Malaysia Airlines

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Malaysia Airlines
Logo der Malaysia Airlines
Airbus A330-300 der Malaysia Airlines
IATA-Code: MH
ICAO-Code: MAS
Rufzeichen: MALAYSIAN
Gründung: 1947
Sitz: Kuala Lumpur,
MalaysiaMalaysia Malaysia
Drehkreuz:

Kuala Lumpur

Heimatflughafen: Kuala Lumpur
Leitung: Ahmad Jauhari Yahya (CEO)
Mitarbeiterzahl: 19.000 (2014)
Umsatz: 13.587.610.000[1] RM (3.323.200.000 €)[2] (2010)
Bilanzsumme: 12.432.076.000[1] RM (3.040.590.000 €)[2] (2010)
Fluggastaufkommen: 15,708 Mio. (2010)
Allianz: oneworld[3]
Vielfliegerprogramm: Enrich
Flottenstärke: 94 (+ 17 Bestellungen)
Ziele: National und international
Webseite: malaysiaairlines.com

Malaysia Airlines ist die größte malaysische Fluggesellschaft mit Sitz in Kuala Lumpur und Mitglied in der Luftfahrtallianz oneworld.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Business Class an Bord einer Boeing 777-200ER der Malaysia Airlines

1947 begann Malaysia Airlines als Malayan Airways, wurde aber in Malaysian Airways umbenannt. Nach der Unabhängigkeit Singapurs wurde sie 1966 in Malaysia Singapore Airlines (MSA) umbenannt. MSA betrieb unter anderem einige Flugzeuge des Typs Boeing 707.

1971 wurde Malaysia Singapore Airlines in die beiden Fluggesellschaften Singapore Airlines und Malaysian Airline System (MAS) aufgeteilt. Damit entstanden zwei im asiatischen Raum führende Airlines. Zunächst flog MAS mit neun Fokker F-27 und drei Britten-Norman Islander nur Ziele innerhalb Malaysias an. 1974 wurde erstmals eine Boeing 707 für wöchentliche Flüge von und nach London eingesetzt. Kurze Zeit später folgten als weitere Ziele Amsterdam, Zürich und Frankfurt am Main. 1976 erhielt die Airline die erste DC-10-30; ab 1979 sechs Airbus A300; und 1982 folgten zwei Boeing 747-200, die erstmals Ziele in den USA ansteuerten.

1987 erhielt die Gesellschaft ihren jetzigen Namen; die Abkürzung MAS blieb und das Erscheinungsbild wurde erneuert.

München kam 1992 als neues Ziel in den Linienflugplan und MAS expandierte weiter. 1994 trafen die ersten Airbus A330 als Ersatz für die DC-10 ein und auch die ersten MD-11. 1997 erhielt die Airline die ersten Boeing 777, die die Boeing 747-200 und DC-10-30 auf den Langstreckenflügen ersetzten.

Malaysia Airlines wurde – ähnlich wie andere Fluggesellschaften im asiatischen Raum – stark durch die Asienkrise Ende der 90er-Jahre geschwächt; es kam zu Streckenstilllegungen, Flugzeuge wurden verkauft oder an die Leasinggeber zurückgegeben. Erst Anfang 2000 fing sich die Airline und setzte ihren Expansionskurs fort. Im Jahr 2005 wurde die Airline von Skytrax mit dem „5-Star-Airline Award“ ausgezeichnet und die Economy Class als weltweit Beste eingestuft.

Malaysia Airlines ist Mitglied der IATA und befördert jährlich rund 14 Millionen Passagiere.[4] Sie ist im FTSE Bursa Malaysia KLCI gelistet und hat mehrere Tochtergesellschaften wie zum Beispiel MAS Aerotechnologies, MASkargo Logistics, FlyFirefly oder Malaysian Aerospace Engineering.[5] Der Staat Malaysia ist über einen Staatsfonds mit 70 Prozent an der Gesellschaft beteiligt.[6]

Am 9. August 2011 wurde ein Rahmenvertrag zur Zusammenarbeit mit der Tune Air Sdn Berhad geschlossen, welche Eigentümer der Fluggesellschaften AirAsia und AirAsia X ist. Diese Gesellschaften sind zurzeit der größte Konkurrent von MAS. Danach sollen die Abteilungen Flugzeugeinkauf, Wartung und Schulung von MAS und den Air Asia-Fluggesellschaften stärker miteinander kooperieren, um Kosteneinsparungen zu erzielen.

Seit 2011 fährt das Unternehmen Verluste ein. Im Jahr 2013 betrugen diese 360 Millionen Euro.

