Machine Head

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Dieser Artikel behandelt die US-amerikanische Band namens Machine Head. Zu dem Deep-Purple-Album siehe Machine Head (Album).
Machine Head
Auftritt der Band beim Nova Rock-Festival in Nickelsdorf
Auftritt der Band beim Nova Rock-Festival in Nickelsdorf
Allgemeine Informationen
Herkunft Oakland, USA
Genre(s) Thrash Metal,
Groove Metal,
Neo-Thrash,
Nu Metal (2001)
Gründung 1991
Website http://machinehead1.com/
Gründungsmitglieder
Robert Flynn
Gitarre
Logan Mader (bis 1997)
Adam Duce (bis 2013)
Tony Costanza (bis 1992)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Robert Flynn
Gitarre, Hintergrundgesang
Phil Demmel (Live-Gitarre: 2002, Gitarre & Hintergrundgesang: seit 2003)
Bass, Hintergrundgesang
Jared MacEachern (seit 2013)
Schlagzeug
Dave McClain (seit 1996)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Ahrue Luster (1998–2002)
Schlagzeug
Chris Kontos (1992–1994)
Live-Unterstützung und Session-Musiker
Schlagzeug
Walter Ryan (Live-Schlagzeug: 1995)
Machine Head Logo

Machine Head ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Oakland, die häufig dem Subgenre Neo-Thrash zugeordnet wird. Die Band wurde im Jahre 1991 gegründet und steht seit 2013 bei Nuclear Blast Entertainment, einem Sublabel von Nuclear Blast unter Vertrag. Die Diskografie von Machine Head umfasst sieben Studioalben. Weltweit haben Machine Head mehr als 2,4 Millionen Tonträger verkauft.[1] Im Jahre 2007 wurde die Band für den Grammy in der Kategorie Best Metal Performance nominiert.

Der Bandname bezieht sich nicht auf das gleichnamige Album der britischen Hardrockband Deep Purple. Sänger und Gitarrist Robert Flynn wählte den Namen Machine Head, weil ihm der Name gefiel.[2]

Bandgeschichte[Bearbeiten]

1991–1994: Die frühen Jahre[Bearbeiten]

Im Jahre 1987 trat der Gitarrist Robert Flynn der Thrash-Metal-Band Vio-lence bei. Nachdem die Band Anfang der 1990er Jahre zwischenzeitlich vertragslos war, wuchs bei Flynn die Unzufriedenheit. Die von ihm geschriebenen Lieder Death Church und Blood for Blood wurden von den anderen Bandmitgliedern abgelehnt, da sie den Sound der Band in Richtung Grunge verändern wollten. Am 12. Oktober 1991 besuchte Flynn zusammen mit seinem Freund Adam Duce das Musikfestival Day on the Green. Während Metallica spielten, beschlossen Flynn und Duce, ein neues musikalisches Projekt zu starten. Vier Monate später verließ Flynn nach einer Schlägerei Vio-lence, um sich ganz auf sein neues Projekt zu konzentrieren.[3]

Flynn und Duce schrieben die ersten Lieder für die neue Band. Eines davon war I′m Your God Now, dessen Eröffnungsriff von Duces Freund Logan Mader stammt. Mader und der Schlagzeuger Tony Costanza komplettierten die Band, die sich zu ersten Jamsessions in einem lokalen Lagerhaus trafen. Ihr erstes Konzert spielten Machine Head im August 1992 bei einer Party in Oakland. Während sich die Band durch ihre Liveauftritte im Vorprogramm von Rancid oder den Deftones schnell einen Namen in der San Francisco Bay Area machte, kam es bei Konzerten regelmäßig zu Schlägereien. In drei Clubs wurde die Band daraufhin mit einem Hausverbot belegt.[4]

Die erste Demo nahm die Band mit einem Budget von 800 Dollar in einem Schlafzimmer auf.[5] Costanza musste später seinen Platz für den ehemaligen Verbal-Abuse-Schlagzeuger Chris Kontos räumen. Im Februar 1993 nahmen Machine Head ein weiteres Demo mit sechs Liedern auf, welches im Underground großen Anklang fand. Verschiedene Plattenfirmen wurden im Folgenden auf Machine Head aufmerksam, die Band unterschreibt schließlich bei Roadrunner Records ihren Plattenvertrag.[4] Auch wenn die Band zum damaligen Zeitpunkt noch kein Album veröffentlicht hatte, ging Machine Head mit Napalm Death und Obituary auf US-Tournee.

1994–1998: Burn My Eyes und The More Things Change…[Bearbeiten]

Robert Flynn beim Sonisphere-Festival 2009

Das im Sommer 1994 erschienene Debütalbum Burn My Eyes war bis zur Veröffentlichung des selbstbetitelten Slipknot-Albums das meistverkaufte Debütalbum der Roadrunner-Geschichte.[6] Zusammen mit Pantera und Fear Factory wurden Machine Head zu den Vorreitern des so genannten „Neo-Thrash“. Gemeinsam mit Slayer und Biohazard ging Machine Head auf US-Tournee. Im Winter des gleichen Jahres spielte die Band im Vorprogramm von Slayer erstmals in Europa, wo sich das Album zu diesem Zeitpunkt bereits ca. 150.000 Mal verkauft hatte.[4]

Während sich der Erfolg in Europa schnell einstellte – Burn My Eyes belegte Platz 26 in den britischen und Platz 44 in den deutschen Albumcharts – tat sich die Band in den USA schwer. Das Debütalbum schaffte es nicht in die US-amerikanischen Charts, MTV boykottierte das Musikvideo zum Lied Davidian, welches inhaltlich von der Waco Siege handelt.[7] Die Textzeile „Let freedom ring with a shotgun blast“ war in diesem Zusammenhang der Grund für den MTV-Boykott.[4]

Im Mai 1995 kehrten Machine Head mit den schwedischen Bands Mary Beats Jane und Meshuggah als Vorgruppen nach Europa zurück, dessen Höhepunkt ein Auftritt beim Dynamo Open Air in den Niederlanden war. Insgesamt verbrachte die Band 17 Monate am Stück auf Tournee.[5] Wegen gesundheitlicher Probleme von Chris Kontos musste die Band einige Konzerte in Australien sowie zwei Festivals in Europa absagen. Drei Tage vor dem Auftritt beim Monsters of Rock meldete sich Kontos erneut krank und wurde kurz darauf gefeuert. Kontos heuerte später bei der Band Konkhra an. Will Carroll sprang für die restlichen Konzerte der US-Tour ein, wurde aber nicht zum festen Bandmitglied. Die Wahl fiel indessen auf Empfehlung des Sepultura-Schlagzeugers Igor Cavalera auf den in Frankfurt am Main geborenen Dave McClain, der zuvor unter anderem schon bei Sacred Reich gespielt hatte.[4]

Im Sommer 1996 begann die Band unter der Regie von Colin Richardson, der auch schon das Debütalbum produziert hatte, mit den Aufnahmen zum zweiten Studioalbum. Es sollte ursprünglich im Herbst erscheinen, doch eine Reihe von unglücklichen Umständen sorgte für eine Verzögerung. So wurden der Band Instrumente gestohlen, Gesangs- und Gitarrenspuren verschwanden auf ungeklärte Art und Weise und ein Autounfall setzte Dave McClain monatelang außer Gefecht.[6] Mit dem fertigen Mix war die Band unzufrieden, so dass man zu Colin Richardson nach Liverpool flog, um die Gitarren- und Bassspuren erneut einzuspielen. Auch mit dem zweiten Mix war die Band nicht zufrieden und Flynn mischte die Platte daraufhin in Los Angeles selbst ab. Das fertige The More Things Change… erschien schlussendlich im März 1997.[4] Eine limitierte Version enthält Coverversionen von Ice-T und Discharge. Flynn bezeichnete Jahre später in einem Interview The More Things Change… als einzigen Versuch der Band, die erfolgreiche Burn My Eyes-Rezeptur zu kopieren.[8]

Auf der folgenden Welttournee spielten Machine Head über 200 Konzerte und teilten sich die Bühne mit Bands wie Megadeth, Pantera oder Skinlab. In den USA nahmen Machine Head am ersten Ozzfest teil. Probleme mit Alkohol und Drogen führten zum Ausstieg des Gitarristen Logan Mader, der sich zunächst der Band Soulfly anschloss und später die Band Medication gründete. Als sein Nachfolger kam Ahrue Luster zu Machine Head, der zuvor bei Man Made God spielte.[5] Flynn begab sich derweil in eine Therapie.

1998–2002: The Burning Red und Supercharger[Bearbeiten]

Adam Duce beim Sonisphere-Festival 2009

Im März 1998 kehrte die Band ins Studio zurück, um unter der Regie des Produzenten Ross Robinson das dritte Studioalbum The Burning Red aufzunehmen. Flynn begann auf diesem Album damit, seine persönlichen Probleme in den Texten zu verarbeiten. In Liedern wie Five oder dem Titelsong geht es um Flynns Kindheit und seine eigene Adoption. From this Day entwickelte sich zu einem Clubhit und mit Message in a Bottle war eine Coverversion von The Police auf dem Album vertreten. Musikalisch wagten Machine Head einige Experimente. So übernahm die Band Elemente des Nu Metal, außerdem war erstmals Rapgesang zu hören.

Von Seiten der Presse wurde das Album gut aufgenommen und wurde z.B. im deutschen Metal Hammer zum „Album des Monats“ gekürt. Viele Fans der ersten Stunde warfen der Band jedoch Trendanbiederung und Ausverkauf vor. Insbesondere die Band Korn wurde als Vergleich zu den neuen musikalischen Versuchen herangezogen. Flynn verwies darauf, dass der Rapgesang nur einen kleinen Teil des Albums ausmachen und Bassist Adam Duce bezeichnete das Album gar als „mutigen Schritt nach vorne.“[5]

Machine Head konnten ihre Fanschar weiter ausbauen. The Burning Red verkaufte sich innerhalb von drei Jahren genau so oft wie Burn My Eyes in acht Jahren.[9] Die Band spielte erneut viele Konzerte, darunter erstmals in Südkorea und Japan.

Bereits im September 2000 begannen die Aufnahmen für das vierte Studioalbum Supercharger. Als Produzent holte die Band Colin Richardson zurück ins Boot. Trotz überwiegend guter Plattenbesprechungen von Musikkritikern konnte das Album viele Fans nicht überzeugen. Der Videoclip zur ersten Single Crashing Around You wurde von MTV und anderen Musiksendern nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 aus dem Programm genommen, da im Video einstürzende Gebäude zu sehen sind.[10] Auch wenn das Album Platz 115 der US-amerikanischen Albumcharts erreichte, ist Supercharger mit insgesamt ca. 250.000 verkauften Einheiten das am wenigsten verkaufte Album der Machine-Head-Diskographie.

2002-2006: Hellalive und Through the Ashes of Empires[Bearbeiten]

Im Mai 2002 stieg Ahrue Luster aufgrund kreativer Differenzen aus und wechselte zu Ill Niño. Für die Tour im Sommer 2002 wurde Phil Demmel verpflichtet, der schon mit Flynn zusammen in der Band Vio-Lence gespielt hatte. Die Auftritte beim deutschen Festival With Full Force sowie in der Brixton Academy in London, wo Machine Head vor 5.000 Zuschauern spielten[11], wurden mitgeschnitten und unter dem Namen Hellalive veröffentlicht. Der Titel des Livealbums wurde von einem Fan über die Website der Band vorgeschlagen.[6] Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen verzichtete Demmel zunächst darauf, festes Bandmitglied zu werden. Im März 2003 stieg er schließlich doch bei Machine Head ein.[12]

Ende 2002 sah die Zukunft für Machine Head nicht gut aus. Die Band und Roadrunner Records America lösten die Zusammenarbeit im beiderseitigen Einvernehmen auf. Die Suche nach einer neuen Plattenfirma für den nordamerikanischen Raum gestaltete sich als schwierig. Die Band nahm ein Demo mit vier Liedern auf, das ihr mehr als 30 Absagen einbrachte. Nachdem sich Flynn einer weiteren Therapie aufgrund seiner Alkohol- und Drogenprobleme unterzogen hatte, spielte er lange Zeit mit dem Gedanken, als Sänger der Band Drowning Pool beizutreten.[6] Schließlich verwarf er diese Pläne und konzentrierte sich wieder auf Machine Head.

Phil Demmel beim Sonisphere-Festival 2009

Zwischen Juni und August 2003 nahm die Band das Album Through the Ashes of Empires auf. Stilistisch kehrte sie zu ihren Wurzeln zurück, wobei die Lieder insgesamt länger als früher ausfielen. Das Album erschien im Oktober des Jahres und wurde von der Presse mit Lob überschüttet. Der deutsche Metal Hammer kürte das Album erneut zum „Album des Monats“. Durch die sehr guten Verkaufszahlen in Europa erhielt die Band einen neuen Vertrag bei Roadrunner Records America.[13]

Es folgen zwei Tourneen in Europa und drei in Nordamerika. Machine Head spielten bei Rock am Ring und Rock im Park, beim Download Festival und auf dem Wacken Open Air, wo sie von den Zuschauern zur besten Band des Festivals gewählt wurden[5], sowie beim Rock Hard Festival. In Nordamerika spielten Machine Head die „Roadrage Tour“ zusammen mit Chimaira und Trivium. Ein Konzert in der Londoner Brixton Academy wurde für die DVD Elegies mitgeschnitten, die im Oktober 2005 erschien. Anfang 2005 traten Machine Head auf einem Festival in Dubai, dem einzigen Metalfestival in der arabischen Welt, auf.[6] Robert Flynn nahm zum Jubiläum von Roadrunner Records als einer von vier „Teamcaptains“ als Songwriter am Projekt Roadrunner United teil. Außerdem spielte die Band beim Abschiedskonzert der Böhsen Onkelz auf dem EuroSpeedway Lausitz.

2006-2010: The Blackening[Bearbeiten]

Im August 2006 begann die Band mit den Aufnahmen zum sechsten Studioalbum The Blackening. Produziert wurde das Werk von Robert Flynn, abgemischt wurde es von Colin Richardson. Das Album enthält die längsten und komplexesten Lieder der Bandgeschichte. So sind beispielsweise zwei Stücke über zehn Minuten lang. Robert Flynn unterstrich in vielen Interviews die Wichtigkeit des Albums und verglich das Werk damit mit dem Album Master of Puppets von Metallica.[14] Der deutsche Metal Hammer kürte The Blackening zum „Album des Monats“. Während der Aufnahmen entstand eine Coverversion des Metallica-Songs Battery für ein Metallica-Tributalbum des britischen Kerrang!-Magazins.

Robb Flynn beim Konzert als Vorband bei der Death Magnetic Tour von Metallica in Rotterdam 2009
Dave McClain beim Konzert als Vorband bei der Death Magnetic Tour von Metallica in Rotterdam 2009

Machine Head spielte in Nordamerika zunächst eine Tournee mit Lamb of God, Gojira und Trivium und später eine weitere mit Megadeth und Heaven and Hell. Im Sommer trat die Band auf diversen europäischen Festivals auf. Im Juni 2007 erhielt die Band vom britischen Metal Hammer einen Award für das beste Album. Robb Flynn wurde mit dem Golden God Award ausgezeichnet. Am 8. Juli 2007 ersetzten Machine Head kurzfristig Bullet for My Valentine als Vorgruppe für das Metallica-Konzert im Londoner Wembley-Stadion, da sich der Bullet-for-My-Valentine-Sänger Matt Tuck einer Tonsillektomie unterziehen musste.[15]

Unter dem Titel „The Black Crusade“ fand ab Dezember 2007 eine Europatour mit Trivium, Arch Enemy, Dragonforce und Shadows Fall statt, gefolgt von einer Nordamerikatournee mit Hellyeah, Nonpoint und Bury Your Dead. Auf der Iron-Maiden-Tribute-CD Maiden Heaven des Kerrang!-Magazins ist Machine Head mit einem Cover des Liedes „Hallowed Be Thy Name“ vertreten. Ende des Jahres 2008 spielten Machine Head zusammen mit Children of Bodom als Vorband für Slipknot in Europa. Während dieser Tournee fiel die Band beinahe auseinander, als Robert Flynn nach einem Streit mit Adam Duce kurzzeitig die Band verließ.[16]

Im Januar 2009 spielten Machine Head acht Konzerte als Vorgruppe von Metallica in Nordamerika und bis zum Mai sechs Konzerte in Deutschland und waren außerdem auf dem Wacken Open Air 2009 vertreten. Im Herbst 2009 tourten Machine Head gemeinsam mit Suicide Silence im Vorprogramm von Megadeth durch Nordamerika. Außerdem nahm die Band eine Coverversion des Pantera-Liedes Fucking Hostile für einen Dimebag-Darrell-Tributsampler des Kerrang!-Magazins auf.[17] Im Februar 2010 wurde The Blackening vom britischen Magazin Metal Hammer zum „Album des Jahrzehnts“ gewählt.[18]

2010-2013: Unto the Locust und Machine Fucking Head Live[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2010 begannen Robert Flynn und Dave McClain mit dem Songwriting für das siebte Studioalbum. Dieser Prozess zog sich über einen längeren Zeitraum, so dass erst im April 2011 mit den Aufnahmen begonnen wurde. Hierfür mietete die Band die Jingletown Studios in Oakland, das Studio der Band Green Day.[19] Erstmals arbeiteten Machine Head mit einem Streichquartett und einem Kinderchor zusammen. Das am 23. September 2011 veröffentlichte Album Unto the Locust wurde erneut mit hervorragenden Kritiken versehen, unter anderem wurde es zum Album des Monats im deutschen Metal Hammer gewählt.[20]

Erstmals konnte die Band Chartplatzierungen unter den ersten Zehn erringen. In Deutschland schaffte es das Album auf Platz fünf, in Österreich auf sechs und in Australien und der Schweiz jeweils auf Platz zehn. Mit 17.000 verkauften Einheiten in den Vereinigten Staaten konnte sich Unto the Locust dort auf Platz 22 etablieren. Laut ihrer Plattenfirma konnten Machine Head damit zum dritten Mal in Folge ihre Verkäufe in der ersten Woche nach Veröffentlichung um zwanzig Prozent steigern.[1] Machine Head begaben sich auf eine Europatournee zusammen mit Bring Me the Horizon, DevilDriver und Darkest Hour, gefolgt von einer Nordamerikatournee mit Suicide Silence. Im Sommer 2012 trat die Band als Headliner beim Wacken Open Air und beim Bloodstock Open Air auf.

Während der Tourneen im Jahre 2011 und 2012 wurden zahlreiche Konzerte von Machine Head mitgeschnitten. Eine Auswahl von 15 Liedern wurde im November 2012 unter dem Titel Machine Fucking Head Live veröffentlicht. Darüber hinaus wurde die Band vom deutschen Magazin Metal Hammer mit dem Award in der Kategorie Beste internationale Band ausgezeichnet.[21] Im November 2012 musste die Band mehrere Konzerte absagen, da sich Robert Flynn einer Notoperation wegen einer Leistenhernie unterziehen musste.[22]

Am 22. Februar 2013 gab die Band die Trennung vom Gründungsmitglied Adam Duce bekannt. Laut Sänger Rob Flynn habe Duce schon seit längerer Zeit die Leidenschaft für die Band verloren und ein weiteres Arbeiten mit Duce hätte das Ende der Band bedeutet.[23] Sein Nachfolger wurde Jared MacEachern, der zuvor Sänger und Gitarrist der Thrash-Metal-Band Sanctity war.

Bloodstone & Diamonds (seit 2014)[Bearbeiten]

Im Januar 2014 leitete Ex-Bassist Adam Duce eine Klage gegen die Band ein. Es geht hierbei unter anderem um angeblich ausbleibende bzw. zu kurz geratene Lohnzahlungen, Vertragsbruch und persönliche Angelegenheiten.[24] Derweil nahm die Band ihr achtes Studioalbum Bloodstone & Diamonds auf, dessen Veröffentlichung für November 2014 geplant ist.

Anlässlich des Record Store Days wurde im April 2014 eine 10"-Vinyl-Single mit einer Demo-Version des neuen Studiostücks Killers & Kings in den Handel gebracht, als B-Seite findet sich ein Medley aus zwei gecoverten Ignite-Stücken.[25]

Stil[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Dave McClain 2010

Machine Head lassen sich durch ihre musikalische Entwicklung über die Jahre ihrer Existenz nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen. In der Regel werden sie dem Thrash Metal zugeordnet, teilweise aber auch dem Groove oder dem Heavy Metal. Für die Musiker selbst spielt die Einordnung in ein bestimmtes Subgenre keine Rolle.

„Grundsätzlich haben wir Spaß daran, ein hundertprozentiges Metalalbum zu schreiben. Nicht diesen oder jenen Metal oder was für Metalstile es da draußen gibt. Es ist einfach Metal!“

Dave McClain [26]

Zu den Haupteinflüssen zählt Robert Flynn klassische Thrash-Metal-Bands wie Metallica, Exodus oder Testament sowie Groove-Metal-Bands wie Pantera oder Exhorder. Weitere Einflüsse beziehen Machine Head von Heavy-Metal-Bands wie Judas Priest, Iron Maiden, Black Sabbath, Progressive-Rock-Bands wie Rush sowie Grunge-Bands wie Alice in Chains, Nirvana oder Soundgarden.[27]

Diskografie[Bearbeiten]

Diese Aufzählung enthält nur die Studioalben. Für eine ausführliche Diskografie siehe: Machine Head/Diskografie

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Machine Head – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b MACHINE HEAD's 'Unto The Locust' Cracks U.S. Top 25. Blabbermouth.net, 5. Oktober 2011, abgerufen am 4. November 2012.
  2. Troy Neff: Dave McClain interview. The Entertainment Nexus, abgerufen am 4. November 2012.
  3. Robert Flynn: 20 Years Ago Today. 12. Oktober 2011, abgerufen am 4. November 2012.
  4. a b c d e f  Holger Stratmann (Hrsg.): Rock Hard-Enzyklopädie. Rock Hard GmbH, Dortmund 1998, ISBN 3-9805171-0-1, S. 225.
  5. a b c d e Machine Head Biography. Roadrunner Records, abgerufen am 4. November 2012.
  6. a b c d e Biografie: Machine Head. laut.de, abgerufen am 4. November 2012.
  7. Machine Head Bio. CelebrityPro, abgerufen am 4. November 2012.
  8. Matthias Weckmann: „Kämpferherz“. In: Metal Hammer, November 2003, Seite 33ff.
  9. Metal/Hard Rock Album Sales In The US As Reported By SoundScan. Blabbermouth.net, 30. April 2002, abgerufen am 4. November 2012.
  10. Michael Edele: „Wir liebten Videos mit Bomben und Flammen“. laut.de, abgerufen am 4. November 2012.
  11. musicomh.com: Machine Head (Version vom 8. Juni 2007 im Internet Archive)
  12. Doug G.: Interview With Machine Head's Phil Demmel. Metalunderground.com, 12. August 2004, abgerufen am 4. November 2012.
  13. It's Official: MACHINE HEAD Re-Sign With ROADRUNNER RECORDS U.S. Blabbermouth.net, 17. Februar 2004, abgerufen am 4. November 2012.
  14. Anzo Sadoni: „Betonbrocken“. In: Metal Hammer, April 2007
  15. MACHINE HEAD Frontman Talks About Playing With METALLICA, Hanging Out With LARS ULRICH. Blabbermouth.net, 23. Oktober 2007, abgerufen am 4. November 2012.
  16. How MACHINE HEAD Nearly Fell Apart. Blabbermouth.net, 16. April 2009, abgerufen am 4. November 2012.
  17. MACHINE HEAD: New Video Interview With ROBB FLYNN Posted Online. Blabbermouth.net, 29. November 2009, abgerufen am 4. November 2012.
  18. MACHINE HEAD's 'The Blackening' Named 'Album Of The Decade'. Blabbermouth.net, 15. Februar 2010, abgerufen am 4. November 2012.
  19. MACHINE HEAD Drummer: 'We've Got Another Kick-Ass Album On Our Hands'. Blabbermouth.net, 27. April 2011, abgerufen am 4. November 2012.
  20. Matthias Weckmann: Machine Head - Unto the Locust. Metal Hammer, 13. September 2011, abgerufen am 4. November 2012.
  21. Sebastian Kessler: METAL HAMMER Awards 2012: Gewinner und Bilder. Metal Hammer, 15. September 2012, abgerufen am 4. November 2012.
  22. MACHINE HEAD Forced To Miss Nine Dates On DETHKLOK Tour Due To ROBB FLYNN's Health. Blabbermouth.net, 13. November 2012, abgerufen am 14. November 2012.
  23. Marco Götz: Machine Head-Drama: Adam Duce wurde doch gefeuert. Metal Hammer, 27. Februar 2013, abgerufen am 6. Oktober 2013.
  24. MACHINE HEAD Sued By Former Bassist ADAM DUCE. Blabbermouth.net, 20. Januar 2014, abgerufen am 13. August 2014.
  25. metal-hammer.de: Machine Head mit Teaser zu ‘Killer & Kings’, 15. April 2014
  26. Dave McClain: Diary 2006. Machine Head, 14. Juni 2006, archiviert vom Original am 14. Juli 2011, abgerufen am 7. November 2012.
  27. Interview - Machine Head Robb Flynn (Part 2). Faceculture, abgerufen am 5. November 2012.