M.M.Warburg & CO
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| M.M.Warburg & CO | |
|---|---|
| Rechtsform | Privatbank, Kommanditgesellschaft auf Aktien |
| Bankleitzahl | 201 201 00 |
| Gründung | 1798 |
| Unternehmenssitz | Hamburg, Deutschland |
| Unternehmensleitung |
|
| Bilanzsumme | 4,3 Mrd. Euro (Bank, 2007), 8,7 Mrd. Euro (Bankengruppe 2007) |
| Mitarbeiter | 427 (2007) |
| Website | www.mmwarburg.com |
Die M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg ist mit einer Bilanzsumme von 4,3 Milliarden Euro eine der großen unabhängigen Privatbanken Deutschlands.
Am Kapital der Bank sind ausschließlich Privatpersonen beteiligt und die Führung des Hauses liegt in den Händen der Mitinhaber. Die seit über 200 Jahren bewahrte Unabhängigkeit von institutionellen Einflüssen ermöglicht es, Entscheidungen frei von Interessenkonflikten zu treffen. Die ältesten Kundenbeziehungen reichen bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Bankhaus wurde 1798 von den Brüdern Marcus Moses Warburg und Gerson Warburg gegründet. Das Hauptgeschäft in der Anfangszeit war der Handel mit Devisen und Wechseln. Weil sie Juden waren, mussten die Warburgs Deutschland in den 1930er-Jahren verlassen. Der loyale Generalbevollmächtigte Rudolf Brinckmann und der Geschäftsfreund Paul Wirtz übernahmen 1938 von Max Warburg die Bank. Die stille Beteiligung, welche die Familie Warburg weiterhin an der Bank hielt, wurde bei Kriegsausbruch beschlagnahmt. Das Bankhaus musste in Brinckmann, Wirtz & Co. umfirmieren. 1946 kehrte Eric M. Warburg aus den Vereinigten Staaten zurück nach Deutschland. Die Familie Warburg erhielt ihr Eigentum an der Bank zurück. 1956 trat Eric Warburg wieder als Mitinhaber ein. Seit 1969 hieß die Bank M.M. Warburg-Brinckmann, Wirtz & Co. und 1991 nahm sie wieder ihren ursprünglichen Namen an.
[Bearbeiten] Jüngste Vergangenheit
Die Bank ist in den letzten Jahren durch die Akquisition deutscher Privatbanken, Marcard, Stein & Co in Hamburg, Bankhaus Carl F. Plump & Co. in Bremen, Bankhaus Hallbaum in Hannover und zuletzt 2003 die Berliner Privatbank Löbbecke gewachsen. Hinzu kommen die ausländischen Töchter M.M. Warburg Bank (Schweiz) AG, Warburg Alternative Investments AG und M.M. Warburg & CO Luxembourg S.A., sowie die Immobilientocher HIH Hamburgische Immobilien Handlung und mehrere Kapitalanlagegesellschaften. Ende 2006 erfolgte die Übernahme der Degussa Bank von der ING-DiBa.
[Bearbeiten] Kerngeschäft
Die Kerngeschäftsfelder des Hauses sind heute Private Banking, Asset-Management und Investment Banking. Zielkunden der Bank sind vermögende Privatkunden, institutionelle Kapitalanleger und Firmenkunden. Marcard, Stein & Co stellt sehr vermögenden Privatkunden über das Family Office eine umfassende Betreuung zur Verfügung. Das verwaltete Vermögen der Gruppe stieg 2005 um 25 % auf ca. 25 Mrd. Euro.
Im Ausland ist M.M.Warburg & CO an verschiedenen Standorten u. a. in Luxemburg und der Schweiz präsent. Die Kerngeschäftsfelder der Luxemburger Tochterbank sind die Administration fremdverwalteter Investmentfonds, die Betreuung institutioneller Kunden und freier Vermögensverwalter, das Privatkundengeschäft sowie das Asset Management. Die umfassende Betreuung vermögender Privatkunden bildet den Schwerpunkt der Tätigkeit in der Schweiz. Kapitalanlagegesellschaften sind in Hamburg, Frankfurt und Luxemburg ansässig.
[Bearbeiten] Hauptsitz, Private Banking und Berliner Repräsentanz
Seit 1867 befindet sich der Hauptsitz in der Ferdinandstraße 75 in Hamburg. Gestalter war der Hamburger Architekt Martin Haller. Zudem ist die Bank neben ihren Töchtern mit dem Private Banking in Köln und Frankfurt am Main aktiv. Seit Januar 2007 hat die Bank ihre neue Hauptstadtrepräsentanz im Behren-Palais in Berlin-Mitte. M.M.Warburg & CO hatte bereits 1926 ein „Berliner Kontor“ als Kontaktstelle zur Geschäftswelt und zum politischen Geschehen in der Hauptstadt eingerichtet. Das Gebäude an der Behrenstraße 36 ist Teil des Operncarrées und wurde kürzlich denkmalgerecht rekonstruiert. Im einstigen Stammhaus der Dresdner Bank und späteren Domizil der Staatsbank der DDR befindet sich außerdem der Hauptsitz des Bankhauses Löbbecke.
[Bearbeiten] Warburg Verbund
Zum Warburg Verbund gehören die bei der Vigor Beteiligungsgesellschaft zusammengefassten Unternehmen. Diese steht der M.M.Warburg & CO Gruppe KGaA und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften aufgrund ihrer Gesellschafterstruktur nahe, ohne mit diesen einen Konzern zu bilden. Im gesamten Warburg Verbund arbeiten rund 1700 Mitarbeiter.
[Bearbeiten] Firmierung und Schreibweise
Seit 1991 hat die Bank wieder ihren ursprünglichen Namen "M.M.Warburg & CO" angenommen. Die Schreibweise erfolgt dabei ohne Leerschritte zwischen den Bestandteilen vor dem Et-Zeichen und mit zwei Versalien beim Bestandteil nach dem Et-Zeichen. Die ausführliche Firmierung lautet "M.M.Warburg & CO Kommanditgesellschaft auf Aktien".
[Bearbeiten] Literatur
- E. Rosenbaum, A. J. Sherman: Das Bankhaus M. M. Warburg & Co. 1798- 1938. Hamburg, Christians, 1976
- Eckart Kleßmann: M. M. Warburg & Co 1798–1998. Die Geschichte eines Bankhauses, Hamburg 1998
- Ron Chernow: The Warburgs. The Twentieth Century Odyssey of a Remarkable Jewish family, New York, Random House 1993
[Bearbeiten] Weblinks
- M.M.Warburg & CO
- Geschäftsbericht 2007 (PDF-Datei; 724 kB)
- Bankleitzahl (BLZ) und Bank Identifier Code (BIC) des Kreditinstitutes M.M.Warburg & CO in der Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank
Joh. Berenberg, Gossler & Co. (1590) | Hamburger Bank (1619) | Parish & Co. (1761) | Hesse Newman & Co. (1777) | Heckscher & Co. (1797) | M. M. Warburg & Co. (1798) | Conrad Hinrich Donner (1798) in Altona | H. J. Merck & Co. (1799) | L. Behrens & Söhne (1806) | Lutteroth & Co. (1815) | H.A. Jonas Söhne & Co. (1826) | Hamburger Sparcasse von 1827 (1827) | Münchmeyer & Co. (1846) | Schröder Gebr. & Co. (1846) | Vereinsbank (1856) | Norddeutsche Bank AG (1856) | Hamburger Bank von 1861 (1861) | Neue Sparcasse von 1864 (1864) | Commerz- und Disconto-Bank AG (1870) | Hypothekenbank in Hamburg (1871)

