Münzkirchen

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Münzkirchen
Wappen von Münzkirchen
Münzkirchen (Österreich)
Münzkirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 21,07 km²
Koordinaten: 48° 29′ N, 13° 34′ O48.48444722222213.56995486Koordinaten: 48° 29′ 4″ N, 13° 34′ 12″ O
Höhe: 486 m ü. A.
Einwohner: 2.545 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 121 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4792
Vorwahl: 07716
Gemeindekennziffer: 4 14 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schärdinger Straße 1
4792 Münzkirchen
Website: www.muenzkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Schopf (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
11 ÖVP, 8 SPÖ, 6 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Münzkirchen im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell an der Donau Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Münzkirchen im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Münzkirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Schärding im Innviertel mit 2545 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding. Im Volksmund wird Münzkirchen gerne als „die Hauptstadt des Sauwalds“ bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten]

Münzkirchen liegt auf 486 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,3 km, von West nach Ost 7,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 21,03 km². 25,6 % der Fläche sind bewaldet, 65,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Katastralgemeinden[Bearbeiten]

Eisenbirn, Freundorf, Hofalt, Landertsberg, Münzkirchen, Schießdorf

Ortschaften[Bearbeiten]

Eisenbirn, Eitzenberg, Feicht, Ficht, Freundorf, Füxledt, Geibing, Hötzenberg, Landertsberg, Ludham, Prackenberg, Raad, Schießdorf, Wilhelming

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; rechts in Silber ein zugewendeter roter, schwarz gewaffneter, aufgerichteter Wolf; links in Rot drei silberne, wurzellose Nadelbäume, zwei zu eins gestellt. Die Gemeindefarben sind Weiß-Rot.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 1040 ist die Mutterpfarre Mosiliskirchen genannt, seit 1136 findet die Hofmark als noch heute erhaltener historischer Ortskern Erwähnung.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Am 11. Oktober 1959 wurde Münzkirchen zur Marktgemeinde erhoben.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es sind 70 Betriebe mit insgesamt 353 Arbeitsplätzen in Münzkirchen ansässig.

Auch hat Münzkirchen seit 5. Juli 1848 bzw. 26. Jänner 1849 folgende Privilegien:

  • Jahrmarkt: 25. Jänner, Osterdienstag, 2. Juli und 21. September
  • Viehmarkt: 21. September

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Münzkirchen
  • Pfarrkirche Maria Himmelfahrt: 1253 erste urkundliche Erwähnung, der heutige Bau, ein dreischiffiges Langhaus, unterteilt von Pfeilern, stammt aus der Barockzeit. Beim 1. Brand 1719 wurden auch die Turmkuppel, 4 Glocken, die Turmuhr und das Kirchendach ein Raub der Flammen. Es wird angenommen, dass 1720 der Stadtmaurermeister Josef Hertl und der Stadtzimmermeister Andreas Höretzhuber die Meister der Wiederherstellung der Pfarrkirche waren. Im Jahre 1729 wurden das Oratorium aufgerichtet, die Sakristei vergrößert und die Altäre renoviert. 1761 wurde ein neuer, schön hergestellter, gut gefasster Hochaltar aufgestellt und 1766 eine neue Kanzel errichtet. Im Zuge von Renovierungsarbeiten wurden 1961 gotische Fresken im Presbyterium freigelegt.
  • Filial- und Wallfahrtskirche St. Sebastian: Die Filialkirche St.Sebastian wurde 1635 nach überstandener Pest von der Gemeinde erbaut: einschiffig, fünfjochig und stichkappentonnengewölbt mit einer Halbkreisapsis, mit drei Altären und einer Kanzel. 1729 wurde die Kirche erweitert. In der Kirche sind der Hochaltar mit schönen Statuen von 1635-1640, das Tabernakel und die Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie ein gotisches Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert zu bewundern.

Seit der Verlegung des Friedhofes im Jahre 1973 ist die Kirche auch Friedhofskirche, sie wird aber auch als Hochzeitskirche verwendet.

Politik[Bearbeiten]

  • Bürgermeister ist Helmut Schopf von der SPÖ.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2522 Einwohner, 2001 dann 2580 Einwohner.

Vereine[Bearbeiten]

  • Sportvereine: ÖTB Turnverein Münzkirchen 1881, FC Münzkirchen, Badmintonclub Münzkirchen, Sportunion Münzkirchen
  • Feuerwehren: FF Münzkirchen, FF Schiessdorf, FF Kaltenmarkt, FF Eisenbirn, FF Reikersham
  • Kulturvereine: INNFILM (Innviertler Film und Musikclub), Volkstanzgruppe Münzkirchen, Briefmarkensammlerverein Münzkirchen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt:

  • Maria Mandl, Oberaufseherin im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Münzkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien