Maasbüll

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Dieser Artikel bezieht sich auf die Gemeinde Maasbüll im Kreis Schleswig-Flensburg, für den gleichnamigen Ortsteil in Nordfriesland siehe: Gemeinde Risum-Lindholm. Und für den gleichnamigen Ort im ehem. Kreis Tondern siehe: Maasbüll (Kreis Tondern)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Maasbüll
Maasbüll
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Maasbüll hervorgehoben
54.7769444444449.523888888888958Koordinaten: 54° 47′ N, 9° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Hürup
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 7,71 km²
Einwohner: 698 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24975
Vorwahl: 04634
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 141
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 1
24975 Hürup
Webpräsenz: www.maasbuell.de
Bürgermeister: Hans-Georg Hinrichsen (KWG)
Lage der Gemeinde Maasbüll im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Maasbüll (dänisch: Masbøl) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein. Krim, Maasbüllfeld, Maasbüllhof (Masbølgård), Maasbüllmoor, Neukrug (Nykro), Ruhnmark (Runmark) und Rüllschau (Rylskov) liegen im Gemeindegebiet.

Impression aus Maasbüll um 1895

Geschichte[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet sind Grabfelder aus der Bronzezeit erhalten, außerdem gibt es einige steinzeitliche Hünengräber.

Die Michaeliskirche in Rüllschau wurde im 13. Jahrhundert auf einer vorchristlichen Kultstätte errichtet. Bevor 1779 der Turm errichtet wurde stand der hölzerne Glockenturm auf der anderen Straßenseite. Das evangelische Kirchspiel Rüllschau umfasst die gesamte heutige politische Gemeinde Maasbüll, doch hat das kleine Kirchspiel seit 1958 den Pastor mit Hürup gemeinsam.

Rüllschau (dänisch Rylskov) wurde um 1430 erstmals als Rolschouw (Wald des Wolfes) erwähnt. Maasbüll wurde 1445 erstmals als Masbul (Siedlung am Moor) erwähnt.

Der heute noch bewirtschaftete Landgasthof Neukrug an der alten Flensburg-Kappelner Chaussee wurde 1752 gegründet, das heutige Gebäude wurde 1911 errichtet.

1965 erfolgte der Zusammenschluss der bisher selbständigen Landgemeinden Rüllschau und Maasbüll zur Gemeinde Rüllschau-Maasbüll. Obwohl Rüllschau als Kirchdorf historisch bedeutender war, setzte sich 1969 der Name des etwas größeren südlichen Dorfes, das zudem über den Bahnanschluss und die bessere Straßenanbindung verfügte, als alleiniger Name der Gemeinde durch.

Politik[Bearbeiten]

Von den elf Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze, die CDU, die SPD und der SSW haben je zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Über schwarzen Sturzgiebelschildfuß - darüber ein aufliegendes grünes Wagenrad - von Grün und Gold durch ein Flammenschwert in verwechselten Farben schräglinks geteilt. Oben rechts eine goldene, unten links eine grüne Ähre.“[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Besonders im Ortsteil Maasbüll gibt es nicht nur überregional operierende Gewerbebetriebe, sondern auch weitläufige Wohnsiedlungen.

Verkehr[Bearbeiten]

1881 wurde an der Bahnstrecke Kiel–Flensburg in Maasbüll ein Bahnhof gebaut, wodurch die Gemeinde einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. 1980 wurde der Bahnhof stillgelegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Maasbüll stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Über einen Feldweg kann man vom nahegelegenen Rüllschau, über den Vogelsang bis nach Trögelsby und so bis nach Flensburg wandern.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maasbüll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein