M 1 (MSBS)

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Die M 1 waren die ersten ballistischen Mittelstreckenraketen, die auf U-Booten der französischen Marine stationiert waren. Die eigenständige französische Entwicklung basierte auf der US-amerikanischen UGM-27 Polaris. Erste Versuche wurden 1967 durchgeführt. Als Testfahrzeug wurde das konventionell angetriebene Versuchs-U-Boot Gymnote genutzt. Die zweistufigen Feststoffraketen wurden 1971 als Hauptbewaffnung des ersten französischen Atom-U-Bootes Le Redoutable (S 611) (MSBS) von der Force de frappe in Dienst gestellt. Die Raketen waren mit einem nuklearen Sprengkopf mit einer Stärke von 500 kT bewaffnet. Die Raketen wurden lediglich von einem weiteren U-Boot der Redoutable-Klasse, der Le Terrible (S 612), genutzt und ab 1974 durch die M 2 ersetzt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Hersteller    SEREB
Land    Frankreich
Länge    10,40 m
Durchmesser    1,50 m
Gewicht    18.000 Kg
Reichweite    2.400 km
Antrieb    zweistufiger Feststoffraketenmotor
Startschub    440 kN
Steuerung    Trägheitsnavigation
Gefechtskopf    nuklear 500 kT

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Chris Chant: Moderne Unterseeboote Technik-Taktik-Bewaffnung, Motorbuchverlag, Stuttgart, 1. Auflage 2005, ISBN 3-7276-7150-5