Ma’alot-Massaker

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Das Ma’alot-Massaker war die Besetzung einer Schule und die Geiselnahme aller Anwesenden durch DFLP-Terroristen im nordisraelischen Ort Ma’alot am 15. Mai 1974, bei der 21 Schüler ums Leben kamen.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf[Bearbeiten]

Am 15. Mai 1974 besetzte eine Terroristengruppe der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas eine Schule in Ma’alot, nachdem sie über die Nordgrenze nach Israel eingedrungen war.

Dabei wurden rund 100 Schüler als Geiseln genommen. Die Gruppe sicherte das Gebäude gegen einen Sturmangriff mit Sprengfallen und anderen Sprengsätzen, deren Zünder vernetzt waren, sodass bei einem Eindringen sämtliche Explosivsätze ausgelöst werden würden. Gleichzeitig installierten die Geiselnehmer einen Fernzünder.

Die herbeigerufene Spezialeinheit Sayeret Matkal des Heeresnachrichtendienstes Aman sollte die Geiseln befreien. Die Operation misslang, weil ein Scharfschütze einen der Terroristen nur schwer verletzte, statt ihn zu töten. So konnten während des folgenden Feuergefechts die Sprengfallen noch gezündet werden. Dadurch wurden 21 Schüler bei diesem Anschlag getötet und mehr als 60 weitere verletzt.

Neue Dimension von Terrorismus[Bearbeiten]

Die Auswertung des Einsatzes brachte die Erkenntnis, dass es Angreifern auch auf israelischem Staatsgebiet gelingen kann, derartige Anschläge durchzuführen, und dass sie dabei als Selbstmordattentäter fungieren, also unabhängig von einer Rückzugsmöglichkeit operieren. Das war damals völlig neu und erforderte eine Überarbeitung bisheriger Taktiken in der Terrorismusbekämpfung und Verhandlungsführung bei Geiselnahmen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]