Magnum (Fernsehserie)

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Seriendaten
Deutscher Titel Magnum
Originaltitel Magnum, p.i.
Magnumpi-logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Jahr(e) 1980–1988
Länge 45 Minuten
Episoden 162 in 8 Staffeln
Genre Drama, Kriminalfilm
Idee Donald P. Bellisario, Glen A. Larson
Musik Ian Freebairn-Smith, Mike Post (ab Folge 12)
Erstausstrahlung 11. Dezember 1980 (USA) auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
18. Juni 1984 auf
Deutsches Fernsehen
Besetzung
Episodenliste

Magnum ist eine US-amerikanische Fernsehserie um den Privatdetektiv Thomas Magnum. Die Krimiserie, die auf Hawaii spielt, wurde in acht Staffeln mit insgesamt 162 Episoden von 1980 bis 1988 unter dem Originaltitel Magnum, p.i. gedreht. Die Abkürzung p.i. steht für die englische Berufsbezeichnung private investigator (deutsch ‚Privatdetektiv‘).

Handlung[Bearbeiten]

Dreharbeiten 1984

Thomas Sullivan Magnum IV lebt auf Oahu, Hawaii, auf einem ansehnlichen Grundstück (rund 80 ha groß, wovon 2 ha zum engeren Sicherheitskreis zählen – 1.17) am Calagua Drive (tatsächlich befindet sich das Anwesen am 41-505 Kalanianaole Highway) im Gästehaus des berühmten Schriftstellers Robin Masters, der selbst jedoch nie zu sehen ist. Masters erscheint nur andeutungsweise in wenigen Folgen, da er ständig unterwegs ist. Magnum ist ehemaliger Marine-Offizier (bis zu seinem 33. Lebensjahr) und nun Privatdetektiv, wird aber häufig als „Privatschnüffler“ bezeichnet, was er vehement zurückweist: Er sei Detektiv, kein „Schnüffler“ (gleichwohl lässt der Verwalter Higgins kaum eine Möglichkeit aus, ihn mit Scheidungsfällen in Verbindung zu bringen). Magnum stammt aus Tidewater, Virginia (4.9), ist jedoch bereits als kleines Kind mit seiner Mutter Kathrin von dort weggezogen.

Masters engagierte Magnum als Sicherheitschef für das Anwesen. Dafür erhält er zwar kein festes Gehalt, aber Logis im Gästehaus des Anwesens und das Recht zur Nutzung des roten Ferrari 308 GTS (bis zur Episode 3.1, dann ein Ferrari 308 GTSi bzw. nach der Episode 4.15 ein Ferrari 308 GTSi QV), der eines der Markenzeichen der Serie ist.

Thomas Magnum wurde am 8. August 1944 in Virginia geboren (vgl. 2.14 Magnums Antwort an den Arzt sowie 4.01, „Wassertreter des Jahres 1950 als fast 6-Jähriger“ von seinem Vater Thomas Magnum III bezeichnet). Seine Mutter ist Katherine Peterson. Der Namenszusatz „Sullivan“ ist der Name seines Großvaters mütterlicherseits (8.5), sein Großvater väterlicherseits ist Thomas Magnum II (genannt "The Captain" (8.12)), sein Ur-Großvater hieß Patrick (8.9). 1967 macht er seinen Abschluss an der Militärakademie und wird kurz darauf nach Vietnam versetzt (4.13). In der siebten Staffel, die 1987 spielt, wird er jedoch 40 Jahre alt (7.17, bezeichnenderweise „Forty“) und in der letzten Folge der Serie ist sein Geburtstag am 5. Januar, mitten im Winter an der Ostküste der Vereinigten Staaten, so dass die Kontinuität seines Geburtsdatums fraglich ist. Im Pilotfilm ist sein Führerschein mit dem Geburtstag 5. Januar 1946 erkennbar. Diese Diskontinuität wird auch in der Folge 4.19 deutlich, in der er sich an ein Footballspiel erinnert, welches er zusammen mit seiner Tante im August 1956 besuchte: „Ja, ich war 10 Jahre alt, als …“.

Sein Vater, Lt. Thomas Magnum III, ging 1950 nach Korea und kam nicht zurück. Er starb am 4. Juli – dem Nationalfeiertag der USA (7.6). Seitdem trägt Magnum dessen Armbanduhr (ab der vierten Staffel), eine Rolex GMT Master und seit seiner Dienstzeit in Vietnam verbringt Magnum diesen Feiertag allein auf dem Meer (z. B. 7.6), zunächst auf einem Surfbrett und dann in seinem Surf Ski, was ihm in Folge 4.01 fast zum Verhängnis wird.

Der von Robin Masters eingesetzte Verwalter seines Anwesens (genannt Robin’s Nest) ist Jonathan Higgins. Mit ihm entbrennen immer wieder Streitereien um weitere Vergünstigungen, wie zum Beispiel die Nutzung des Tennisplatzes, des Weinkellers und der hochwertigen Kamera-Ausrüstung von Robin Masters. Die „Verhandlungen“ um diese und andere Vergünstigungen ist einer der wiederkehrenden Handlungsstränge, die diese Serie beim Zuschauer so beliebt gemacht haben.

Bei der Aufklärung seiner Fälle nimmt Magnum immer wieder die Dienste seiner alten Freunde und Kriegskameraden Rick, T.C. und Mac Reynolds in Anspruch, ohne sich dafür zu revanchieren. Rick nutzt oft seine Beziehungen zur Unterwelt für Magnum, T.C. fliegt Magnum häufig mit seinem Hubschrauber über die Inseln (ohne dass Magnum das Benzingeld bezahlt) und Mac Reynolds – später dann Maggie Poole – besorgt Informationen aus den Computern des Geheimdienstes Office of Naval Intelligence (ONI). Die Beziehung zu seinen Freunden – und auch zu Higgins – ist so eng, dass diese spüren, wenn Magnum in Lebensgefahr ist und ihm dadurch das Leben retten können (4.1).

Magnum heiratete während seines Vietnameinsatzes in Saigon. Seine Frau Michelle (eine streng katholische Französin, dargestellt von Marta DuBois), deren Tochter namens Lily-Catherine (gespielt von Kristen Carreira) möglicherweise seine Tochter ist, starb angeblich bei einem vietnamesischen Angriff am 15. August 1976, taucht aber am Ende der 7. Staffel wieder auf. Sie war Krankenschwester in Südvietnam, an geheimdienstlichen Aktivitäten beteiligt und mit dem nordvietnamesischen General Nguyen Hue (gespielt von Soon-Tek Oh) verheiratet. Der wiederum galt als verschollen und so heirateten die beiden. Tatsächlich jedoch lebte der General noch und die Ehe war demnach ungültig (2.5 & 2.6). Nach dem gewaltsamen Tod von General Hue taucht Michelle auf Hawaii auf und gibt die 5-jährige Lily in die Obhut Magnums (7.7). Es wird nicht zweifelsfrei geklärt, ob Lily Magnums Tochter ist, aber sowohl das Verhalten als auch der Abschiedsgruß von Michelle („Wenn ich sage: Ja, sie ist Deine Tochter! Würdest Du sie dann gehen lassen?“ und „Ich werde dafür sorgen, dass sie Dich nie vergisst!“) deuten doch recht eindeutig darauf hin. Am Ende der letzten Staffel wird dann aufgeklärt, dass Lily-Catherine wirklich seine Tochter ist; sie trägt Michelles Kette mit dem Logo des Teamrings.

Es ist jedoch nicht so, dass Magnum nicht hätte wieder heiraten wollen: In Folge 7.1 macht er Cynthia Farrell (Dana Delany) einen durchaus ungewöhnlichen Heiratsantrag: Während einer Verfolgungsjagd rutscht ihm der Satz „Wir werden schon eine Lösung finden, wenn wir erst verheiratet sind.“ heraus. Sie stimmt zunächst zu, aber letztendlich finden sie doch nicht zueinander.

Neben den Fällen sorgen besonders die als Running Gags inszenierten Auseinandersetzungen Magnums mit seinen Freunden, vor allem aber die mit Higgins sowie dessen beiden Dobermännern Zeus und Apollo, „den Jungs“, für kurzweilige Unterhaltung, die wohl maßgeblich zum Erfolg der Serie beigetragen haben. Magnum mag „die Jungs“ nicht sonderlich, da Higgins sie auf ihn abgerichtet hat, aber opfern würde er sie nicht (3.6: „Sind doch bloß Tiere“ – Magnum daraufhin zu ihrem Schutz: „Sie bleiben im Keller!!“).

