Amtshaus für den 20. Bezirk

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Magistratisches Bezirksamt für den 20. Bezirk

Das Magistratische Bezirksamt für den 20. Bezirk ist ein denkmalgeschütztes Amtsgebäude der Stadt Wien.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1900 wurde der 20. Gemeindebezirk Brigittenau aus dem 2. Gemeindebezirk Leopoldstadt herausgelöst. 1902 fand ein Architekturwettbewerb zu einem eigenen Bezirksamt für den neuen Gemeindebezirk statt, bei dem Karl Badstieber den ersten Preis erhielt. Badstieber hatte erst ein Jahr zuvor sein Architekturstudium beendet und bislang noch keine öffentlichen Bauaufträge erhalten. Im Auftrag des Wiener Stadtbauamts nahm er an seinem preisgekrönten Entwurf zum Bezirksamt noch einige Änderungen vor. Nach diesen Plänen wurde das Bezirksamt dann 1904/1905 erbaut.[1] Im Zweiten Weltkrieg wurde das Magistratische Bezirksamt schwer beschädigt und danach wiederhergestellt.

Lage und Architektur[Bearbeiten]

Übergang zwischen Bezirksamt (links) und Manfred-Ackermann-Hof

Das Magistratische Bezirksamt für den 20. Bezirk steht am Brigittaplatz Nr. 10. Der Brigittaplatz, wo sich auch die neugotische Brigittakirche des Architekten Friedrich von Schmidt befindet, wurde als städtebauliches Zentrum des Bezirks konzipiert. Neben dem Bezirksamt steht ein kommunaler Wohnbau, der Manfred-Ackermann-Hof in dem die Feuerwache Brigittenau integriert ist. Er wurde ebenfalls nach Plänen Karl Badstiebers, jedoch erst 1928/1929 erbaut. Bei diesem Gebäude nahm der Architekt Bezug auf die architektonische Formensprache des Bezirksamts. Er schließt auch optisch an das Bezirksamt an.

Die Fassadengestaltung des Amtsgebäudes ist von zeitgenössischen secessionistischen Elementen mit stilgeschichtlich älteren, neugotischen Anklängen geprägt. An der Fassade ist Dekor aus Klinker, Stein und Metall angebracht. Das Hauptportal wird von einem Rundbogen aus Naturstein gebildet. Im Inneren sind der Festsaal, Wandbrunnen aus Marmor und das schmiedeeiserne Treppengeländer hervorzuheben.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl Badstieber. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007.
  2. Dehio-Handbuch Wien. II. bis IX. und XX. Bezirk. Hrsg. v. Bundesdenkmalamt. Anton Schroll, Wien 1993, ISBN 3-7031-0680-8, S. 444

48.23302777777816.371083333333Koordinaten: 48° 13′ 59″ N, 16° 22′ 16″ O