Maardu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maardu
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Estland Estland
Kreis: Flag of et-Harju maakond.svg Harju
Koordinaten: 59° 27′ N, 24° 59′ O59.4524.98333333333320Koordinaten: 59° 27′ N, 24° 59′ O
Höhe: 20 m
 
Einwohner: 16.550 (01.2007)
Zeitzone: EET (UTC+2)
 
Bürgermeister: Georgi Bõstrov
Postanschrift: Kallasmaa 1
74111 Maardu
Webpräsenz:
Karte von Estland, Position von Maardu hervorgehoben

Maardu ist eine Stadt im Norden Estlands, rund 15 km nordöstlich von Tallinn.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt erstreckt sich vom Maardu-See bis zum Fluss Pirita und grenzt an Viimsi, Jõelähtme und Tallinn.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt ist in vier Gebiete aufgeteilt:

  • Industriegebiet auf dem Gebiet der ehemaligen Stadt Kroodi, in der Nähe der Autobahn Tallinn – Narva und dem Hafen Muuga
  • Innenstadt von Maardu (inkl. Kallavere)
  • das Gebiet der Sommerhäuser in Muuga
  • den Park um den Maardu-See

Geschichte[Bearbeiten]

Orthodoxe Kirche in Maardu

Die erste Stufe in der Entwicklung der Stadt begann mit der Gründung der chemischen Fabrik im Jahr 1949. Die zweite Stufe wurde durch den Bau des Kraftwerks Ende der 1970er Jahre eingeleitet. Von 1980 bis 1991 gehörte Maardu zum Gebiet von Tallinn. Am 7. November 1991 wurde Maardu von Estlands Staatspräsident Arnold Rüütel zu einer unabhängigen Stadt ernannt. Heute ist Maardu mit knapp 17.000 Einwohnern, von denen ein Großteil Russen sind, die siebtgrößte Stadt Estlands.

Einwohnerentwicklung[1]
Jahr 1989 2001 2004 2007 2010 2012 2014
Einwohner 16.052 18.060 17.670 17.490 17.290 18.045 17.315

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben ist Maardu mit folgenden Städten Partnerschaften eingegangen:[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Zwei Kilometer südlich von Maardu führt die Autobahn 1 Tallinn – Narva (- St. Petersburg) (Europastraße 20) vorbei, was eine gute Anbindung an Narva, an der Grenze zu Russland, bietet. Der 1986 neuerbaute Hafen in Muuga ist einer der größten des Landes, rund 90 % der Waren werden hier umgeschlagen.

Medien[Bearbeiten]

Seit 1995 erscheint in Maardu eine Zeitung auf Estnisch und Russisch. Außerdem gibt es ein Kabel-TV-Netzwerk.

Bildung[Bearbeiten]

Maardu hat vier Schulen, zwei für russischsprachige und eine für estnischsprachige Kinder sowie eine Kunstschule. An allen vier Schulen werden insgesamt etwa 3000 Schüler von 200 Lehrern unterrichtet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maardu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Statistics Estonia, jeweils 1. Januar (außer 1989)
  2. Maardu Website – Maardu partner cooperations