Magnitogorsk
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| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Russland | |
| Föderationskreis: | Ural | |
| Föderationssubjekt: | Oblast Tscheljabinsk | |
| Gemeindeart: | ||
| Fläche: | 375,8 km² | |
| Einwohner: | 416.700 (2005) | |
| Bevölkerungsdichte: | ||
| Höhe: | 310 Meter ü. NN | |
| Postleitzahlen: | 455000 | |
| Telefonvorwahl: | (+7)3519 | |
| Geografische Lage: | 53°25' N, 58°58' O Koordinaten: 53°25' N, 58°58' O | |
| Kfz-Kennzeichen: | 74 |
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| Stadtgliederung: | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: |
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| Offizielle Website: | http://www.magnitog.ru/ | |
| Politik | ||
| Oberbürgermeister: | Jewgeni Karpow | |
| Liste der Städte in Russland | ||
Magnitogorsk (russisch Магнитогорск, ausgesprochen Magnitagorsk, wörtlich übersetzt die Stadt am magnetischen Berg) ist eine Stadt in Russland und liegt im Südural zu beiden Ufern des Flusses Ural. Sie hat rund 416.700 Einwohner (Stand 2005). Die Stadt wurden im Jahr 1929 gegründet.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichtliches
Magnitogorsk entstand im Rahmen des ersten Fünfjahresplan des bolschewistischen Regimes unter Josef Stalins Kontrolle. Die damals mit enormer Geschwindigkeit betriebene Industrialisierung ist dadurch zu verstehen, dass die bolschewistische Ideologie und Politik auf ein starkes, staatstragendes Proletariat (verstanden als "die Industriearbeiterschaft") als wichtigste soziale Schicht setzte, Russland jedoch sehr stark agrarisch geprägt (>90 Prozent aller Russen lebten auf Dörfern und von der Landwirtschaft) war.
Magnitogorsk wurde somit als Industrie- und Arbeiterstadt gegründet. Der Eifer, mit dem man sein Vorhaben damals vorantrieb, ist auch daran zu erkennen, dass in Magnitogorsk bereits die ersten Fabriken und Wohngebäude bestanden, als die Entwürfe für die Stadt vorlagen. Unter der Leitung des Deutschen Ernst May hatte man ein Baukonzept ausarbeiten lassen, bei dem besonderes Augenmerk auf kurze Transportwege von den Arbeitsstätten nach Hause und ähnliche Effizienzkriterien gelegt worden war. Als diese Pläne jedoch in ihrer abschließenden Fassung vorlagen, hatte man längst angefangen, die Stadt zu bebauen und zu besiedeln, sodass eine erneute Überarbeitung notwendig wurde und die Stadt sich völlig anders gestaltete, als ursprünglich vorgesehen war. Vermutlich hatte die endgültige, weniger effiziente Struktur jedoch damals unbedachte Vorteile: ein größerer Abstand zwischen Industrie- und Wohnanlagen dürfte sich bis heute positiv auf den Gesundheitszustand der Stadtbewohner auswirken. Allerdings ist trotz der weitgehenden Trennung der größten Industrie- von den Wohnkomplexen durch den Fluss Ural eine absolut fatale Verschmutzung der Stadt und eine extreme Gesundheitsbelastung in Magnitogorsk bekannt (siehe unten: Umwelt).
An wirtschaftlicher Effizienz wurde Magnitogorsk zu einem leuchtenden Aushängeschild des bolschewistisch-stalinistischen Russland. Binnen kurzer Zeit entstand in Magnitogorsk die weltgrößte Eisen- und Stahlproduktion. Im zweiten Weltkrieg dürfte Magnitogorsk der wichtigste russische Lieferant des für die Kriegsmittelproduktion nötigen Stahls gewesen sein.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Magnitogorsk ist ein Zentrum der Stahlerzeugung. Bereits 1930 wurde hier der erste Stahl produziert. Die ersten drei Hochöfen wurden in einem für die damalige Zeit atemberaubenden Tempo errichtet, in 56, 16 und 5 Tagen. Noch heute geht der Stahl aus Magnitogorsk in 7.000 Betriebe des Landes und in 40 Staaten. Das Unternehmen Magnitogorsk Iron and Steel Works hat seinen Firmensitz in der Stadt.
[Bearbeiten] Sport
In der Stadt spielt der Eishockeyclub HK Metallurg Magnitogorsk. Metallurg spielt in der russischen Superliga, wurde mehrfach russischer Meister und gewann im Jahre 2005 den Spengler Cup in Davos. Jewgeni Malkin wuchs auf in und spielte bis 2006 für Magnitogorsk.
[Bearbeiten] Umwelt
Laut einer Studie des Blacksmith Institute gehört die Stadt zu den 25 am meisten verschmutzen Orten der Welt. Lediglich 1% aller Kinder befinden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand; ein lokales Krankenhaus berichtet von 72% aller Kinder, die krank geboren werden. 73% aller Mütter sind ebenfalls nicht gesund. Dies ist auf die äußerst hohe Konzentration von Blei, Schwefeldioxid und etlicher weiterer Schwermetalle in Luft und Trinkwasser zurückzuführen. [1]
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Brandenburg an der Havel, Brandenburg, seit 1989
[Bearbeiten] Weitere Lektüre
Die Standardwerke zu Magnitogorsk stammen von Professor Stephen Kotkin: "Steeltown, USSR" und "Magnetic Mountain" (beide soweit nur in Englisch verfügbar).
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.74m.ru/ – inoffizielles Stadtportal (Russisch)
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