Maarssen

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Dieser Artikel behandelt eine ehemalige niederländische Gemeinde. Zum niederländischen Geistlichen siehe Johannes Henricus J. Te Maarssen.
Maarssen
Flagge des Ortes Maarssen
Flagge
Wappen des Ortes Maarssen
Wappen
Provinz Utrecht
Gemeinde Maarssen
Fläche
 – Land
 – Wasser
30,86 km²
27,55 km²
3,31 km²
Einwohner 39.752 (31. Dezember 2010)
Koordinaten 52° 8′ N, 5° 2′ O52.1408333333335.0394444444444Koordinaten: 52° 8′ N, 5° 2′ O
Postleitzahlen 3601–3605 ?
Website www.stichtsevecht.nl
Lage von Maarssen in den Niederlanden

Maarssen ( anhören?/i) ist eine ehemalige Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Utrecht. Seit dem 1. Januar 2011 ist sie ein Teil der neu gebildeten Gemeinde Stichtse Vecht.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Maarssen liegt 5 km nördlich von Utrecht, an der Auto- und Eisenbahn nach Amsterdam, am stark befahrenen Amsterdam-Rhein-Kanal (Amsterdam-Rijnkanaal) und an der Vecht, die quer durch das alte Dorf Maarssen verläuft. Auf der anderen Seite des Amsterdam-Rijnkanaals liegt das ausgedehnte Neubauviertel Maarssenbroek, eigentlich ein Vorort von Utrecht, in dem viele Pendler aus dieser Stadt leben. An der Grenze zur Stadt Utrecht liegt die Ortschaft Oud Zuylen, mit dem Schloss Zuylen.

Maarssen hat ein großes Industriegebiet, in welches zwischen 1900 und 2000 Utrechter Industrie- und Handelsfirmen aller Art ausgewichen sind. In Maarssen ist unter anderem das Europäische Dienstleistungszentrum des Elektronikkonzerns Fujitsu angesiedelt, das gegenwärtig ca. 800 Menschen beschäftigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 866 wird in einer Schenkungsurkunde ein Ort in dieser Gegend namens Marsua oder Marsna (= bei Moor- oder Sumpfland) erwähnt. Von 1083 bis zur Verwüstung durch die Franzosen 1672 stand in Maarssen ein Schloss Maarssen. Im 17. Jahrhundert entstand im Zentrum des heutigen Dorfes die Siedlung von Kaufleuten, Schiffern und reichen Amsterdamer Patriziern, wie Johan Huydecoper van Maarsseveen die im Stil ihrer eigenen Grachtenhäuser eine Zweitwohnung bauen ließen. In der Französischen Zeit (1795-1815) ging davon vieles verloren. Im Ortsteil Maarsseveen wurde zwischen 1600 und 1800 viel Torf abgebaut. Huydecoper war der wichtigste Investor. Es entstanden dort, wie im benachbarten Loosdrecht, einige Seen.

Das Dorf Zuilen, das zum Teil zur Stadt Utrecht, zum Teil (Oud-Zuilen) zu Maarssen, gehört, entstand um das Schloss Zuylen. Das Geschlecht Van Zuylen war schon im 12. Jahrhundert in der Gegend sehr einflussreich. Der Wasserburg wurde im 15. Jahrhundert zerstört, 1525 wieder aufgebaut und 1752 im Rokoko-Stil renoviert. Hier wurde die Schriftstellerin Belle van Zuylen (1740 - 1805) geboren, welche später unter dem Namen Madame de Charrière in der französischen Literatur berühmt wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Schloss Zuylen ist eine Wasserburg aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Die letzten Bewohner, die Barone Van Tuyll van Serooskerken, schenkten es um 1952 dem Staat als Museum. Es ist im Stil des 18. Jahrhunderts reich dekoriert und wohl eingerichtet. Man kann das Schloss mit Führung besichtigen (nicht im Winter) oder für Hochzeiten und Dinnerpartys mieten.

Die Vecht bietet einen großen Überblick auf viele Landsitze in der Umgebung.

Im Ortskern von Maarssen stehen noch mehrere schöne alte Häuser, und das Schlösschen Goudestein (Heimatmuseum).

Die Maarsseveense Plassen sind zum Teil Wassersportgebiet, zum Teil Vogelreservat. Sie schließen an die Loosdrechter Plassen an (siehe unter Wijdemeren).

Maarssen war Standort einer Schwebefähre, einer Gewässerquerung, wie sie weltweit nur rund zwanzig mal gebaut wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maarssen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]