Das Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs 370 im März 2014 kostete das Unternehmen das Vertrauen zahlreicher Kunden. Die Buchungszahlen brachen dramatisch ein und der Aktienkurs fiel auf 8 Cent.[7] Durch den Absturz von Malaysia-Airlines-Flug 17 im Juli 2014 drohen dem Unternehmen weitere finanzielle Einbußen.[7] Rund 6000 Stellen werden im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms gestrichen.[8]

Flugziele[Bearbeiten]

Das Hauptdrehkreuz von Malaysia Airlines befindet sich am Flughafen Kuala Lumpur. Weitere Knotenpunkte befinden sich in Penang, Kuching und Kota Kinabalu. Die Fluggesellschaft verbindet beispielsweise Kuala Lumpur mit Los Angeles (über Tokio), Kapstadt, fünf Städten in Australien, und etlichen Zielen in Indien und Südostasien. Das gesamte Streckennetz umfasst über 100 Ziele. In Deutschland wird Frankfurt am Main fünfmal wöchentlich von Kuala Lumpur aus mit einer Boeing 777-200ER angeflogen. Malaysia Airlines war die einzige asiatische Fluggesellschaft, die Buenos Aires anflog, die Verbindungen nach Südamerika und Südafrika wurden aber Anfang 2012 mangels Rentabilität gestrichen.

Die Airbus A380 der Gesellschaft werden von Kuala Lumpur zweimal täglich nach London sowie je einmal täglich nach Paris und Hongkong eingesetzt.

Flotte[Bearbeiten]

Eine Boeing 737-800 der Malaysia Airlines
Ein Airbus A380-800 der Malaysia Airlines in der A380-Sonderlackierung

Mit Stand August 2014 besteht die Flotte der Malaysia Airlines aus 94 Flugzeugen[9] mit einem Durchschnittsalter von 7,2 Jahren[10]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[11][12] Anmerkungen Sitzplätze[13]
(First/Business/Economy)[14]
Airbus A330-200F 04 Frachtflugzeuge der MASkargo -
Airbus A330-300 15 01 283 (-/36/247)
Airbus A380-800 06 494 (8/66/420)
Boeing 737-800 53 16 160 (-/16/144)
Boeing 747-400F 02 Frachtflugzeuge der MASkargo -
Boeing 747-400 01
Boeing 777-200ER 13 282 (-/35/247)
Gesamt 94 17

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Die seit dem 7. März 2014 verschollene Boeing 777-200ER 9M-MRO der Malaysia Airlines
Die am 17. Juli 2014 verunglückte Boeing 777-200ER 9M-MRD der Malaysia Airlines

Trivia[Bearbeiten]

  • An Bord der First Class des Airbus A380 der Malaysia Airlines sind Kleinkinder bis zwei Jahre nicht zugelassen. Dies gilt ebenso im gesamten Oberdeck für alle Kinder unter 12 Jahren.[21]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Malaysia Airlines annual report 2010
  2. a b Wechselkurs vom 31. Dezember 2010
  3. a b Malaysia Airlines auf der "oneworld"-Webseite
  4. About Malaysia Airlines, abgerufen am 3. September 2014.
  5. Malaysia Airlines – Group Structure & Directory (englisch) abgerufen am 2. April 2010
  6. spiegel.de 19. Juli 2014: Nach MH17-Absturz: Malaysia Airlines steht vor dem Aus
  7. a b Nach MH17-Absturz: Malaysia Airlines bangt um Zukunft bei spiegel.de, abgerufen am 21. Juli 2014
  8. Angeschlagene Malaysia Airlines baut rund 6000 Stellen ab bei finanzen.net, abgerufen am 1. September 2014
  9. Malaysia Airlines. ch-aviation.ch, abgerufen am 3. August 2014 (englisch).
  10. Fleet age Malaysia Airlines. airfleets.net, abgerufen am 3. August 2014 (englisch).
  11. Orders, Deliveries, Operators. Airbus, 30. Juni 2013, abgerufen am 19. Juli 2013 (englisch).
  12. Customer Summary. Boeing, 31. Mai 2013, abgerufen am 19. Juli 2013 (englisch).
  13. Malaysia Airlines – Sitzpläne (PDF)
  14. airlineroute.net - Malaysia Airlines Revises A380 Operation to London due July 2012 & Configuration Change (englisch) 5. Januar 2012
  15. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network
  16. Malaysia Airlines Maschine stürzt ins Meer - Reuters abgerufen am 8. März 2014
  17. Search for MH370 to be most expensive in aviation history. Reuters, 7. April 2014, abgerufen am 7. April 2014.
  18. Preliminary report; Crash involving Malaysia Airlines Boeing 777-200 flight MH17; Hrabove, Ukraine – 17 July 2014 auf onderzoeksraad.nl, 9. September 2014, abgerufen am 9. September 2014 (PDF).
  19. MH-17-Ermittler: Ein Angriff vom Boden aus das „wahrscheinlichste Szenario“ auf faz.net, 12. September 2014, abgerufen am 12. September 2014.
  20. MH17-Abschuss: Experten sehen Beweise für Raketentreffer auf spiegel.de, 22. Juli 2014, abgerufen am 9. September 2014.
    Shrapnel Damage to MH17 Wreckage Supports U.S. Theory: Expert auf www.nbcnews.com, 2. August 2014, abgerufen am 6. August 2014.
    Experten-Bericht: Flug MH17 in der Luft durchlöchert auf www.focus.de, 9. September 2014, abgerufen am 10. September 2014.
    Experts: Military Weapons Used to Down MH17 Plane in Ukraine, Third Party Likely Involved auf en.ria.ru, 10. September 2014, abgerufen am 10. September 2014.
  21. aerotelegraph.com - A380 von Malaysia: Kinderverbot 5. April 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Malaysia Airlines – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien