M18 Hellcat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
M18 Hellcat
M18-Hellcat-fires-Italy.jpg
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze, Funker)
Länge 6,65 m (mit Kanone)
Breite 2,87 m
Höhe 2,58 m (Turm Oberseite)
Masse 16,11 Tonnen (leer)
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 6,35–25,4 mm
Hauptbewaffnung 76-mm-Kanone M1A1, M1A1C oder M1A2 L/55
Sekundärbewaffnung 12,7-mm-Maschinengewehr Browning M2
Beweglichkeit
Antrieb Continental R-975-C4, luftgekühlter 9-Zylinder-Sternmotor
400 PS
Federung Drehstab
Höchstgeschwindigkeit 88 km/h
Leistung/Gewicht 24,8 PS/Tonne
Reichweite 168 km

Der M18 Hellcat war ein US-amerikanischer Jagdpanzer, der im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Jagdpanzern des Zweiten Weltkriegs, die in der Regel auf veralteten Fahrgestellen von Kampfpanzern basierten, war der M18 auf einem nur für diesen Panzer entwickelten gebaut worden und der erste amerikanische Panzer, der eine Drehstabfederung besaß.

Mit seinen Gewicht von nur 17 Tonnen war er für die letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges ein sehr leichter Panzer. Das geringe Gewicht ging auf seine schwache Panzerung von 12,7 mm bis 25,4 mm zurück, die lediglich vor Handfeuerwaffen effektiven Schutz bot. Der Panzerturm war zudem oben offen und bot eine gute Sicht, aber wiederum schlechten Schutz für die Besatzung. Andererseits war der Hellcat mit seiner maximalen Geschwindigkeit von über 80 km/h auch einer der schnellsten Panzer des Zweiten Weltkrieges, wodurch er schnell und wendig genug war, gegnerische Panzer wie die deutschen Tiger und Panther mit Leichtigkeit auszumanövrieren, wenn deren Position erst bekannt war, was seine Beschussempfindlichkeit oftmals ausglich und ihm einen enormen Vorteil verschaffte. Dies war andererseits auch dem Umstand geschuldet, dass seine 76-mm-Kanone nicht in der Lage war, die Panzerung dieser deutschen Panzer frontal zu durchschlagen. Der M18 Hellcat konnte sie nur durch Treffer in die Seiten oder das Heck zerstören. Die Besatzungen wurden in dieser Taktik des Ausmanövrierens mit comic-artigen Filmen und Illustrationen geschult, in denen von „Hit and Run“ oder auch „Shoot and Scoot“ die Rede war. Der M18 bewährte sich in dieser Rolle des Panzerjägers trotz seiner Schwächen – wie der mangelnden Panzerung oder dem fehlenden Schutz vor Regen und Kälte – sehr gut und war bei seinen Besatzungen wegen des Fahrkomforts im Gelände und seiner Geschwindigkeit dennoch beliebt, vor allem da es mit damaligen Zielvorrichtungen nur unter besten Umständen möglich war, einen Hellcat in voller Fahrt durch Beschuss zu zerstören.

Die Produktion lief im Juli 1943 an, im Oktober 1944 liefen die letzten von insgesamt 2507 Hellcat vom Band. Die Produktion eines Exemplars kostete damals etwa 57.500 US-Dollar (unter Berücksichtigung der Inflation entspricht das einem heutigen Wert von rund 784.000 US-Dollar).

Nach dem Krieg wurde der Hellcat schnell ausgemustert, da sich die Ansichten über Panzerabwehr in den USA änderten. Die verbliebenen Hellcat wurden an verschiedene Länder in Südamerika (Argentinien, Venezuela) und Europa (Jugoslawien, Griechenland, Niederlande) geliefert. Es existiert Filmmaterial aus den 1990er-Jahren aus dem Jugoslawischen Bürgerkrieg, auf dem noch ein funktionstüchtiger M18 zu sehen ist.

Weitere technische Daten[Bearbeiten]

  • Bodenfreiheit 36 cm
  • Watfähigkeit: 1,22 m
  • Grabenüberschreitfähigkeit: 1,88 m
  • Kletterfähigkeit: 0,91 m
  • Steigfähigkeit: bis zu 60 %
  • Wendekreis: 10,05 m
  • Tankinhalt: 643 l
  • Panzerung:
    • Turmfront: 25,4 mm
    • Turmseiten: 12,7 mm
    • Wanne (vorn/hinten/Seiten): 12,7 mm
    • Decke: 7,9 mm
    • Boden: 6,35 mm
  • Bewaffnung:
    • eine 76-mm-Kanone M1A1, M1A1C oder M1A2 L/55 mit 45 Schuss
      • Höhenrichtbereich: –10 bis +20°
    • ein 12,7-mm-Maschinengewehr M2 Browning auf dem Turmdach mit 840 Schuss

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: M18 Hellcat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien