Madden NFL

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Madden NFL
Madden NFL-Logo.png
Entwickler EA Tiburon
Publisher EA Sports
Erstveröffent-
lichung
PlayStation 3, Xbox 360, iOS:
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 27. August 2013
Europe 30. August 2013
PlayStation 4
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 15. November 2013
Europe 29. November 2013
Xbox One
22. November 2013
Plattform Xbox 360, Xbox One, PS3, PS4, iOS, Android
Lizenz NFL
Genre Sport - American Football
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Gamecontroller
Medium DVD, Blu-ray
Sprache Englisch (Kommentatoren), Deutsch (Menü)
Kopierschutz SecuROM
Altersfreigabe
USK ab 0 freigegeben
PEGI ab 3 Jahren empfohlen

Madden NFL ist ein American-Football-Videospiel, das von Electronic Arts Tiburon (EA) bzw. EA Sports entwickelt wird. Die Madden NFL Serie ist jedes Jahr aufs Neue die bestverkaufte Videospielreihe in Nordamerika. Die erste Auflage des Spiels kam 1989 für den PC als „John Madden Football“ heraus. Die erste Konsolenversion für das Sega Mega Drive folgte 1990 und für den Super Nintendo ein Jahr darauf. EA Sports verbessert das Spiel seit 1991 bzw. „John Madden Football '92“. Die Serie bekam die volle NFL-Lizenz und wurde folgend bekannter als „Madden NFL“ ab 1993/Madden NFL '94; Die Spielerlizenzen kamen zwei Jahre später hinzu.

Es gibt Versionen des Spiels für Xbox, PlayStation 2, GameCube, PlayStation, Microsoft Windows, Nintendo DS, Game Boy Advance, Xbox 360, Wii, iPhone und seit Madden NFL 08 auch für PlayStation 3. Madden NFL 09, das am 28. August 2008 veröffentlicht wurde, war die erste Version, die nicht für PC verfügbar war.

Das Spiel wurde nach dem in Nordamerika bekannten Footballkommentator und früheren Erfolgstrainer John Madden benannt, jedoch weiterhin nur unter der Bedingung, dass die Simulation so nah wie möglich an den realen Football grenzt.

Das Spiel zeichnet sich durch immer größer angelegte Verbesserungen der Spielmechanik, der Grafik und der Simulation aus. Das Spielgeschehen wurde durch John Madden, begleitet von Pat Summerall und später von Monday Night Football-Kommentator Al Michaels, kommentiert. Seit Madden 10 kommentiert NBC-Sportreporter Cris Collinsworth gemeinsam mit Tom Hammond und seit Madden 11 mit Gus Johnson das Spiel.

Am 13. Dezember 2004 gab EA Sports bekannt, dass die Firma für fünf Jahre die exklusiven NFL-Rechte innehat, weshalb es allen anderen untersagt wurde, Spiele mit jeglicher NFL-Lizenz zu vermarkten. Das sahen viele als Versuch EAs an, das absolute Monopol über Footballspiele zu übernehmen. Obwohl nun die Spiele NFL GameDay von 989 Sports und Microsofts NFL Fever vom Markt genommen werden mussten, gab es durch Sega/Take 2s ESPN NFL 2K5 und dessen niedrigeren Verkaufspreis harte Konkurrenz.

Erscheinungsdatum[Bearbeiten]

Die Spiele der Madden-NFL-Serie, ab der Version 2003, erschienen alle im August kurz vor Beginn der NFL Saison. Die Jahreszahl auf dem Cover bezieht sich nicht auf die Jahreszahl der Saison, sondern auf das Jahr in dem der entsprechende Super Bowl stattfindet. Als Beispiel: Madden NFL 2011 erschien im August 2010 vor Beginn der Saison 2010.

Der „Madden-Fluch“[Bearbeiten]

Bis 1998 waren alle Cover des Spiels mit John Madden gestaltet, danach wurden besonders populäre NFL-Spieler ausgewählt. Doch alle Spieler, die bisher diese Ehre hatten, erlitten in der darauffolgenden Saison großes Pech, weswegen sowohl das Magazin TIME,[1] der Sportsender ESPN[2] als auch das Fanzine Bleacher Report[3] vom „Madden-Fluch“ reden:

Die hervorgehobenen Jahreszahlen beziehen sich auf die Maddenversion, nicht zwangsläufig auf das Erscheinungsjahr.

  • 1999 war der Coverathlet Garrison Hearst von den San Francisco 49ers, der sich einen Wadenbeinbruch zuzog und fast zwei Jahre nicht mehr spielte.
  • 2000 waren die Coverathleten Barry Sanders von den Detroit Lions und Dorsey Levens von den Green Bay Packers. Sanders beendete überraschend seine Karriere, und Levens verletzte sich schwer am Knie.
  • 2001 bekam Eddie George von den Tennessee Titans diese Ehre, der im Playoffspiel gegen die Baltimore Ravens gegen Ray Lewis einen Fumble erlitt, den Lewis zum Touchdown in die Endzone lief.
  • 2002 wurde Daunte Culpepper von den Minnesota Vikings berufen, dessen Leistungen schlagartig in den Keller sanken (32 Touchdowns, 36 Interceptions) und sich mit seinem Star-Receiver Randy Moss anlegte.
  • 2003 war der Coverathlet Marshall Faulk von den St. Louis Rams, der sich kurz darauf an der Ferse verletzte und nie mehr auf demselben Level spielte.
  • 2004 wurde Michael Vick von den Atlanta Falcons gewählt, der sich in der Saisonvorbereitung das Bein brach.
  • 2005 hieß der Coverathlet Ray Lewis von den Baltimore Ravens, der sich die Hand brach und seine statistisch schlechteste Saison spielte.
  • 2006 schmückte Donovan McNabb von den Philadelphia Eagles das Madden-Cover, der sich mehrere Fußverletzungen zuzog, mäßig spielte und sich mit seinem Teamkollegen Terrell Owens anlegte.
  • 2007 bekam Shaun Alexander von den Seattle Seahawks diese Ehre, der sich den Fuß brach und nie mehr an seine Leistung anknüpfen konnte.
  • 2008 war der Coverathlet Vince Young (Titans), der sich erst am Oberschenkel, dann am Knie verletzte und ebenfalls nie mehr sein vorheriges Level erreichte. Für die erstmalige spanisch-sprachige Ausgabe des Spiels wurde Luis Castillo von den San Diego Chargers als Coverstar erwählt. Castillo verpasste 6 Spiele durch Verletzungen und fiel in allen statistischen Kategorien hinter seine Leistungen des Vorjahrs zurück.
  • 2009 war Brett Favre von den New York Jets zu sehen, der nach einem guten Start mit einem Saisonende von drei Touchdowns und neun Interceptions seine Jets aus dem Playoffrennen rauswarf.
  • 2010 wurden Troy Polamalu (Pittsburgh Steelers) und Larry Fitzgerald (Arizona Cardinals) ausgewählt. Polamalu riss sich das Innenband und später das Kreuzband, und Fitzgerald zog sich nach einer sehr guten Regular Season eine Rippenprellung zu, die ihn kurz vor den Playoffs eliminierte.
  • 2011 hieß der Coverathlet Drew Brees von den New Orleans Saints, der negative Sporthistorie schrieb, da seine Saints das erste Team der NFL-Historie wurde, das in den Playoffs der NFL Saison 2010, von einem Team mit nur 7 Saisonsiegen und 9 Niederlagen in der Regular Season, den Seattle Seahawks, besiegt wurde.
  • 2012 war Peyton Hillis, Runningback der Cleveland Browns, nach einer Fanabstimmung im Internet überraschend für Ausgabe Madden NFL 12 zum Coverathlet ausgewählt worden. In der auf die Veröffentlichung folgenden Saison 2011 wurde er durch mehrere Verletzungen gebremst und seine statistischen Werte halbierten sich nahezu. Außerdem konnte er aufgrund der Verletzungen nur 10 der 16 Saisonspiele bestreiten.[4]
  • 2013 war der Coverathlet Calvin Johnson. Er spielte eine sehr gute Saison, in der er u.a. den NFL-Rekord für gefangene Yards brach, doch seine Detroit Lions gewannen trotzdem nur vier Saisonspiele.
  • 2014 Für die 'Next-Gen'-Version (Xbox One und Playstation 4) wurde Adrian Peterson als Coverathlet ausgewählt. (Für die Playstation 3 und Xbox 360 Version wurde Barry Sanders als Coverathlet ausgesucht.) Die Saison begann für ihn mit einer persönlichen Tragödie, als sein Sohn vom Freund der Mutter erschlagen wurde. Außerdem erzielte er mit den Minnesota Vikings nur 5 Siege in 16 Spielen und fiel gegen Saisonende mit einer Verletzung aus.

EA Sports hat angekündigt, eine Filmkomödie über den Madden-Fluch zu drehen.[5]

Der Madden Bowl[Bearbeiten]

Der Madden Bowl ist ein Eliminationsturnier welches mit der aktuellen Ausgabe von Madden Football abgehalten wird. Seit 1995 findet es während des Super-Bowl-Wochenendes in der Stadt des Gastgebers statt und konnte in der Vergangenheit viele Berühmtheiten und Spieler der NFL als Teilnehmer anziehen. Mittlerweile bekommen allerdings nur noch Spieler der NFL die Möglichkeit zur Teilnahme. Die Teilnehmer können die Mannschaft frei wählen, müssen also nicht zwingend mit ihrem wirklichen Team antreten. Der Sieger erhält die Madden Bowl Trophy und wird im nächsten Teil der Serie erwähnt.

Sieger des Madden Bowls[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. The Madden Curse, TIME.com
  2. History of the 'Madden' Curse, ESPN.com
  3. History Of the Madden Curse: A Look Back At Each Tragedy, bleacherreport.com
  4. http://www.nfl.com/player/peytonhillis/1980/profile
  5. ELECTRONIC ARTS DEVELOPING "MADDEN CURSE"- THE MOVIE, maddencurse.com.