Mürlenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mürlenbach
Mürlenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mürlenbach hervorgehoben
50.1502777777786.6005555555556323Koordinaten: 50° 9′ N, 6° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Gerolstein
Höhe: 323 m ü. NHN
Fläche: 21,64 km²
Einwohner: 571 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54570
Vorwahl: 06594
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 227
Adresse der Verbandsverwaltung: Kyllweg 1
54568 Gerolstein
Webpräsenz: www.muerlenbach.de
Ortsbürgermeister: Christoph Hacken (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Mürlenbach im Landkreis Vulkaneifel
Scheid Hallschlag Ormont Kerschenbach Reuth Stadtkyll Jünkerath Schüller Gönnersdorf Esch Feusdorf Lissendorf Birgel Steffeln Wiesbaum Berndorf Hillesheim (Eifel) Oberbettingen Basberg Kerpen (Eifel) Üxheim Nohn Oberehe-Stroheich Walsdorf Dohm-Lammersdorf Duppach Kalenborn-Scheuern Rockeskyll Pelm Berlingen Hohenfels-Essingen Gerolstein Neroth Birresborn Kopp (Vulkaneifel) Mürlenbach Densborn Salm Dreis-Brück Betteldorf Daun Dockweiler Hinterweiler Kirchweiler Kradenbach Nerdlen Sarmersbach Gefell Hörscheid Darscheid Utzerath Schönbach Steiningen Steineberg Demerath Winkel (Eifel) Immerath Strotzbüsch Mückeln Strohn Gillenfeld Ellscheid Saxler Udler Mehren Schalkenmehren Üdersdorf Brockscheid Bleckhausen Oberstadtfeld Wallenborn Niederstadtfeld Weidenbach Schutz Meisburg Deudesfeld Borler Bongard Boxberg Neichen Beinhausen Katzwinkel Hörschhausen Berenbach Kötterichen Höchstberg Kaperich Lirstal Oberelz Arbach Retterath Uersfeld Mannebach Bereborn Kolverath Sassen Gunderath Horperath Ueß Mosbruch Kelberg Gelenberg Bodenbach Reimerath Welcherath Brücktal Kirsbach Drees Nitz Landkreis Mayen-Koblenz Landkreis Cochem-Zell Landkreis Bernkastel-Wittlich Eifelkreis Bitburg-Prüm Nordrhein-Westfalen Landkreis Ahrweiler BelgienKarte
Über dieses Bild

Mürlenbach in der Vulkaneifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an. Mürlenbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Mürlenbach liegt im Naturpark Vulkaneifel sowie teilweise im Landschaftsschutzgebiet „Gerolstein und Umgebung“.

Zu Mürlenbach gehören auch die Wohnplätze Etzenberg, Grindelborn, Hanert, Hardt, Haus Hersbach, Im Kreuzchen, Steinich und Weißenseifen.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bertradaburg gilt als einer der möglichen Geburtsorte von Karl dem Großen, was sich aber nicht belegen lässt. Die Existenz der Burg ist erst seit dem 13. Jahrhundert urkundlich nachgewiesen (vergleiche das Mittelrheinische Urkundenbuch), es sprechen jedoch archäologische Befunde für Vorgängerbauten der heute noch bestehenden eindrucksvollen Burganlage undatierten Alters.

In und um Mürlenbach wurden eine Reihe römischer mittelalterlicher Überreste (kleinere Tempelanlagen, Münzhorte) festgestellt, die im Archiv des Rheinischen Landesmuseums Trier dokumentiert sind. Für eine Bedeutung in Spätantike und Frühmittelalter spricht die günstige Lage in der Nähe der alten Römerstraße von Trier nach Köln an der Abzweigung eines Seitenweges derselben in östlicher Richtung. Diese Straßen wurden aller Wahrscheinlichkeit nach noch bis mindestens ins Hohe Mittelalter hinein genutzt.

Ob Mürlenbach bereits im Frühen Mittelalter zur Abtei Prüm gehörte und damit in eine mittelbare Nähe zum karolingischen Königtum zu setzen wäre, ist ebenfalls kaum nachweisbar. Im Hohen Mittelalter jedenfalls gehörten Ort und Burg zur Abtei Prüm. Die Burg war dabei sowohl als Grenzbefestigung wie auch als Rückzugsort des Prümer Klosters von Bedeutung.

Mit Anschließung der Abtei an das Trierer Kurfürstentum verlor die Burg seit dem 16. Jahrhundert stark an Bedeutung, obwohl sie zunächst noch ausgebaut und mit Artilleriebastionen versehen wurde. Nach der Säkularisation des Kurfürstentums nach den französischen Revolutionskriegen wurde die zu diesem Zeitpunkt schon teilweise verfallene Burganlage zur Nutzung als Steinbruch veräußert.

Ein Feuer richtete am 21. April 1824 schwere Verwüstungen an. 24 Häuser, 25 Scheunen und Stallungen und die Kirche wurden zerstört bzw. beschädigt.

Sowohl Kirchengemeinde als auch Ortsgemeinde stellten bis ins 20. Jahrhundert ein regionales Zentrum dar.

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wurde Mürlenbach zusammen mit 14 weiteren Gemeinden am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mürlenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 466
1835 647
1871 747
1905 824
1939 887
Jahr Einwohner
1950 931
1961 762
1970 812
1987 694
2005 612

Religion[Bearbeiten]

Die meisten der Einwohner Mürlenbachs sind Christen, davon wiederum der überwiegende Teil römisch-katholische. Es existiert im Ort eine katholische Kirche, die St. Luzia Kirche.

Luziakirche
Bertradaburg

Neben Christen lebten seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis Ende der 1930er Jahre auch Juden in Mürlenbach. Hier deren Zahl anhand der Volkszählungen: 12 (1885), 8 (1895), 9 (1905), 4 (1930).

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mürlenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bei den vorhergehenden Wahlen fanden personalisierte Verhältniswahlen statt.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl CDU FWG Gesamt
2004 per Mehrheitswahl 12 Sitze
2009 8 4 12 Sitze
2004 9 3 12 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Grün eine erhöhte, eingebogene, silberne Spitze, darin ein rotes Torhaus mit zwei Türmen, einen blauen Wellenschildfuß teilweise überdeckend. Vorne ein silbernes Lamm mit Fahne, darin ein rotes Kreuz, hinten ein links gewendeter silberner Dolch“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Mürlenbach liegt an der Eifelstrecke (KölnEuskirchen–Gerolstein–Trier), auf der im Schienenpersonennahverkehr die Eifelbahn (RB 83) Gerolstein–Trier verkehrt.

Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Mürlenbach entwickelt und produziert die Firma Feluwa Pumpen GmbH seit 1960 Prozesspumpen und Abwasserhebeanlagen, u. a. stammt die komplette Pumpenanlage für den Berlin Lehrter Stadtbahnhof und die Umweltpumpentechnik der Spangdahlem Air Base von Feluwa.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mürlenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 72 (PDF; 2,3 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 160, 161 (PDF; 2,1 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen