Magdeburger Kreis

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Der Magdeburger Kreis ist ein Zusammenschluss von studentischen Corps im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV) in neun Universitätsstädten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Magdeburger Kreis wurde am 23. Oktober 1927 in Magdeburg gegründet.[1] Die vier Gründungscorps Vandalia Berlin, Budissa, Normannia Halle und Makaria Würzburg trafen sich dazu im Magdeburger Hof. Die Gründungscorps unterzeichneten einen Vertrag, der ein Freundschaftsverhältnis jedes Corps gegenüber allen anderen Unterzeichnern begründete. Er wurde gegründet, um die Grundlage der Corps unter anderem durch Herstellung und Pflege persönlicher Beziehungen zu stärken und zu erhalten.

Die Besonderheit des Magdeburger Kreises liegt darin, dass der Abbruch der freundschaftlichen Beziehungen eines Mitgliedscorps zu einem anderen nicht möglich ist, ohne zugleich die Beziehungen zu allen anderen Mitgliedscorps abzubrechen. Werden die Beziehungen zwischen zwei Mitgliedscorps abgebrochen, so zerbricht der gesamte Magdeburger Kreis. Jedes Corps muss folglich – wie bei Abbruch von Freundschaftsverhältnissen üblich – eine PP-Suite gegen jedes andere Mitgliedscorps fechten, im ganzen also acht Suiten (à vier Partien).

Der Magdeburger Kreis steht mit dieser Regelung allein im KSCV. Hintergrund war, dass besonders während der deutschen Gründerzeit Freundschaftsverhältnisse zwischen Corps von den Aktiven oft aus nichtigen Gründen abgebrochen wurden. Dies war für die Altherrenschaft oft schmerzhaft, da sie so die während ihrer eigenen Aktivenzeit gewonnenen Freunde bei den ehemaligen Verhältniscorps nur noch selten zu Gesicht bekamen.

Der Magdeburger Kreis pflegt das „Freundschaftsprinzip“. Gelegentlich wird als weiteres Prinzip das „Duzprinzip“ genannt, da sich alle Mitglieder des Kreises ausnahmslos mit „Du“ anreden, was in der Regel nur innerhalb des eigenen Corps üblich ist.

Mitgliedscorps[Bearbeiten]

Mit den Fusionscorps sind die heutigen Mitglieder:

Mehrbändermann[Bearbeiten]

Theodor Kölliker trug fünf Bänder des Magdeburger Kreises.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rolf-Joachim Baum: 1582-1982: Studentenschaft und Korporationswesen an der Universität Würzburg. Becker, Würzburg 1982. S. 246.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]