Madame Rosa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Madame Rosa
Originaltitel La vie devant soi
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1977
Länge 72 Minuten
Stab
Regie Moshé Mizrahi
Drehbuch Romain Gary
Moshé Mizrahi
Produktion Ralph Baum
Jean Bolvary
Raymond Danon
Musik Dabket Loubna
Philippe Sarde
Kamera Néstor Almendros
Schnitt Sophie Coussein
Besetzung

Madame Rosa ist ein preisgekrönter französischer Film aus dem Jahr 1977 von Moshé Mizrahi nach dem mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten Roman Du hast das Leben noch vor dir von Romain Gary und Simone Signoret in der Titelrolle.

Handlung[Bearbeiten]

Madame Rosa lebt in der sechsten Etage eines Mietshauses im Pariser Vergnügungsviertel Pigalle. Die ehemalige Prostituierte, die als Jüdin das KZ Auschwitz überlebt hatte, kümmert sich als Ersatzmutter um die Kinder anderer Prostituierter. Momo ist das älteste dieser Kinder und ihr Liebling, einem aus Algerien stammenden islamischen Jungen. Als dieser sie über seine Eltern befragt, antwortet sie nur ausweichend.

Mit zunehmendem Alter nimmt sie weniger Kinder unter ihre Obhut, und auch Momo muss mehr für sie tun. Zur Unterstützung des Lebensunterhalts verdient er sich als Puppenspieler in den Straßen des Viertels. Madame Rosa nimmt von dem hübschen Jungen das Versprechen ab, dass dieser sich niemals selbst prostituiert oder als Zuhälter arbeitet.

Später befreundet er sich mit Nadine, einer Cutterin beim Film, und auch sein Vater tritt in sein Leben. Nachdem sich Madame Rosas Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert, muss sich Momo um sie kümmern, da sie Angst davor hat, ihre letzten Lebenstage in einem Krankenhaus zu verbringen. In den letzten Stunden ihres Lebens hilft er ihr auch, wenn die quälenden Erinnerungen an das Konzentrationslager wiederkommen.

Kritik[Bearbeiten]

„Ein engagiertes, wenn auch etwas sentimentales Plädoyer für die Verachteten unserer Gesellschaft, inszeniert von einem fähigen jungen Israeli und in der Titelrolle vorzüglich gespielt.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Der eindringliche und bewegende Film des in Frankreich lebenden israelischen Regisseurs Moshé Mizrahi ist ein Plädoyer für die Ausgestoßenen der Gesellschaft. Er überzeugt insbesondere durch die herausragende Darstellungskraft von Simone Signoret.“

wissen.de[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann bei der Oscarverleihung 1978 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film sowie den Los Angeles Film Critics Association Award (LAFCA Award) als bester fremdsprachiger Film. Daneben war der Film 1978 für den Golden Globe Award für den besten fremdsprachigen Film nominiert. Des Weiteren erhielt der Film einen Preis des National Board of Review für die besten ausländischen Filme.

Simone Signoret erhielt den César als beste Hauptdarstellerin sowie den David di Donatello als beste Hauptdarstellerin, wobei sie sich diesen Preis mit Jane Fonda für deren Darstellung der „Lillian Hellman“ in Julia (1977) teilte.

Außerdem war Bernard Evein für den César für das beste Szenenbild, Jean-Pierre Ruh für den César für den besten Ton nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Madame Rosa im Lexikon des Internationalen Films
  2. wissen.de