MDR Jump

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
MDR Jump
MDR JUMP Logo.svg
Allgemeine Informationen
Empfang UKW, DAB, Kabel, Satellit und Livestream
Sendegebiet SachsenSachsen Sachsen
Sachsen-AnhaltSachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt
ThüringenThüringen Thüringen
Sendeanstalt Mitteldeutscher Rundfunk
Programmchef Ulrich Manitz
Intendant Karola Wille
Sendestart 1. Januar 2000
Rechtsform Öffentlich-rechtlich
Liste der Hörfunksender
Logo bis 28. August 2011
Sitz des Senders in Halle (Saale)

MDR Jump (eigene Schreibweise MDR JUMP) ist ein Unterhaltungs-Radioprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks. Zielgruppe sind Erwachsene zwischen 20 und 49 Jahren. Der aktuelle Claim des Senders lautet „Echte Abwechslung für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“. Stationvoice ist Jan Garcia, der unter anderem auch die „Stimme“ von SWR3 ist. Das aktuelle Jinglepaket wurde von der Firma „jamXmusic“ produziert, welche auch für das Audiodesign von MDR Info verantwortlich ist.

Seit dem 29. August 2011 sendet MDR Jump nach einem neuen Programmschema.[1] Die offizielle Bezeichnung ist seitdem auch nicht mehr „Jump, der neue Sound“, sondern „MDR Jump“, außerdem gibt es eine andere Höreransprache („Sie“ und „Ihr“ statt „Du“) und ein leicht verändertes Musikprofil. Statt ausschließlich aktuelle Charts zu spielen, werden nun auch unter dem Label „Kult-Klassiker“ Songs aus den 80ern, 90ern und 2000ern gespielt. Zudem gibt es mit der Sendung „Lounge“ (sonntags ab 22 Uhr) eine komplett neue Musikfarbe (Chill-Out, Soul, Groove) im Programm. In allen Sendestrecken gibt es neben viel Musik auch informierende und journalistische Wortbeiträge, zudem wird auch regionalen Themen Beachtung geschenkt. Journalistisches Herzstück des Programms ist „MDR JUMP am Mittag“, ein Format mit Beiträgen zu regionalen, nationalen und weltweiten Themen.

Produziert wird MDR Jump – wie alle zentralen MDR-Radioprogramme – in der Hörfunkzentrale des Mitteldeutschen Rundfunks in Halle (Saale).

Programm[Bearbeiten]

Das Programm von MDR JUMP wird rund um die Uhr ausgestrahlt. In der Nacht sowie bei den Sendungen „In The Mix“ (Freitag- und Samstagabend) und „Lounge“ (Sonntagabend) wird das Programm nicht moderiert. Hier läuft Musik nonstop, unterbrochen nur durch stündliche Nachrichten und halbstündlichen Service (Verkehr und Wetter).

Montag-Freitag
  • 05 Uhr: MDR JUMP Morningshow (mit Lars-Christian Karde und Sarah von Neuburg)
  • 09 Uhr: am Vormittag (Boulevard und Stars mit Bernadette Hirschfelder)
  • 12 Uhr: am Mittag (Informationen und Zeitgeschehen mit Matthias Rohrschneider oder Marko Ramm)
  • 14 Uhr: am Nachmittag (Tipps & Trends mit Chris Derer und Miriam Schittek)
  • 18 Uhr: am Abend (Musik, Stars mit Jörg Spranger alias „Tino Rockenberg“)
  • 18 Uhr: Nur am Donnerstag: Community-Show (mit Jörg Spranger alias „Tino Rockenberg“)
  • 22 Uhr: Spezial (Musik und Stars)
  • 01 Uhr: Die Nacht
Samstag
  • 06 Uhr: am Wochenende
  • 10 Uhr: am Wochenende (mit Anny Cammerer)
  • 14 Uhr: Bundesligashow (mit Marko Ramm)
  • 14 Uhr: am Wochenende (wenn kein Fußball)
  • 18 Uhr: Hits der Woche; bis 09/2014: Hörercharts (interaktive Hitparade; mit Felix Schmutzer)
  • 21 Uhr: In The Mix / JUMP auf Tour
  • 02 Uhr: Die Nacht
Sonntag
  • 06 Uhr: am Wochenende
  • 10 Uhr: am Wochenende (mit Anny Cammerer)
  • 14 Uhr: am Wochenende (mit Fußball live)
  • 18 Uhr: Pendlershow (mit Felix Schmutzer)
  • 22 Uhr: Lounge
  • 00 Uhr: Die Nacht

Community[Bearbeiten]

Im November 2008 brachte der Sender eine Online-Community an den Start. Innerhalb eines halben Jahres haben sich 10.000 Hörer angemeldet. Seit Anfang 2009 gab es von Sonntag bis Freitag ab 20 Uhr eine vierstündige Radiosendung, die sich hauptsächlich mit den Themen der Community beschäftigt. Seit dem 29. August wird die „Community-Show“ nur noch am Donnerstagabend ausgestrahlt. Der Sender ist auch bei Facebook sehr aktiv und hat dort über 100.000 Fans[2]; unter anderem hat jeder Moderator eine eigene Facebook-Seite. Die Facebook-Einträge werden von der MDR JUMP Onlineredaktion moderiert.

Hörerzahlen[Bearbeiten]

Nach anfänglich stark steigenden Quoten litt die Welle viele Jahre unter massivem Hörerschwund. Hörten 2003 noch 532.000 Menschen pro Durchschnittsstunde die MDR-Welle, sind es 2010 nicht mal mehr halb so viele, nämlich 256.000. Laut aktueller Mediaanalyse MA 2012 Radio II sind es 282.000 Hörer pro Durchschnittsstunde in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zum Vergleich: Das nur in Sachsen-Anhalt ausgestrahlte private Radioprogramm Radio SAW kommt auf 294.000 Hörer pro Durchschnittsstunde (MA 2012 Radio II Update). Laut der neuesten Medienanalyse vom Januar 2013 konnte sich der Sender einen Zuwachs von 20% erarbeiten. MDR Jump ist somit der meistgehörte Sender in ganz Ostdeutschland. Basis: Durchschnittsstunde, Mo-Sa, 6:00-18:00 Uhr
Quellen: MA 2003/ Radio II, MA 2010/ Radio II, MA 2012/ Radio II Update, http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/39889/radioma_ndr_2_und_mdr_jump_top_private_verlieren/

Geschichte[Bearbeiten]

Vorläufer von MDR JUMP war die nach der Gründung des MDR im Januar 1992 als Pop- und Servicewelle mit Produktion in Leipzig auf Sendung gegangene Welle „MDR Life“. Diese orientierte sich im Vergleich zu ähnlichen Angeboten westdeutscher ARD-Anstalten zu diesem Zeitpunkt deutlich stärker an Format und Aufbereitung von Privatsendern. Diese gab es im MDR-Life-Sendegebiet bis zum Juli 1992 nicht, somit blieb dem MDR ein halbes Jahr ohne Konkurrenz für seine Welle. Erster Programmchef war Niels N. von Haken. In dieser Zeit konnte eine große Hörerschaft aufgebaut werden, die auch noch einige Zeit nach Start der Privatprogramme bestand. Spätestens ab 1997/1998 aber verlor der Sender massiv an Hörern. Das Programm wurde einige Male reformiert, der Erfolg blieb aber aus. Im Jahr 1999 fiel schließlich auch unter dem Eindruck, dass mit dem Namen „MDR Life“ offensichtlich ein bestimmtes Image fest verbunden war, die Entscheidung, das Programm einzustellen und die Popwelle völlig neu zu starten. Letzter amtierender Programmchef von MDR Life, der den Übergang zu JUMP FM organisierte, war Frank-Georg Kneib, der auf den zwischenzeitlichen Programmchef Jürgen Vogel gefolgt war. Der letzte gespielte Titel von MDR Life am 31. Dezember 1999 war „The Final Countdown“ von Europe.

