Münstertal/Schwarzwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Münstertal/Schwarzwald
Münstertal/Schwarzwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Münstertal/Schwarzwald hervorgehoben
47.8611111111117.8086111111111524Koordinaten: 47° 52′ N, 7° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 524 m ü. NHN
Fläche: 67,73 km²
Einwohner: 4999 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 79242–79244
Vorwahl: 07636
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 130
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wasen 47
79244 Münstertal
Webpräsenz: www.muenstertal.de
Bürgermeister: Rüdiger Ahlers
Lage der Gemeinde Münstertal/Schwarzwald im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild

Münstertal/Schwarzwald ist eine Gemeinde im Schwarzwald und liegt etwa 20 km südlich von Freiburg im Breisgau.

Geographie[Bearbeiten]

Das Münstertal erstreckt sich von Staufen im Breisgau hinauf in den Schwarzwald. Es teilt sich in mehrere Seitentäler und erstreckt sich so in Richtung Belchen, über den Ortsteil Stohren in Richtung des Freiburger Hausberges Schauinsland und über die Münsterhalde in Richtung Badenweiler. Die Höhenlage von Münstertal erstreckt sich von 380 m bis 1414 m [2] auf dem Belchengipfel und weist damit einen Höhenunterschied von 1060 Meter auf.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Blick vom Belchen auf Kaltwasser

Münstertal/Schwarzwald besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Obermünstertal und Untermünstertal mit insgesamt 65 Dörfern, Weilern, Zinken, Höfen und Häusern.

Im Gemeindeteil Untermünstertal liegen die zwischen 1949 und 1950 aufgegangenen Orte Breitmatt, Diezelbach, Hasengrund, Laisacker(hof), Landensberg, Langenbach, Lehengasse, Limberg, Rammelsbach, Sägerstraße (Sägegasse), Sirnitz, Sirnitzgrund, Wildsbach und die 1960 aufgegangenen Orte Fischmatte, Gufenbach, Hinterer Rotenbuck, (Außen) Hof, (Mitte) Hof, (Oben) Hof, Kaltwasser, Mulden, Münster (linke Straßenseite), Münster (rechte Straßenseite), Neuhäuser (linke Straßenseite), Neuhäuser (rechte Straßenseite), Prestenberg-Lehn, Süßenbrunn, Vorderer Rotenbuck, Wasen (Oben), Wasen (Unten) und Ziegelplatz.[3]

Wappen der Gemeindeteile[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Münster wurde bereits 1258 erwähnt und gab dem Tal seinen Namen. Im Jahr 1346 wurde es durch die Grafen von Freiburg zerstört.[4]

Am 1. Dezember 1971 schlossen sich die selbstständigen Gemeinden Obermünstertal und Untermünstertal zur Gemeinde Münstertal/Schwarzwald zusammen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2009[5]
Wbt.: 65,4 % (2004: 63,3 %)
 %
50
40
30
20
10
0
42,9 %
34,9 %
22,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,4 %p
+1,9 %p
-4,2 %p

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgender Verteilung der 14 Sitze im Gemeinderat:

CDU 42,9 % 6 Sitze (±0)
SPD 34,9 % 5 Sitze (+1)
FWG 22,2 % 3 Sitze (–1)

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1991–2007: Peter Jehle (CDU)
  • seit 2007: Rüdiger Ahlers (SPD)

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Münstertal unterhält eine Partnerschaft mit Rittersgrün im Erzgebirge.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Das Münstertal ist eine ländlich strukturierte Gemeinde. Der Tourismus wird von dem im Jahre 1935 gegründeten Verkehrsverein betreut.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Münstertalbahn im Bahnhof Münstertal

Münstertal ist durch die Münstertalbahn nach Bad Krozingen an das überregionale Schienennetz angebunden. Die Bahn wird von der Südwestdeutschen Verkehrs-AG betrieben. Die Elektrifizierung der Strecke ist abgeschlossen und am 21. September 2013 ist der Elektrozug-Betrieb offiziell aufgenommen worden.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kloster St. Trudpert
Bienenkundemuseum Münstertal

Museen[Bearbeiten]

  • Im Schwarzwaldhaus 1902 (ehemals: der Kaltwasserhof), in dem die gleichnamige ARD-Serie gedreht wurde, die 2003 den Adolf-Grimme-Preis bekam, befindet sich ein Museum, das sowohl über die Fernsehproduktion als auch über das Leben auf dem Bergbauernhof berichtet.
  • Das Bienenkundemuseum ist weit über die Grenzen Badens hinaus bekannt und berichtet über das Zusammenleben des Menschen mit den Bienen von den Anfängen in der Steinzeit bis in die Gegenwart. Es ist das größte seiner Art in Europa.
  • Das Besucherbergwerk Teufelsgrund berichtet von der Bergbautradition des Schwarzwalds. Im Mittelalter wurde hier Silber abgebaut, was der damaligen Stadt Münster großen Reichtum bescherte. Bis 1958 wurde Fluss- und Schwerspat abgebaut. In den vorangegangenen Jahrhunderten wurden überwiegend Bleierze gewonnen, die zum Teil vorort im Münstertal weiterverarbeitet wurden. Das Bergwerk verfügt heute über einen Asthma-Therapie-Stollen, in dem Atemwegserkrankungen sowie Hautleiden behandelt werden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Das Benediktinerkloster St. Trudpert wurde im 9. Jahrhundert gegründet. Das Kloster war lange Zeit Mittelpunkt des Ortes und Ausgang der Christianisierung des südlichen Schwarzwaldes. Heute befindet sich hier das Mutterhaus der Schwestern vom Hl. Josef.

Im Ortsteil Obermünstertal findet sich zudem die Ruine der Burg Scharfenstein.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • André Bechtold: Die Bergstadt Münster und die habsburgische Herrschaftsbildung am Oberrhein im 14. und 15. Jahrhundert, In: Das Markgräflerland, Band 2/2003, Schopfheim 2003, S. 81–91

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.schwarzwald-geniessen.de/de/orte/M%FCnstertal
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 167–169
  4. Bernd Ottnad: Die politische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart in: Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (Hrsg.): Breisgau-Hochschwarzwald. Land vom Rhein über den Schwarzwald zur Baar, Karl Schillinger, Freiburg im Breisgau 1980, ISBN 3-921340-44-6, S. 125
  5. http://www.statistik.baden-wuerttemberg.de/Wahlen/Kommunalwahlen_2009/GTabelle.asp?G=GE315130
  6. Staufen: Fotos: Eröffnung der elektrifizierten Münstertalbahn - Fotogalerien - badische-zeitung.de. Abgerufen am 22. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münstertal/Schwarzwald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien