Magnetschule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Phoenix Magnet School in Alexandria (Louisiana)

Magnetschulen sind Schulen, die sich durch einen speziellen Schwerpunkt in ihrem Curriculum oder ein besonderes pädagogisches Konzept, sowie durch einen erweiterten Einzugsbereich mit freier Schulwahl auszeichnen.

Herkunft[Bearbeiten]

Das Konzept der Magnetschule wurde in den siebziger Jahren in einigen nordamerikanischen Großstädten begründet. Ziel war es, innerstädtische Schulen durch einen speziellen Schwerpunkt attraktiver zu machen. Das Einzugsgebiet wurde über die Grenzen einzelner Stadtteile hinweg ausgeweitet. Das sollte zu einer ausgewogeneren ethnischen und sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft und zu einer Verbesserung der Qualität des Schulwesens führen. So sollten vor allem weiße Familien dazu bewegt werden, ihre Kinder nicht mehr auf Privatschulen, sondern interessengeleitet wieder auf öffentliche Schulen in der Form der Magnetschulen zu schicken.[1]

Magnetschulen in Deutschland[Bearbeiten]

In mehreren deutschen Städten wurden bereits Magnetschulen unterschiedlicher Profile errichtet. Sie zeichnen sich durch ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschung aus. Schülern wird dadurch der Einstieg in Ausbildung und Berufsleben erleichtert.[2] Durch die verstärkte Einbeziehung der Eltern und die Förderung von Schülern verschiedener Nationen, fördern sie die Integration ausländischer Familien.[3] [4]. Die Zahl der Magnetschulen soll erhöht werden. An rund 700 Standorten sollen 1000 Magnetschulen geschaffen werden, die Schwerpunkte im Bereich Kunst, Technik, Fremdsprachen oder pädagogischem Konzept aufweisen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Weiß: Zum Konzept der Magnetschule in den USA (Zeitschrift für internationale erziehungs- und sozialwissenschaftliche Forschung 6 (1989) 1, S. 3-28) (PDF; 1,8 MB)
  2. Dortmunder Magnetschule GadSa
  3. Die Zeit vom 15. März 1985: Aus Schulen im Abseits werden Magnetschulen
  4. Pisa Lernen Für Die Welt Von Morgen: Erste Ergebnisse Von Pisa 2003
  5. Bildungsrepublik Deutschland (PDF; 216 kB)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]