Herren waren über das ganze späte Mittelalter hinweg in der Verwaltung der Stadt tätig. In der ehemaligen Stiftskirche finden sich auch Eltzer Gräber, besonders kunstvoll die Epitaphien des Ehepaares Cuno (auch Kuno) von Eltz (vor 1475 - nach dem 5. Februar 1529) und Ella (auch Eva) von Esch (-1531), zwei Reliefplatten aus Basaltlava. Die umlaufende Inschrift auf dem breiten Rahmenband besagt: "Anno Domini MDXXIX (=1529) Ingenuus Cono de Eltz fato functus his tumulatus cuius anima requiescat in pace."[8] Auch das Marmorgrab des Nikolaus von Eltz und seiner Frau Maria von Hoort, sowie ein Marmordenkmal deren Sohn Johann Wilhelm Antonius Bertramus Herr zu Eltz, seinerseits Domherr zu Trier, sind zu finden. Söhne derer von Eltz waren zu allen Jahrhunderten Kanoniker im Stift Münstermaifeld. Durch einen viele Jahrzehnte währenden Streit mit dem Papst wurde Lothar von Eltz, 1267 vom Kapitel zu Monster Meynfelt zum rechtmäßig gewählten Praepositus, bekannt. Einer der tatkräftigsten Stiftspröpste war Elias von Eltz (1331–1347).

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde Münstermaifeld fast vollständig zerstört. Nach der Brandschatzung auf Befehl Ludwig XIV. am 27. März 1689 kam es zwei Jahre später auf Grund eines Übersetzungsfehlers zu einer weiteren Zerstörung: Marschall Louis-François de Boufflers hatte den Namen der Stadt mit dem von Münstereifel verwechselt[9].

Seit 2009 liefen im Umfeld der ehemaligen Stiftskirche umfangreiche Baumaßnahmen. Im Zuge dessen untersuchen die Archäologen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Außenstelle Koblenz, ein großes mittelalterliches Gräberfeld auf dem Stiftsplatz der Stadt. Weit mehr als 400 freigelegte zeugen von der Geschichte des Ortes. Rund 40 Gräber enthielten Beigaben aus der jüngeren Merowingerzeit. Einige der Gräber zeugten mit ihren kompletten Waffenausrüstungen, kostbaren Schmuckstücken aus Gold und Silber, Bronze-, Glas- und Importgefäßen vom Reichtum der wohlhabende Oberschicht, die hier über mehrere Generationen im 7. und in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts vor Ort das Sagen hatte.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Mit Wirkung zum 31. Dezember 1975 wurden die fünf bis dahin eigenständigen Gemeinden Keldung (194 Einwohner), Küttig (153 E.), Lasserg (234 E.), Metternich (173 E.) und Mörz (145 E.) in die Gemeinde Münstermaifeld eingemeindet.[10]

Stadtrechte[Bearbeiten]

Im 13. Jahrhundert wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen. Das erstmals 1278 bezeugte Münstermaifelder Stadtsiegel misst im Durchmesser ca. 7 cm. Die Siegelinschrift lautet: Sigillum civitatis Monasterii in Meinfelt (Siegel der Stadt Münstermaifeld).[11] Es wurde am 2. Juli 1977 durch den Innenminister von Rheinland-Pfalz erneuert.[10]

Münstermaifeld Westansicht

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat von Münstermaifeld besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Stadtbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[12]

Wahl SPD CDU ÖDP Pro MM Gesamt
2014 4 8 2 6 20 Sitze
2009 6 7 1 6 20 Sitze
2004 8 7 0 5 20 Sitze
  • Pro MM = Pro-M´m – Bürgerpolitik für Münstermaifeld e.V.

Bürgermeister und Ortsvorsteher[Bearbeiten]

Stadtbürgermeister:

  • bis 2009 Maximilian Mumm
  • 2009–2014 Robert Müller
  • seit 2014 Claudia Schneider (CDU)[13]

Die Ortsvorsteher der Stadtteile sind: Hans Röser (Keldung), Thomas Knapp (Küttig), Heike Brücher (Lasserg), Uwe Krause (Metternich), Achim Weidung (Mörz),

Beigeordnete[Bearbeiten]

Die Stadt hat gemäß ihrer Hauptsatzung[14] drei Beigeordnete.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber ein offenes rotes Stadttor, darin ein aufrechter, linksgewendeter roter Schlüssel; beiderseits über roter Zinnenmauer je eine zweitürmige blau bedachte rote Kirche; auf Tor und Türmen goldene Kreuze“.

Dieses durch den Preußischen König Wilhelm II. 1901 bestätigte Wappen ist das Bild des seit 1281 bezeugten ältesten Siegels. Der Schlüssel des Landespatrons St. Petrus weist auf die Herrschaft der Kurfürsten von Trier hin, die den Ort im 13. Jahrhundert befestigten und ihm 1275 Freiheiten gaben. Ähnlich ist das Bild des Schöffensiegels aus der Zeit um 1400, in dem ebenfalls zwei kirchenartige Gebäude erscheinen. Aus dem Sekretsiegel des 14. Jahrhunderts, welches das Trierer Kreuz mit einem Schlüssel im Herzschild enthält, entwickelte sich das eigentliche Stadtwappen, das im 16. Jahrhundert auch am Rathaus angebracht wurde.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten]

  • Freibad
  • Tennisplatz
  • Sportplatz
  • Bundeskegelbahn
  • DFB Minispielfeld
  • Schießsportanlagen

