Mütze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Mütze als Kopfbedeckung, weitere Bedeutungen siehe Mütze (Begriffsklärung).
Schirmmütze der deutschen Bundeswehr (Heer)
Feldmütze des Bundesgrenzschutz
Schiebermütze
Zwei Pudelmützen und eine Chullo
Prinz-Heinrich-Mütze
Pelzmütze (Blaufuchsfell)
Bischofsmütze
Wasserball-/UWR-Kappe

Eine Mütze, seltener Kappe (bestimmte Arten in Süddeutschland und Österreich werden meist Haube genannt), ist eine weiche Kopfbedeckung, die aus Stoff, Wolle, Leder oder Fell bestehen kann. Sie wird zum Schutz vor Kälte, Wind und Wetter oder aus modischen, religiösen, sozialen oder beruflichen Gründen getragen. Im Gegensatz zum Hut besitzt eine Mütze keine umlaufende Krempe.

Die Mütze kann bestimmte Formen annehmen, z. B. zur Spitze hin zulaufen oder den Kopf fest umschließen. Außerdem kann sie auch mit einem Schirm, einem Nackenschutz und/oder Ohrenschützern versehen sein. Die Frisur wird durch das Tragen einer Mütze teilweise oder ganz verdeckt.

Wortherkunft und regionale Synonyme[Bearbeiten]

Im Arabischen bezeichnet al-musta-kah einen Pelzmantel mit langen Ärmeln. Daraus entstand das mittellateinische Wort almutia, womit ein Kapuzenmantel der Mönche gemeint war. Im Mittelhochdeutschen engte sich die Bezeichnung almuz immer mehr auf die Kapuze ein und wurde schließlich zu Mütze verkürzt. Im österreichischen Raum war im 15. und 16. Jahrhundert mutz, muzen oder mizli die Bezeichnung für eine Reihe von weichen, eng anliegenden Kopfbedeckungen oder sehr kurzen Kleidungsstücken, die Kopf und Schultern bedeckten.[1]

Bei der Kappe handelte es sich ursprünglich ebenfalls um einen Mantel, die capa oder cappa, die besonders in Spanien oft mit einer Kapuze versehen war. Bereits um 1400 ging die Bezeichnung ebenfalls auf die Kapuze über. Außer als Bezeichnung für bestimmte Teile der liturgischen Kleidung oder von Amtstrachten ist die Bezeichnung Kappe für einen Umhang heute geschwunden.[2]

In Süddeutschland und Österreich werden, neben der gemeindeutschen Haube, „Kopfbedeckungen aus Wolle oder anderen weichen Materialien, die eng am Kopf anliegen“, als Haube bezeichnet oder verniedlichend als Hauberl. In Westösterreich werden diese Kopfbedeckungen auch Kappe genannt, in der Schweiz ebenso, dort zusätzlich zu Mütze.[3]

Liste[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

Beruf und Tätigkeit[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mützen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ingrid Loschek: Reclams Mode- und Kostümlexikon, Artikel „Mütze“, 5., erw. Aufl., Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3.
  2. Ingrid Loschek: Reclams Mode- und Kostümlexikon, Artikel „Kappe“, 5., erw. Aufl., Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3.
  3. Ulrich Ammon, Rhea Kyvelos, Regula Nyffenegger (Hrsg.): Variantenwörterbuch des Deutschen: Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol, Walter de Gruyter, 2004, ISBN 3-11-016574-0, S. 334, „Haube“ (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)