M120 (Mörser)

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M120 (Mörser)


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: M120
Entwickler/Hersteller: Soltam Systems (Israel)
Produktionszeit: 1991 bis -
Waffenkategorie: schwerer Mörser
Mannschaft: 5
Technische Daten
Rohrlänge: 1726 mm
Kaliber:

120 mm

Kadenz: bis zu 15 Schuss/min

Der M120 ist ein schwerer, in Israel entwickelter Mörser, der von der United States Army und der Bundeswehr eingesetzt wird. Er wird z.B. auch von den Streitkräften Ägyptens, Marokkos und Taiwans verwendet.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Mörser wurde als Soltam K6 von dem israelischen Firma Soltam Systems entwickelt und 1991 als M120 bei der United States Army eingeführt. Die auf dem M113 Chassis (M1064) oder dem Stryker Armored Vehicle (M1129) beweglich gemachten Mörser werden als M121 bezeichnet.

Technik[Bearbeiten]

Den M120 Mörser gibt es in zwei verschieden Variationen:

  • den M120 Tampella
  • und den M120 "R".

Beide Abwandlungen bestehen im Grundsätzlichen aus den gleichen Komponenten:

Nutzung bei der Bundeswehr[Bearbeiten]

Der M120 wird bei der Bundeswehr zur Feuerunterstützung genutzt. Dabei hat sich der Mörser besonders durch seine minimale Schussweite von 200 m ausgezeichnet, wodurch dieser selbst sehr nahe an Kampfgebieten einsetzbar ist. Des Weiteren kann der Mörser sowohl als Geschütz auf einem Wolf gl, aber auch auf dem M113 Panzermörser 120 mm eingesetzt werden. [1]

Mörsermunition[Bearbeiten]

Mörserpatronen des M120 mit vier Teilladungsringen v.l.n.r Nebel, Annäherungszünder, Sprengpatrone

Der 120-mm-Mörser ist in der Lage, folgende Munition zu verschießen (Dabei verfügt jede Patrone, außer der Sprengpatrone mit Annäherungszünder (AZ), über einen so genannten Vorstecker zur Sicherung. Die Sicherung der AZ besteht aus einer Kunststoffkappe, die den Bahngipfelsensor abdeckt. Beide müssen vor dem Verschuss entfernt werden):

  • HE-Munition (Sprengpatrone) mit Aufschlagzünder; wird zur Bekämpfung weicher Ziele und Befestigungsanlagen eingesetzt. Der tödliche Splitterradius beträgt etwa 50 m. Der Zünder der HE-Mörsergranate kann sowohl mit als auch ohne Verzögerung verwendet werden. Befestigungen werden mit Hilfe der einstellbaren Verzögerung der Zündung erschüttert und zum Einsturz gebracht.
  • HE-Munition mit Annäherungszünder; wird zur Bekämpfung verschanzter Infanteriekräfte eingesetzt. Die Explosion erfolgt mehrere Meter über dem Boden, so dass ein Streukegel entsteht, der von oben in Schützengräben eindringt. Bei einem Feuerkommando werden in der Regel Spreng- und Annäherungszünder im direkten Wechsel verschossen.
  • Leuchtmunition; besitzt einen Leuchtradius von einem Kilometer und kann gezielt zum Entfachen von Bränden genutzt werden. Der Einsatz von Leuchtmitteln hat wegen des Einsatzes von Nachtsichtgeräten und der Gefahr der eigenen Entdeckung abgenommen.
  • Nebelmunition; wird in der Regel nicht verwendet, da IR-Nachtsichtgeräte nicht durch den Nebel gestört werden und der Nebel krebserregend ist. Inzwischen gibt es aber eine verbesserte Variante des Nebels, der weder gesundheitsschädlich noch IR-durchlässig ist.
  • Übungsmunition (blau) mit Aufschlagzünder. Statt des Sprengsatzes befindet sich in der Patrone Gips.

Eine Übersicht der Munition befindet sich in der Liste von Bundeswehrmunition

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9jNTUIr2S1OSMvMxsvYzEvJTyxLS01Dy93PzUouLUIkMjA_2CbEdFABRgkqI!/