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

  • 1916 erhielt dann auch Münstermaifeld über die schon am 1. Oktober 1904 eröffnete Strecke Koblenz–Lützel–Polch mit der eigenen Stichstrecke Polch–Münstermaifeld einen Bahnanschluss für Güter- und Personenverkehr, nachdem bereits im März 1890 eine Koblenzer Firma erfolglos versucht hatte, eine Konzession für eine Eisenbahnstrecke von Kobern-Gondorf (Mosel) über Münstermaifeld und Polch nach Mayen zu beantragen. Nach dem Scheitern dieses Vorhabens erhielt Münstermaifeld erst 26 Jahre später einen Bahnanschluss. Die Arbeiten zu der von Polch abzweigenden Stichbahn nach Münstermaifeld begannen schon im Jahre 1912. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs verzögerte sich die Fertigstellung der Bauarbeiten, so dass die nur 10,13 km lange Strecke erst am 16. März 1916 eröffnet werden konnte. Leider erfüllten sich wegen der fehlenden Verbindung an die Mosel die Hoffnungen nicht und so wurde bereits am 30. September 1961 der Personenverkehr auf der Strecke wieder eingestellt. Der Güterverkehr, der vor allem dem Versand landwirtschaftlicher Produkte (in erster Linie Zuckerrüben aber auch andere Erzeugnisse heimischer Bauern) diente, wurde noch bis 15. März 1982 fortgeführt. Mit dem 9. Dezember 1983 wurde die Strecke stillgelegt und anschließend abgebaut. In den 1990er Jahren wurde auf der ehemaligen Bahntrasse ein naturnaher Bahntrassenradweg über Polch nach Mayen bzw. Ochtendung eingerichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger der Stadt[Bearbeiten]

  • Peter Weidung (1. Juli 2005)
  • Gerd Müller (18. Juni 2007)
  • Dieter Müller (16. Juni 2011)

In Münstermaifeld geboren[Bearbeiten]

  • Johann Martin Josef Canaris (* 6. Mai 1817; † 10. Januar 1894) war Großvater von Wilhelm Canaris
  • Franz Josef Ignaz Canaris (~~ 31. Juli 1791; † 15. Juni 1828) Urgroßvater von Wilhelm Canaris
  • Anton Josef Dräger (1794–1833), Maler
  • Heinrich Klee (1800–1840), katholischer Theologe
  • Peter Weckbecker (* 30. August 1807; † 29. November 1875 Düsseldorf), war Jurist, Richter und Abgeordneter
  • Joseph Wolf (1820–1899), Tiermaler
  • August Goebel (1839–1905), Auswanderer, Offizier und Brauereibesitzer
  • Hubert Wagner (* 1. Februar 1900 in Münstermaifeld; † 7. Mai 1994 in Kall), Politiker
  • Irmgard Fuest (1903–1980), Politikerin und Rechtsanwältin
  • Thomas Anders (* 1963), Popsänger und Musikproduzent

Mit Münstermaifeld verbunden[Bearbeiten]

  • Ingebrand von Daun, 1200–1238 Domkustos und Propst von Münstermaifeld
  • Franz Peter Canaris (~~ 30. Januar 1724 in Bernkastel; † 14. März 1792 in Münstermaifeld) (Ur-Ur-Großvater von Wilhelm Canaris) war Stadt- und Geschichtsschreiber 1759, 1767 Kurtrierer Kammerrat, 1764, 1776 und 1777 Bürgermeister
  • Johann Büchel V. (* 1754 † 1842) war Tuchmacher, Zunftsmeister, Ratsherr, Hochgerichtsschöffe, Chronist und letzter kurtrierischer Bürgermeister der Stadt
  • Heinrich Zilliken (1841–1900), war Goldschmied und Uhrmacher, Begründer der Münstermaifelder Turmuhrenfabrik
  • Siehe auch Liste von Personen mit Bezug zu Münstermaifeld

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Koll: Münstermaifeld. Die Stadt auf dem Berge; Koblenz: Görres, 2003; ISBN 3-935690-19-3
  • Monika Escher-Apsner: Stadt und Stift. Studien zur Geschichte Münstermaifelds im hohen und späteren Mittelalter; Trierer Historische Forschungen 53; Trier: Kliomedia, 2004; ISBN 3-89890-064-9
  • Josef Rottländer: AMBITIVUM - papus magnensis - Monesteri in Meinevelt - Münstermaifeld; - Geschichte in Bezug zur Stadt Münstermaifeld, von der Urzeit bis 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münstermaifeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Zur Begriffsbezeichnung oppidum und zu befestigten Dörfern vgl. Escher-Apsner, Stadt und Stift
  4. Dr. Dietmar Flach, Verfassungsentwicklungen S. 369, 373
  5. LHAK Best. 144/Nr. 256 (1343 V 15)
  6. Büchel, Beschreibung S. 25
  7. Isnard Frank OP, Balduin von Luxemburg, Quellen und Abhandlungen zur Mittelrheinischen Kirchengeschichte Band 53, S. 592ff
  8. Pfarrkirche St. Martin und Severus in Münstermaifeld - Grabplatte für Kuno von Eltz
  9. Klöster und Stifte in Rheinland-Pfalz: Geschichtlicher Abriss
  10. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis Rheinland-Pfalz 2006, Seite 188, 204 (PDF; 2,1 MB)
  11. LHAK Best. 163/Nr. 11
  12. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  13. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen der Orts- und Stadtbürgermeister
  14. Hauptsatzung der Stadt Münstermaifeld
  15. Offizielle Seite der Verbandsgemeinde Maifeld
  16. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler: Kreis Mayen-Koblenz (PDF; 1,7 MB). Koblenz 2010.