Am 1. Januar 2000 wurde der Neubeginn unter dem Namen JUMP FM schließlich umgesetzt. Programmchef wurde der damals auch für den DT64-Nachfolger Sputnik verantwortliche Michael Schiewack. Der erste Song der auf JUMP FM gespielt wurde, war Gimme All Your Lovin von Martay feat. ZZ-Top in der Programmstrecke „In the Mix“. Um sechs Uhr morgens startete dann das moderierte Programm mit der Morgensendung „JUMP FM Quickstart“. Aufgrund einer Klage des Berliner Senders Jam FM (wegen Ähnlichkeiten in der Aussprache und der daraus hervorgehenden Verwechslungsgefahr) musste der Name kurze Zeit nach Sendestart in JUMP verkürzt werden. Das hatte zur Folge, dass binnen kürzester Zeit sämtliche Jingles überarbeitet werden mussten. Einige Tage lang wurde on Air „Der Sender der bis auf weiteres nur noch JUMP heißt“ als Sendername angegeben. Zu diesem Zeitpunkt sendete JUMP ein Musikprogramm bestehend auch aus aktuellen Pop-, Dance- und Rockhits. Ab 2003 spezialisierte man sich zunehmend auf Modern Rock und German Rock/Pop. Diese Musikrichtung wurde mit der Einführung der beim Patentamt registrierten Wortmarke „Rockenberg“[3]untermauert. Unter dem Namen „Die neue JUMP Morningshow mit Rockenberg & Sunny“ ging ab 2006 Moderator Jörg Spranger als „Tino Rockenberg“ auf Sendung. Die Morgensendung mit Rockenberg hielt sich insgesamt fünf Jahre - allerdings mit wechselnden Co-Moderatorinnen.

Im Gegensatz zu dem vom MDR für Jugendliche veranstalteten Programm MDR Sputnik setzte die Welle JUMP bis zum 29. August 2011 kaum auf informierende oder journalistische Wortbeiträge. Prägender Bestandteil des Programms war chartsorientierte (Rock-)Musik. Daneben spielten unterhaltende Moderationen und Eigenwerbung eine Rolle. Ein Programmschema mit festen Sendungen gab es bis auf die „Morningshow“ und einige wenige wechselnde Programmelemente nicht. Laut einer Studie der Thüringer Landesmedienanstalt lag der informierende Wortanteil bei 13 Prozent, was vergleichsweise gering war und sogar unter dem Wert der Privatsender lag.[4]

Im März 2011 verließ Schiewack den Sender.[5] Von März bis zum 22. September 2011 war MDR Hörfunkdirektor Johann-Michael Möller kommissarisch auch Programmchef von JUMP. Möller war maßgebend verantwortlich für die Programmreform vom 29. August 2011, mit der das Programm auch offiziell das MDR-Signet im Namen trägt.

MDR-Hörfunkdirektor Möller zur Reform: „Das ganze Redaktionsteam hat in den letzten Wochen und Monaten hart und mit großer Begeisterung an den Veränderungen gearbeitet. Mit dem neuen MDR JUMP haben wir ein Radioprogramm weiterentwickelt, das eine echte Abwechslung bieten soll. Es ist ein klar erkennbar öffentlich-rechtliches Unterhaltungsprogramm für die 20-49-Jährigen. MDR JUMP will der Soundtrack Mitteldeutschlands werden.“[6]

Am 23. September 2011 hat MDR-Hörfunkdirektor Möller den gebürtigen Dresdner Ulrich Manitz zum Wellenchef von MDR JUMP ernannt.[7] Manitz startete seine journalistische Laufbahn bei Tageszeitungen, bevor er im Dresdner Büro des Deutschlandfunks erste Hörfunkerfahrungen sammelte. 1999 wechselte er nach Sachsen-Anhalt und verantwortete dort als Programmdirektor private Hörfunkangebote (unter anderem Radio Brocken). Zuletzt war er in leitender Funktion in Rheinland-Pfalz bei RPR1 tätig. Anfang 2010 wechselte er zum MDR nach Halle, wo er zunächst in der Hörfunkdirektion für Programmentwicklung zuständig war.

Claims[Bearbeiten]

  • 2000–2003: „Es geht lauter“, „Wenn Musik, dann JUMP“
  • 2003–2008: „Der neue Sound im Radio“, „Wenn Musik, dann JUMP“
  • 2008–2011: „Der neue Sound“, „Wenn Musik, dann JUMP“
  • 2011–2012: „Echte Abwechslung für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“
  • seit 2012: „Der beste Musik-Mix“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. jumpradio.de
  2. facebook.com/mdrjump
  3. DPMA Register
  4. tlm.de
  5. L-IZ.de
  6. mdr.de
  7. mdr.de