Magnavox

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Magnavox

Magnavox (lateinisch für „laute Stimme“) ist eine Elektronikfirma, die seit 1974 zu Philips gehört. Besonders bekannt wurde Magnavox durch die Entwicklung der ersten Videospielkonsole.

Gründung[Bearbeiten]

Magnavox wurde 1917 von Edwin Pridham und Peter L. Jensen gegründet. Pridham und Jensen hatten 1915 zusammen einen Schwingspulen-Lautsprecher entwickelt, daher stammt auch der Name Magnavox.

Einstieg in den Videospielemarkt[Bearbeiten]

Mitte der 1960er Jahre entwickelte Ralph Baer und ein kleiner Stab Techniker die erste Videospiel-Konsole. Sie nannten das System einfach Home TV Games. 1968 bekamen sie dafür das erste Videospielepatent. Die Konsole beinhaltete einige Spiele, u.a. Ping Pong, Football und Volleyball.

Bei einer Vorführung des Home TV Games sah Bill Benders das System und war begeistert. Als Benders 1970 Vizepräsident von Magnavox wurde, setzte er die Lizenzierung der Konsole durch, die dann im Jahre 1972 unter dem Namen Odyssey das Licht der Welt erblickte.

Das System war sehr einfach, es konnte nur Punkte darstellen. Aber es gab jede Menge Zugaben, so z. B. Schablonen, die auf den Fernseher geklebt wurden, um das Spielfeld darzustellen oder einen Block, um den Spielstand zu notieren.

Es wurden rund 350.000 Geräte verkauft. Für Magnavox ein eher enttäuschendes Ergebnis, hatte man das Gerät doch mit einer großen Werbekampagne am Markt eingeführt (u. a. mit Frank Sinatra).

Odyssey II[Bearbeiten]

1978 erschien die Odyssey II. Das Gerät war aber schon beim Erscheinen nicht auf dem Stand der Zeit und die Absätze ließen sehr zu wünschen übrig. Einzig in Europa (als Philips Videopac G7000) hatte die Odyssey II großen Erfolg. Insgesamt wurden etwa 1.000.000 Geräte verkauft, damit lag Magnavox weit abgeschlagen hinter Atari. Danach wurde noch Odyssey III entwickelt, der aber nie Serienreife erreichte.

Magnavox zog sich aus dem Videospielemarkt zurück und konzentrierte sich wieder auf die Entwicklung von Heimkino-Systemen. Da Magnavox mit der Odyssey-Konsole jedoch gleichzeitig das Patent für Videospielgeräte besaß, wurden später viele Prozesse gegen diverse Firmen geführt, die auch alle gewonnen wurden. U.a. erhielt Magnavox 700.000 US-Dollar von Atari.

Innovationen[Bearbeiten]

  • 1958 - High-Fidelity-Stereo-Kopfhörer
  • 1961 - Videomatic, ein „elektronisches Auge“, das das Fernsehbild automatisch auf die Raumumgebung einstellt
  • 1983 - Einführung der CD auf dem US-Markt
  • 1986 - Universalfernbedienung für TV und Videorekorder
  • 1992 - Smart Sound, auch bekannt als „automatic volume control“
  • 1993 - Remote Locator, beim Einschalten des Fernsehers direkt am Gerät gibt die Fernbedienung Pieptöne von sich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Magnavox – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien