Mabuni Ken’ei

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Mabuni Ken’ei (jap. 摩文仁 賢榮; * 13. Februar 1918 in Shuri (heute: Naha), Präfektur Okinawa) ist ein japanischer Karatemeister (Shitō ryū), 10. Dan, gebürtiger Okinawaner.

Leben[Bearbeiten]

Mabuni Ken’ei kam als Sohn des Gründers des Shitō-Ryū, Mabuni Kenwa, von Kindheit an mit dem Karate und etlichen seiner bedeutendsten Vertreter, wie zum Beispiel Funakoshi Gichin oder Miyagi Chōjun, in Berührung. Er wurde nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1952 dessen offizieller Nachfolger als Oberhaupt des Shitō-Ryū. Durch seine intensive Lehrtätigkeit trug er aktiv zur weltweiten Verbreitung dieses Karatestils bei, vor allem auch im Ausland. Beispielsweise verbrachte er länger als ein Jahr (1969/70) in Guatemala und bildete dort Nachwuchskader aus. Regelmäßig hält er auch bis heute, im hohen Alter - Lehrgänge auf Korsika.

Mabuni Kenei ist bestrebt, authentisches Shitō-Ryū zu lehren und zu bewahren, wobei er besonderen Wert auf die Vermittlung der geistigen Inhalte des Karatedō legt. Ohne Sportkarate grundsätzlich abzulehnen, tritt er für eine klare Trennung zwischen Karate als Budō und Sportkarate ein.

Zu seinen Verdiensten gehört, die durch den Uechi-ryū inspirierte Kata Shimpā, welche sein Vater geschaffen, aber nicht vollendet hatte, vervollständigt zu haben. Des Weiteren ist er der Verfasser verschiedener Bücher über Techniken des Shitō-Ryū und eines Werkes über die historischen Wurzeln und die geistigen Grundlagen des Karate als Budō.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Kenei Mabuni: Leere Hand – Vom Wesen des Budō-Karate. Palisander Verlag, 1. Auflage 2007, ISBN 978-3-938305-05-8

Weblinks[Bearbeiten]

Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Mabuni der Familienname, Ken’ei der Vorname.