Mabel Wisse Smit

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Mabel Wisse Smit

Mabel Martine Wisse Smit, Prinzessin von Oranien-Nassau, Gräfin von Oranien-Nassau, Frau von Amsberg, von Oranien-Nassau von Amsberg-Smit (* 11. August 1968 in Pijnacker, Niederlande als Mabel Martine Los) ist die Witwe von Johan Friso von Oranien-Nassau.

Herkunft, Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Mabel Wisse Smit ist die Tochter von Henk Los und Florence Malde Gijsberdina Kooman. Sie hat zwei Schwestern. Nach dem Tod ihres Vaters heiratete ihre Mutter den Bankier Peter Wisse Smit, dessen Nachnamen Mabel 1984 annahm. 1986 schloss sie die Schule in Hilversum mit dem VWO-Zertifikat (Hochschulreife) ab.

Wisse Smit studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Universität Amsterdam und arbeitete während dieser Zeit als Praktikantin unter anderem für das niederländische Außenministerium und die Vereinten Nationen.

Berufstätigkeit[Bearbeiten]

Anfang 1994 gründete Wisse Smit die Nichtregierungsorganisation European Action Council for Peace in the Balkans, eine Organisation, die sich für Frieden, Demokratie und Stabilität auf dem Balkan einsetzt. 1995 war sie Mitinitiatorin der Organisation War Child Netherlands. Wisse Smit arbeitet seit 1997 beim Open Society Institute, einer Stiftung des ungarischen Millardärs George Soros. Ab 2003 war sie dort als International Advocacy Director tätig. Seit Juli 2008 ist sie CEO von The Elders. Sie ist Gründungsmitglied der europäischen Denkfabrik European Council on Foreign Relations.

Ehe und Familie[Bearbeiten]

Mabel Wisse Smit mit ihrem Mann Friso und den beiden Töchtern (2010)

Am 30. Juni 2003 wurde die Verlobung von Mabel Wisse Smit mit dem zweitältesten Sohn der niederländischen Königin Beatrix, Prinz Johan Friso bekannt gegeben. Das Paar hatte sich über Johan Frisos Bruder Constantijn und dessen Frau Laurentien kennengelernt. Die Hochzeitspläne wurden von einem Medienskandal („Mabelgate“) überschattet, der durch einen Artikel in der niederländischen Tageszeitung de Volkskrant ausgelöst wurde. Dort wurde in einem Artikel vom 11. Oktober 2003 aus einem Brief des niederländischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende an das niederländische Parlament zitiert, wonach Wisse Smit und Johan Friso unvollständige und unkorrekte Informationen über Wisse Smits Beziehung zum Amsterdamer Drogenbaron Klaas Bruinsma (1953–1991) ans Tageslicht brachte.[1] Für weiteres Aufsehen sorgte die Nachricht, dass eine enge Beziehung zwischen Wisse Smit und dem bosnisch-US-amerikanischen Rechtsanwalt und früheren bosnischen Außenminister Muhammed Sacirbey bekannt wurde, der 2003 wegen Betrug angeklagt wurde.[2] Die niederländische Regierung verweigerte daraufhin die Zustimmung zur Hochzeit.

Dies führte dazu, dass Mabels Ehemann Prinz Johan Friso (1968–2013) mit der Eheschließung seine Zugehörigkeit zum niederländischen Königshaus und den Titel „Prinz der Niederlande“ verlor. Die Hochzeit fand am 24. April 2004 in Delft statt. Mabel Wisse Smit wurde kein Mitglied der Königsfamilie. Sie darf jedoch die Titel ihres Mannes tragen.

Das Paar hat zwei Kinder:

  • Emma „Luana“ Ninette Sophie Gravin van Oranje-Nassau und Jonkvrouw van Amsberg (* 26. März 2005 in London)
  • Joanna „Zaria“ Nicoline Milou Gravin van Oranje-Nassau und Jonkvrouw van Amsberg (* 18. Juni 2006 in London)

Mabel Wisse Smit lebt mit ihren beiden Töchtern in London.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mabel Wisse Smit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Prinselijk paar loog over relatie Mabel (Tageszeitung de Volkskrant vom 11. November 2003 auf Niederländisch). Abgerufen am 31. Juli 2010.
  2. Tagesspiegel-Artikel über Mabelgate vom 24. Oktober 2003. Abgerufen am 31. Juli 2010.