Madcon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Madcon
Madcon (2010)
Madcon (2010)
Allgemeine Informationen
Herkunft Oslo (Norwegen)
Genre(s) Elektropop, Dance-Pop, Hip-Hop
Gründung 1992
Website madconlive.com
Gründungsmitglieder
Tshawe Baqwa
Yosef Wolde-Mariam

Madcon (kurz für englisch mad conspiracy „Verrücktes Komplott“) ist eine 1992 gegründete norwegische Hip-Hop- und Reggae-Band. Die Band setzt sich aus „Kapricon“ Tshawe Baqwa (* 6. Januar 1980 in Saarbrücken[1]) und „Critical“ Yosef Wolde-Mariam (* 4. August 1978 in Norwegen) zusammen.[2]

Biografie[Bearbeiten]

Entdeckt wurden die beiden Musiker vom norwegischen Produzenten-Duo Stargate.[3] Der Song Beggin von ihrem Album So Dark the Con of Man, das am 3. Dezember 2007 veröffentlicht wurde, erhielt in Norwegen Platin und war 12 Wochen lang Nummer 1 der offiziellen norwegischen Charts.[4] Beggin ist eine Coverversion des 1967 von den Four Seasons vorgetragenen gleichnamigen Songs.

Madcon präsentierten den Titel Glow anlässlich des Eurovision Song Contests 2010 als „Eurovision Song Contest Flashmob Dance“ am 29. Mai 2010 während der Auswertung der abgegebenen Stimmen. Kurz darauf erreichte der Song in Deutschland Platz 1 der Verkaufscharts des Download-Portals iTunes und wurde in Deutschland mit Platin ausgezeichnet.[5] Noch im selben Jahr veröffentlichten sie ihre Single Freaky Like Me, welche ihre dritte Nummer-1-Single in Norwegen wurde. In Deutschland erreichte die Single Platz 9 und erreichte Gold-Status. Aufgenommen wurde der Track gemeinsam mit Ameerah. Im Oktober 2010 erschien letztlich ihr viertes Studioalbum Contraband. Nach den zwei Vorab-Singles wurde einen Monat später die dritte Auskopplung veröffentlicht. Sie trug den Titel Outrun the Sun und entstand in Zusammenarbeit mit Sängerin Maad*Moiselle. Diese verlieh auch der letzten Single-Auskopplung des Albums mit dem Titel Helluva the Night ihre Vocals. Neben der weltweit veröffentlichten Version mit US-Rapper Ludacris, erschien aufgrund des großen Erfolgs in Deutschland, auch eine Version mit dem Culcha Candela-Mitglied Mateo Jaschik alias Itchy.

In den Jahren 2011 und 2012 erfolgten zahlreiche Studioaufnahmen. 2013 erschien somit ein Album mit dem Titel Contakt, auf dem ausschließlich Tracks in ihrer Heimatsprache Norwegisch zu finden sind. Auch die beiden Auskopplungen rückten bis in die Top-20 vor. Nur ein Jahr später veröffentlichten sie ihr sechstes Studioalbum Icon, welches den Erfolg ihres norwegischsprachigen Vorgängers toppte und sich an der Spitze der norwegischen Album-Charts platzierte. Bereits wenige Monate zuvor erschien mit dem Lied One Life die Ankündigung des Albums. Neben Madcon ist auf dem Track auch die US-amerikanische Sängerin Kelly Rowland zu hören. In Deutschland erreichte der Song Platz 6. Die zweite Single des Albums trägt den Namen The Signal und wurde im September 2013 veröffentlicht. Auch diese konnte bis in die deutschen Single-Charts vorrücken.

Bei der Casting-Show Dein Song übernahmen Madcon 2014 die Musikpatenschaft von Jasmin Himmelmann. Gemeinsam spielten sie im Finale am 4. April das Stück Feline, verloren aber gegen DJ BoBo und dessen Schützling Pier Luca Abel.[6]

Im Frühjahr 2015 erschien das Lied Don't Worry gemeinsam mit dem Sänger und Rapper Ray Dalton, der unter anderem durch seinen Beitrag bei dem Lied Can′t Hold Us bekannt ist. Bereits vor der Veröffentlichung konnte der Track allein durch Vorbestellungen bis in die Top-100 auf iTunes vorrücken. Am 12. April 2015 fand das offizielle Release außerhalb von Norwegen, wo es bereits früher erschien, statt. In ihrer Heimat stieg das Lied auf Platz 4 ein und auch nach wenigen Stunden stand der Track auf Platz 2 der deutschen iTunes-Charts, schaffte jedoch nicht den Sprung vorbei an Wiz Khalifas See You Again.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US NO
2004 It's All a Madcon Erstveröffentlichung: 2004
2007 So Dark the Con of Man 45
(3 Wo.)
59
(9 Wo.)
3
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. Dezember 2007
2008 An InCONvenient Truth 8
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Dezember 2008
2010 Contraband 77
(5 Wo.)
2
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. November 2010
2012 Contakt 4
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2012
2013 Icon 96
(1 Wo.)
88
(1 Wo.)
1
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. August 2013

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US NO
2009 Conquest Erstveröffentlichung: 12. August 2009

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US NO
2004 Doo-Wop
It's All a Madcon
11
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2004
2005 Infidelity
It's All a Madcon
18
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2005
(feat. Sofian)
2007 Beggin'
So Dark the Con of Man
7
(26 Wo.)
7
(30 Wo.)
5
(59 Wo.)
5
(44 Wo.)
79
(10 Wo.)
1
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2007
2008 Back on the Road
So Dark the Con of Man
66
(5 Wo.)
6
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2008
(feat. Paperboys)
Liar
An InCONvenient Truth
65
(3 Wo.)
2
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2008
2010 Glow
Contraband
4
(60 Wo.)
14
(39 Wo.)
38
(25 Wo.)
70
(1 Wo.)
1
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. Mai 2010
Freaky Like Me
Contraband
9
(32 Wo.)
11
(24 Wo.)
6
(22 Wo.)
46
(3 Wo.)
1
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. September 2010
(feat. Ameerah)
Outrun the Sun
Contraband
27
(8 Wo.)
20
(3 Wo.)
11
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 19. November 2010
(feat. Maad*Moiselle)
2011 Helluva Nite
Contraband
29
(6 Wo.)
10*
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. September 2011
(feat. Maad*Moiselle & Itchy / *Ludacris)
2012 Kjører På
Contakt
14
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juni 2012
(feat. Timbuktu)
Fest På Smedstad Vest
Contakt
12
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. August 2012
(feat. Tina & Bettina)
2013 In My Head
Icon
2
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2013
One Life
Icon
6
(17 Wo.)
9
(16 Wo.)
37
(… Wo.)
11
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. Mai 2013
(feat. Kelly Rowland)
The Signal
Icon
54
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. September 2013
2015 Don’t Worry 22
(… Wo.)
4
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2015
(feat. Ray Dalton)

Singles als Gastmusiker[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[7] Anmerkungen
DE AT CH UK US NO
2002 Barcelona
No Cure for Life
7
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2002
(Paperboys featuring Madcon)
2012 Sunrise 8
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2012
(Alexandra Joner featuring Madcon)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Das Afrikanergen. kulturnews.de. 25. November 2010. Abgerufen am 18. November 2013.
  2. Offizielle Webseite
  3. Interview bei Planet-Interview.de
  4. norwegiancharts.com: Madcon – Beggin
  5. Bundesverband Musikindustrie: Gold-/Platin-Datenbank
  6. Artikel zu Dein Song 2014, 9. April 2014, abgerufen am 10. April 2014.
  7. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US NO

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Madcon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien