Madrisahorn

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Madrisahorn
Klosters Selfranga.jpg
Höhe 2'826 m ü. M.
Lage Graubünden, Schweiz
Gebirge Rätikon
Koordinaten 785721 / 20066646.9311111111119.87777777777782826Koordinaten: 46° 55′ 52″ N, 9° 52′ 40″ O; CH1903: 785721 / 200666
Madrisahorn (Graubünden)
Madrisahorn
Gestein dunkles Gneis-Urgestein
Erstbesteigung in der gängigen Literatur nicht überliefert
Normalweg über die Nordflanke von Gafier Tal aus
Besonderheiten Beherrschender Gipfel oberhalb von Klosters-Serneus

Das Madrisahorn ist mit einer Höhe von 2826 Metern der siebthöchste Berg des Rätikons, einer Gebirgsgruppe der zentralen Ostalpen. Der Gipfel liegt im Schweizer Kanton Graubünden auf dem Territorium der Gemeinde Klosters-Serneus, 500 Meter nordöstlich verläuft die Staatsgrenze zum österreichischen Bundesland Vorarlberg. Das Horn ist nach Süden hin der beherrschende Gipfel oberhalb von Klosters-Serneus und Küblis. Er ist daher ein beliebter, oft begangener Aussichtsberg. Der als dunkle dreikantige Pyramide erscheinende Berg sendet drei ausgeprägte Grate nach Westen, Nordosten und Südosten aus. Er hebt sich deutlich von den helleren Rätikon-Kalkstein der Umgebung ab. Die Madrisa genannte Gegend ist im Winter ein stark frequentiertes, von Klosters aus erschlossenes Skigebiet mit zahlreichen Liften und Abfahrten.

Umgebung[Bearbeiten]

Das Madrisahorn ist die höchste Erhebung der Madrisagruppe, die das Südostende des Rätikons bildet. In gut fünf Kilometern Luftlinie liegt nordöstlich der Luftkurort Gargellen im österreichischen Vorarlberg. Die Graubündner Gemeinden Klosters-Serneus liegen etwa 6 km südlich und Küblis ungefähr 7,5 km westsüdwestlich. Bedeutende benachbarte Berge gibt es nur im Westen, die 2703 Meter hohe Rätschenfluh, und im Nordosten, im Gratverlauf, die Marchspitze mit 2732 Metern Höhe. Nach Osten, Südwesten und Norden fällt die Madrisaspitze mit ausgedehnten Schuttflächen in drei Kare und Täler ab, südöstlich ins Schafcalanda, südlich ins Chüecalanda und nördlich des Rätschenjochs (2602 m) zu den Gafier Platten.

Stützpunkte und Wege[Bearbeiten]

Von Klosters aus führt eine Luftseilbahn bis zu einer Höhe von 1887 m auf die Saaser Alp. Von der Bergstation aus sind viele Touren als Tagesausflug zu bewältigen. Stützpunkt für eine Besteigung von Norden her ist die Siedlung Gafia (Gafien) auf 1747 Metern Höhe im Gafier Tal. Von dort aus führt der Normalweg auf das Madrisahorn in südlicher Richtung zunächst zu den Gafier Platten und einem Firnfeld an der Nordflanke. Über steilen Schutt geht es dann in, laut Literatur, leichter Kletterei im Schwierigkeitsgrad UIAA I zum Gipfel. Die Gehzeit beträgt etwa drei Stunden. Auch von Gargellen aus ist das Madrisahorn zu besteigen. Weitere Kletterrouten im UIAA-Grad II führen durch die Südwestflanke oder über die Grate.[1][2]

Literatur und Karte[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günther Flaig: Alpenvereinsführer Rätikon, München 1989, S. 446 ff., Rz 703 ff.
  2. Manfred Hunziker: Ringelspitz/Arosa/Rätikon, Alpine Touren/Bündner Alpen, Bern 2010, S. 674