Magnesiumsulfit

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Kristallstruktur
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Magnesiumsulfit
Verhältnisformel MgSO3
CAS-Nummer
  • 7757-88-2
  • 13446-29-2 (Hexahydrat)
  • 19086-20-5 (Trihydrat)
PubChem 3014583
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff (Hexahydrat)[1]

Eigenschaften
Molare Masse 104,37 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,72 g·cm−3 (Hexahydrat)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Magnesiumsulfit ist eine anorganische chemische Verbindung des Magnesiums aus der Gruppe der Sulfite.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Magnesiumsulfit kann durch Reaktion von Magnesiumhydroxid mit Schwefeldioxid gewonnen werden, wobei bei Temperaturen unter 40 °C das Hexahydrat und darüber das Trihydrat entsteht.[3]

\mathrm{Mg(OH)_2 + SO_2 + 5 \ H_2O \longrightarrow MgSO_3 \cdot 6 H_2O}

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion von Natriumsulfit mit Magnesiumchlorid.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Magnesiumsulfit-Hexahydrat hat eine rhombohedrale Kristallstruktur mit Raumgruppe R3. Das Hexahydrat verliert Kristallwasser ab 78 °C und wandelt sich zum Trihydrat um. Bei 120 °C erfolgt weitere Umsetzung zum Dihydrat und bei 395 °C zum Anhydrat. Das Trihydrat hat eine Kristallstruktur mit der Raumgruppe P412121, das Dihydrat die Raumgruppe P21/c.[3]

Verwendung[Bearbeiten]

Magnesiumsulfit wird in Systemen zur Rauchgasentschwefelung verwendet, in denen Magnesiumhydroxid als Waschalkalie dient (Magnesiumverfahren[4]).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 93rd Edition. CRC Press, 2012, ISBN 143988049-2, S. 4-74 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. a b c  Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 044459553-8, S. 143 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4.  Ulrich Förstner: Umweltschutztechnik. Springer DE, 2003, ISBN 354044369-X, S. 150 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5.  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 1439814619, S. 258 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).