Maßbezugstemperatur

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Als Maßbezugstemperatur wird die Temperatur bezeichnet, bei der Messmittel kalibriert werden müssen. Um die Vergleichbarkeit der Messungen zu gewährleisten, legen internationale Normen eine Maßbezugstemperatur von 20 °C fest.

Prüf- und Messmittel, aber auch die Prüflinge verändern mit wechselnder Temperatur ihre Eigenschaften. Veränderliche Eigenschaften können unter anderem Längen und Volumina (Wärmeausdehnung), der elektrische Widerstand, die Härte oder die Zähigkeit sein. In der Längenmesstechnik ist vor allem die Wärmeausdehnung der einzelnen Komponenten von Bedeutung. So sind an Bügelmessschrauben oder Grenzlehren die Griffe aus isolierendem Kunststoff gefertigt, um den Einfluss der Körpertemperatur zu minimieren. Vernachlässigt werden kann die Temperatur, wenn das Messmittel und der Prüfling aus dem gleichen Werkstoff oder aus Werkstoffen mit dem gleichen Ausdehnungskoeffizienten bestehen, da sich somit die Wärmeausdehnung kompensiert.

Um eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten, werden Messräume üblicherweise klimatisiert.

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