M. Scott Peck

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Morgan Scott Peck (* 22. Mai 1936 in New York City; † 25. September 2005 in Connecticut) war ein US-amerikanischer Psychiater, Psychotherapeut und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Peck studierte an der Harvard University. 1958 bis 1963 wurde er an der „Case Western Reserve University School of Medicine“ promoviert. 1963 bis 1972 war er zunächst als Psychologe bei der US Army, anschließend als Psychiater selbstständig. 1978 veröffentlichte er sein erstes Buch The Road Less Traveled (deutsch „Der weniger begangene Weg“, veröffentlicht als Der wunderbare Weg, 1986), das ein Welterfolg wurde. Das Buch wurde allein in Nordamerika sechs Millionen Mal verkauft, in 20 Sprachen übersetzt und erschien 258 mal in der Bestseller-Liste der New York Times.

1984 wurde Peck mit dem „Kaleidoscope Award for Peacemaking“ ausgezeichnet, 1994 mit dem „Temple International Peace Prize“ und 1996 mit der „The Learning, Faith and Freedom Medal“ der Georgetown University.

Peck starb an Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs in seinem Haus in Connecticut. Peck war zweimal verheiratet. Mit seiner ersten Frau Lily Ho hatte er drei Kinder. Wohl aufgrund seiner Untreue ließ sich Lily 2003 von ihm scheiden. 2004 heiratete er Kathleen Kline Yates Peck.[1]

Werk[Bearbeiten]

Nach seinem 1978 veröffentlichten Erstlingswerk The Road Less Traveled folgten weitere Bücher wie People of the Lie: The Hope For Healing Human Evil, Meditations From the Road und Further Along the Road Less Traveled. Eine weitere wichtige Veröffentlichung ist das Buch „The different drum“, erschienen 2007 in deutscher Sprache.

Im Buch The Different Drum: Community Making and Peace (1988; deutsch: Gemeinschaftsbildung: Der Weg zu authentischer Gemeinschaft, 2007) beschreibt er vier Entwicklungsphasen, durch die jede Gruppe gehen muss, wenn sie arbeitsfähig werden will: Pseudogemeinschaft, Chaos, Leere und Authentizität. Mit diesem Buch legte Peck die theoretische Grundlage für seine gemeinschaftsbildende Arbeit. Mit der Gründung der Stiftung „FCE - Foundation for Community Encouragment“ 1984 versuchte er seine Erkenntnisse praktisch umzusetzen. Dabei wurde vor allem auf die Umsetzung in Unternehmen gesetzt. Der Ansatz erfreute sich in dieser Zeit hoher Beliebtheit. Heute wird er in Unternehmen nicht mehr angewendet, findet jedoch bei Lebensgemeinschaften Interesse.[2] So ist der „WIR-Prozess“ die „momentane gemeinschaftsbildende Methode“ der Gemeinschaft Tempelhof in Kreßberg.[3] Viele Stellen des auf christlicher Grundlage stehenden und von anderen Religionen inspirierten Werkes gelten als esoterisch. Erzählungen und Beispiele stammen – neben eigener Erfahrung – oft aus diesen Bereichen. Peck wendet sich jedoch ausdrücklich genauso an Atheisten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christopher Reed: M Scott Peck: Pop psychiatrist who ignored his bestselling advice on adultery. In: The Guardian. 5. Oktober 2005. Abgerufen am 1. September 2011.
  2. Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck – Workshoptermine und regelmäßige Gruppen, abgerufen am 23. Oktober 2013.
  3. Website der Gemeinschaft Tempelhof, abgerufen am 23. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten]