MagSafe

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T-förmiger MagSafe-Stecker und -Anschluss an einem MacBook Pro (2007)
L-förmiger MagSafe-Stecker (2010)
Video: Ablösen und magnetisches Verbinden

MagSafe ist die Bezeichnung des Stromanschlusses für aktuelle Notebooks der Marke Apple. Er wurde am 10. Januar 2006 zusammen mit dem MacBook Pro auf der Macworld Expo vorgestellt und wird seitdem in den Modellen MacBook, MacBook Pro und MacBook Air verbaut. Primäres Ziel dieser schnell zu lösenden Steckverbindung ist das Vermeiden von Sturzunfällen im Zusammenhang mit dem Stolpern über das Netzteilkabel.

Seit Juni 2012 verbaut Apple einen MagSafe 2 genannten, flacheren Anschluss, um die Dicke von MacBook Pro und MacBook Air reduzieren zu können.[1]

Aufbau und Funktion[Bearbeiten]

Das Halten des Steckers in der zugehörigen Buchse geschieht mittels Magnetismus. Der Metallkörper des Netzteilsteckers wird nicht eingesteckt und dann von Reibungskraft gehalten, wie bei gewöhnlichen Verbindern, sondern in einer kleinen Vertiefung am Notebook eingelegt und dort von einem Dauermagneten in seiner Position gehalten. Dadurch werden auch die stromliefernden, kabelseitig federgelagerten Goldkontakte in Berührung gebracht und angedrückt. Bei einem kräftigen Zug am Kabel, gleich in welche Richtung, löst sich die Verbindung und eliminiert damit ein Unfallrisiko mit meist größerer Schadensfolge, bei dem der Computer vom festsitzenden gesteckten Kabel vom Tisch gerissen wird.

Diese Konstruktion verhindert außerdem, dass die Strombuchse im Inneren an der Platine des Rechners ausbricht und einen Wackelkontakt verursacht. Dies kann bei herkömmlichen Verbindern vorkommen, wenn der Stromstecker außen geknickt wird und geschieht insbesondere dann, wenn der Stromstecker vor dem Einpacken eines Notebook in eine Tasche nicht abgezogen wird. Ähnliches erleidet die Steckverbindung bei dem Betrieb des Notebooks auf einer weichen Unterlage, auf der das Gerät einsinkt, der Stecker jedoch nicht gleichermaßen.

Der rechteckige Stecker ist symmetrisch aufgebaut, er kann also in beide Richtungen eingelegt werden. Auf den seitlichen Flächen des Steckers sind LED angebracht, die den Zustand des Ladevorgangs signalisiert: orange bedeutet ladend, grün vollständig geladen.

Durch die offenliegenden Kontakte eignet sich das Steckersystem nur für Kleinspannungen.

Patent und Artverwandtschaft[Bearbeiten]

Apple hält ein Patent auf diese magnetische Steckverbindung.[2] Eine ähnliche Konstruktion fand bereits früher bei verschiedenen Küchengeräten Verwendung.[3] Im August 2011 wurde bekannt, dass Apple ein Patent für einen MagSafe-Anschluss für das iPad beantragt hat.[4] Ob und wann dieser in den Tablets verbaut wird, ist unklar.

Netzteil[Bearbeiten]

Das Netzteil mit dem MagSafe-Stecker hat sekundärseitig das fest angeschlossene MagSafe-Kabel, primärseitig einem wechselbaren und länderspezifischen Netzstecker. Im Lieferumfang des MagSafe-Netzteils befinden sich in Deutschland ein kleiner Eurostecker und ein langes Anschlusskabel mit Schukostecker. Es ist in verschiedenen elektrischen Leistungsstufen, je nach Notebookmodell, von Apple verkauft worden.

Pinbelegung[Bearbeiten]

Pinbelegung bei Blick auf die Kontakte

Die Verbindung hat fünf Pins, die linear und symmetrisch zur Mitte angeordnet sind. Der mittlere Pin (3) dient zur Steuerung der LED am Stecker. Auf den inneren Pins (2) und (4) befindet sich der Pluspol mit ca. 14 V bis 19 V je nach Modell. Ganz außen jeweils der Masseanschluss (1) und (5). Der äußere Metallrand dient der magnetischen Verbindung und zusätzlich der elektrischen Abschirmung.

Über den Stecker wird eine serielle Datenleitung geschaltet, um die Spannung einzuschalten und Netzteildaten auszutauschen. Der Chip hierzu befindet sich im MagSafe-Stecker selbst.

Schwachstellen[Bearbeiten]

Verschmortes MagSafe-Kabel

2007 musste Apple die Netzadapter zurückrufen, da es immer wieder zu Kabelbrüchen kam.[5] Teilweise waren die Kabel und die Kabelisolationen so dünn, dass die Stecker an den Bruchstellen zu schmoren begannen. Apple hat daraufhin die Isolierung vergrößert.[6] Das Computermagazin c't bezeichnet die Probleme als „Sollbruchstellen“[7] und im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen, wie man bei abgelaufener Garantie selbst mittels eines Lötkolbens das Gerät reparieren kann. Die Probleme betreffen jedoch nicht das Stecksystem selbst, sondern die zu schwach dimensionierte Kabelzuführung.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: MagSafe – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Macrumors.com: Retina Display MacBook Pro and New MacBook Air Includes Thinner MagSafe 2 Power Port. 11. Juni 2012, abgerufen am 5. Mai 2014.
  2. Apples MagSafe-Patent
  3. 'Break-away' cord aims to make deep fryers safer auf den Seiten von CNN
  4. Neue Apple-Patente: MagSafe-Anschluss für das iPad
  5. Vgl. Bericht bei AppleInsider.
  6. Vgl. Bericht bei AppleInsider über die Neugestaltung.
  7. Artikel in der Zeitschrift c't.