Dazu gehört auch die Einbeziehung des Zuschauers, indem Magnum ihn im „back“ (sog. „Voice over“) als Erzähler an seinen Gedanken teilhaben lässt: „Ich weiß genau, was Sie jetzt denken, und Sie haben Recht! Aber …“ ist eine immer wiederkehrende Phrase, mit der der Zuschauer zum weiteren Geschehen geleitet wird. Nur Luther Gillis und Susan Johnson (Folge 8.7) kommen neben Magnum ebenfalls im off zu Wort. Seinerzeit ungewöhnlich war auch, dass Magnum die Zuschauer mit Blicken und dem typischen Augenzwinkern unmittelbar in die Kamera einbezogen hat.

Kurios ist das Ende der Serie: In der letzten Szene zoomt die Kamera auf und der Zuschauer sieht ein TV-Gerät mit der letzten Szene – Lily und Thomas Hand in Hand am Strand – sowie den Rücken eines Marine-Offiziers in seiner weißen Gardeuniform. Es ist Thomas Magnum, der sodann die Fernbedienung ergreift, sich dem Zuschauer zuwendet und mit dem Satz „Gute Nacht“ das TV-Gerät (und damit auch den Bildschirm der Zuschauer) ausschaltet.

Weitere Personen[Bearbeiten]

Jonathan Quayle Higgins III.[Bearbeiten]

Jonathan Higgins ist ein adliger Brite (ein Lord, der Baron von Perth – 5.1) und arbeitet seit dem Frühjahr 1976 (4.18) als Verwalter von „Robin’s Nest“. In dieser Funktion achtet er sehr auf Ordnung und korrektes Auftreten, was häufig zu Konflikten zwischen ihm und Thomas Magnum führt, der 1980 auf das Anwesen kommt (1.1). Sein ausgeprägter britischer Akzent (Darsteller Hillerman ist eigentlich Texaner), der im Original einen zusätzlichen Kontrast zu Magnums Ostküsten-Dialekt setzt, ließ sich in die deutsche Synchronisation nur andeutungsweise übertragen, schlägt sich aber noch in der Wortwahl nieder, wenn beispielsweise Higgins auf ein joviales "Higgie-Baby" mit einem betont kühlen "Mister Magnum" reagiert. Trotz ihres beständigen Kleinkriegs wissen beide, dass sie sich aufeinander verlassen können. Magnum bezeichnet diese Beziehung als ein „komisches Vertrauen“ und beschreibt sie als ein altes Ehepaar (Zitat aus 4.6: „zanken sich, wie ein altes Ehepaar“).

Er ist im Jahre 1919 oder 1920 geboren (2.39); sein Halbbruder Elmo Ziller ist 1919 geboren, Zitat: „beinahe zur selben Zeit“. Als Junge besuchte er zunächst ein Internat in Eton (4.12), danach die renommierte Königliche Militärschule in Sandhurst, wurde jedoch im Alter von 18 Jahren zu Unrecht von ihr verwiesen. Er ging gegen den Willen seines Vaters zum Militär und bekleidete den militärischen Rang eines Sergeant Major. Er wurde daraufhin von seinem Vater Albert Stanley Higgins (6.19) verstoßen (vgl. 6.1; „meine Familie nahm mich nicht mehr zur Kenntnis“) und sah ihn erst 40 Jahre später wieder, nachdem ihn Magnum quasi auf das „Higginssche Anwesen“ entführte. In den 1940er Jahren war Higgins mit Lady Penelope Ashley (2.14) verlobt und wird in vielen Folgen von Agatha Chumley „umgarnt“, was er jedoch nie wirklich begreift (4.1): „Manchmal glaube ich, dass ich die Frauen nie verstehen werde.“.

Higgins ist ein hochdekorierter Kriegsveteran (beispielsweise im West Yorkshire Regiment des Prince of Wales; vgl. sein Einwand in (1.1), mit Spitznamen "Punky" (3.9), Träger des Victoria-Kreuzes (4.10)), der während seiner langen Militärzeit in vielen Ländern gedient hat und dem verschiedene Aufgabengebiete übertragen wurden (3.5: „3 Kriege, 5 Aufstände, 37 Jahre Dienst!“). So war er zum Beispiel in Nordafrika, Birma, Malaysia und Indien (1948) stationiert und arbeitete sowohl für den britischen Auslandsgeheimdienst MI6, beispielsweise 1944 in Mexiko (5.3) und in Nordirland (2.13), als auch für den britischen Inlandsgeheimdienst MI5 ((8.4); Zitat: „Ende des Krieges beim MI5“).

Selbst an historisch wichtigen Orten und Schlachten will er dabei gewesen sein, so zum Beispiel auf der „Brücke am Kwai“, in El Alamein (1942), der Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 (2.39), den Nürnberger Prozessen (1.07) sowie beim Mau-Mau-Aufstand im Jahr 1953 (3.6).[1] Nach seiner Militärtätigkeit betrieb er ein Hotel in Genf (3.5).

Higgins hat mehrere uneheliche Halbgeschwister auf der ganzen Welt, da sein Vater während seiner Militärzeit (Zitat Higgins) „sehr viel herumgekommen ist“: Pater Patrick „Paddy“ McGuinness, der in Nordirland Pfarrer ist (3.22); Elmo Ziller, einen texanischen Rodeo-Veranstalter aus Hondo, Texas („intellektuell lebensbedrohend“ – Zitat Higgins in 2.39), dem er eine Nichte namens Lexi verdankt; Don Louis Mongueo, einen Halbbruder, der auf dem fiktiven südamerikanischen Inselstaat „Costa de Rosa“ lebt (die Mutter ist eine gewisse Doña Anna – 6.19) sowie eine Halbschwester namens Su Ling (* 1928) aus Peking (3.22) und die beiden von Paddy McGuinness nur namentlich erwähnten Halbschwestern Elisabeth Whitefeather und Katu Manumba (5.02). Sie alle tauchen natürlich nicht auf seiner etwa 2 × 2,5 Meter großen Ahnentafel auf, die er in seinem Büro wie eine Leinwand aufgespannt hat (3.22), die ihn als Nachfahre von Heinrich VIII ausweist. Diverse Treffen mit seinen Blutsverwandten bringen jedes Mal zum Ausdruck, wie sehr Higgins sich von ihrem Dasein distanzieren möchte, aber letztlich die Blutsverwandtschaft doch nicht leugnen kann.

Higgins ist zudem ein Sprachtalent. Er spricht unter anderem Japanisch, Kambodschanisch, Chinesisch, Französisch, Englisch und Hawaiisch. Ferner ist er der Gebärdensprache mächtig (7.3). Überdies ist er Doktor der Mathematik (Universität Cambridge, 1947), was zu einem Missverständnis in Folge 3.22 führte, da er hier für einen Arzt gehalten wurde.

Auf Hawaii ist er Mitglied in zahllosen wohltätigen und kulturellen Gesellschaften, die meist auch sehr „wohlklingende“ Namen haben (4.17):

  • Vorstandsmitglied des King Kamehameha Clubs
  • Mitglied im Vollblutzüchterverband von Hawaii (1.13)
  • Inszenierung von Theaterstücken mit der Anglo-Hawaiian Shakespeare-Society (2.3)
  • Vortragstätigkeit im Hawaiischen Napoleon-Verein (2.4)
  • Vizepräsident ehrenhalber im Yachtclub (2.7)
  • Mitarbeit in einem Kunstverein (2.8)
  • Leiter des Einkaufskomitees der Société du Vin (2.13)
  • Vorsitzender des Britischen Seemannfonds, eines Wohltätigkeitsvereins (2.21)
  • Vorsitzender der Gesellschaft für unterprivilegierte Kinder (3.1a)
  • Vortragstätigkeit im Verein zur Erhaltung der englischen Lyrik auf den Sandwich-Inseln (3.6)
  • Mitglied bei den Anglo-polynesischen Gelehrten der See (3.10)
  • Mitarbeit beim Botanikverein der Sandwich-Inseln (3.10)
  • Vorsitzender der Englischen Gesellschaft der Sandwich-Inseln (3.22)
  • Besuch der anglo-hawaiischen Hundeversammlung (4.2)
  • Mitglied der Historischen Gesellschaft der Aloha (4.3)
  • Ehrenvorsitzender der Söhne des Empire (4.6)
  • Inszenierung der Operette The Mikado mit den Sandwich Islands Savoyards (4.17)
  • Vorsitzender des Vereins zur Rettung des dreiteiligen Palolowurmes (5.06)
  • Mitglied im anglo-franco-hawaiianischen Veteranenverein (5.15)
  • Mitglied des anglo-polynesischen Wohlfahrtsvereins (6.20)
  • Teilnahme am jährlichen Treffen der Autoren und Poeten auf Hawaii (7.5)
  • Teilnahme an der internationalen Blumenausstellung mit einer Cereus Mandevillus (7.8)

Zu diesem Erscheinungsbild passen auch seine immens vielfältigen Kenntnisse und Hobbys: Higgins spielt Schach, ist Sportfechter, reitet hervorragend (2.21), spielt Polo (4.01), beherrscht die Hypnose (1.9, 2.17), die Akupressur (4.8), er ist ein Snooker-Fan (6.21), war nach dem Krieg Trainer einer Rugby-Mannschaft (2.17) und von Tennisprofis (3.10), ist Kung-Fu-Trainer (4.2), beriet in Fragen der Oldtimer-Restaurierung (1.16) und – recht skurril – dirigiert Opern vom Blatt, die er mit der Stereoanlage in seinem Arbeitszimmer abspielt. Selbstverständlich wird er dabei regelmäßig von Magnum gestört; ein weiterer Running Gag der Serie. Anlässlich einer Operettenaufführung auf dem Anwesen dirigiert er aber auch tatsächlich eine Operette (4.12).

Theodore Calvin (T.C.)[Bearbeiten]

Theodore Calvin ist Hubschrauberpilot auf Hawaii. Er besitzt die Chartergesellschaft „Island Hoppers“ (Slogan: „Island Hoppers - Ihr fliegender Teppich ins Paradies“) und fliegt mit seinem Hughes 500 (Kennung: N4943T, Ruf: Chopper 95 Alpha) Touristen über die Inseln oder übernimmt kleinere Transportflüge. Er hat das sogenannte Corporate Design in seiner Firma perfekt integriert: Die Farbgebung „rot-gelb-braun“ findet sich auf seinem Hubschrauber, dem VW-Bus T3 und sogar auf seinen Hosenträgern wieder (7.21). Urheber dieses Designs ist Rodney Redcliff, eine etwas kuriose Freundschaft aus seiner Navy-Vergangenheit (6.3).

Er ist geschieden und hat aus seiner Ehe einen Sohn (Bryant) und eine Tochter (Melody), die bei ihrer Mutter (Tina) in Kalifornien leben. Diese Ehe zerbrach nach der Rückkehr T.C.s aus Vietnam (7.11). Am Ende der letzten Staffel finden T.C. und Tina dann wieder zueinander.

T.C. wurde in New Orleans geboren, trinkt keinen Alkohol, ist Linkshänder und war in seiner Jugend ein guter Boxer (4.8). Seine Pilotenlizenz erlangte er bei den Marines. Thomas Magnum lernte er während seines ersten Einsatzes in Vietnam kennen, und später kam auch Rick Wright zu deren Einheit, der T.C.s alten Bordschützen Cookie ersetzte, welcher eine Gefangenschaft nicht überlebt hatte. In seiner Freizeit kümmert sich T.C. um die Belange Jugendlicher: Er trainiert unter anderem Jugendmannschaften in verschiedenen Sportarten, wobei er von Magnum unterstützt wird (zum Beispiel im Baseball-Team „Tigers“).

Orville Wilbur Wright III. (Rick)[Bearbeiten]

Orville Wright nennt sich seit seiner Rückkehr aus Vietnam, wo er 1969 bei den Marines auf Magnum und T.C. als Ersatz für den in Gefangenschaft grausam ermordeten Cookie traf, nur noch Rick. In Folge 1.8 erfährt man, dass sein früherer Spitzname „Little O“ (abgeleitet von Orville) war.

Seit seiner Kindheit hat Rick, der fließend Italienisch spricht (2.16), Kontakt zum organisierten Verbrechen. Nach dem Tod seiner Eltern (1958) wachsen er und seine jüngere Schwester Wendy (7.12) beim Chicagoer Unterweltboss Francis Hofstetler, alias Icepick, auf (7.12). Diese enge Bindung geht soweit, dass Rick sich an Icepicks Stelle einer Mordanklage stellt und für ihn ins Gefängnis geht (7.21). Seine Schwester wird ermordet, nachdem sie als Drogenkurierin zufällig Zeugin eines Mordes wird (4.4), während Magnum auf sie aufpassen sollte.

Nach der Rückkehr aus Vietnam eröffnete Rick zunächst seinen eigenen Club („Rick’s Cafe Americain“, eine Anspielung auf das Café von Humphrey Bogart im Film Casablanca); sein Lieblingslied ist konsequenterweise As time goes by (6.20). Obwohl dieser Konkurs machte, wurde Rick danach Geschäftsführer des exklusiven King Kamehameha Clubs in der 3860 Old Pari Road, dessen Vorstand Higgins angehört. So kann er Magnum auch dann und wann mit der club-eigenen Motoryacht „King Kamehameha II“ zur Seite stehen (3.5).

Dank seiner vielen Beziehungen – insbesondere zu Icepick – kann Rick Magnum häufig bei der Ermittlung von Kennzeichen oder der Beschaffung sonstiger Informationen behilflich sein. Sogar den Präsidenten der Vereinigten Staaten (seinerzeit Ronald Reagan) scheint er zu kennen: „Hello, Orville!“ erklingt aus dem Off am Ende der Folge 4.3.

In der letzten Folge steht er unmittelbar davor, Cleo Mitchell (dargestellt von Phyllis Davis) das Ja-Wort zu geben. Der Zuschauer wird es jedoch nie erfahren, denn die Serie endet an dieser Stelle. Larry Manetti gab allerdings in einem späteren Interview, das sich auf der Homepage von Tom Selleck findet, preis, dass Rick nicht geheiratet hat.

Robin Masters[Bearbeiten]

Robin Masters ist ein erfolgreicher Schriftsteller, seine Bestseller brechen Verkaufsrekorde. Obwohl er „nur“ etwa zwölf Romane geschrieben hat, ist er finanziell gut abgesichert. In verschiedenen Folgen der Serie werden deren Buchtitel gezeigt; es handelt sich um Trivialliteratur. Masters Lebensstil ist gehoben und extravagant. Er reist durch die Welt (unter anderem mit seinem Privat-Jet mit der Kennung „ROBIN555“; 1.17), macht Halt in Venedig, Zürich (4.13) oder Paris, besitzt Immobilien auf dem ganzen Globus (beispielsweise „Robin’s Keep“, ein Schloss in der Nähe Londons (6.1)), unterstützt verschiedenste Organisationen und geht sehr großzügig mit seinen Angestellten und Gästen um. Magnum fährt beispielsweise Robins Ferrari und wird immer wieder für sein Können belohnt.

Die Kunstsammlung von Robin Masters wird in einer der Episoden auf über 37 Millionen Dollar geschätzt. Ob dies nur für das Anwesen auf Hawaii („Robin’s Nest“) oder insgesamt gilt, ist unklar. Masters setzt das ganze Anwesen nach einem verlorenen Pokerspiel gegen Buzz Benoit - eine Anspielung auf Hugh Hefner und seine Bunnys (in der Folge Buzzettes genannt) - als Spieleinsatz für ein Softball-Spiel ein (4.7); das Spiel geht zwar verloren, aber die Pokerkarten waren gezinkt, so dass das Anwesen den Protagonisten der Serie erhalten bleibt.

Bis zum Ende der Serie wird Masters' Identität nicht geklärt. Er ist zwar in einigen Folgen (1.17, 3.21, 4.7) zu sehen, aber stets ohne Kopf. Ab der siebten Staffel (7.8.) behauptet Magnum wiederholt, der angebliche Majordomus, Higgins, sei in Wahrheit Robin Masters. Innerhalb der Serie sprechen indes einige Fakten gegen diese These.

Für diese Vermutung spricht, dass er einerseits als Robin Masters die Vorzüge des Lebens eines Shootingstars auskosten kann und andererseits als Higgins die Ruhe und Abgeschiedenheit auf Hawaii genießen kann, ohne von Fans belästigt zu werden und so Zeit zum Schreiben findet. Gäste auf dem Anwesen, die angeblich Masters' Freunde sind, könnten also auch Higgins' stillschweigende Freunde sein. In einer weiteren Situation (7.21) sagt Higgins T.C. ohne zu zögern zu, 300.000 Dollar Lösegeld für dessen Tochter Melody von Robins Schweizer Bankkonten zu beschaffen; er erklärt dies damit, eine Generalvollmacht zu haben. In Folge 8.3 verdächtigt Magnum Higgins, der gerade an der Schreibmaschine sitzt, ganz konkret, der Ghostwriter Robins zu sein (Zitat: „Ist das nicht das neue Meisterwerk von Robin?“). In Folge 8.4 geht er sogar so weit zu behaupten, Higgins habe Masters erfunden und dessen Auftauchen durch engagierte Schauspieler inszeniert.

Gegen die Theorie spricht ein Auftritt des 19-jährigen Neffen „R.J.“, der als designierter Erbe von Robin Masters' Vermögen auftritt (6.13); er sollte seinen Onkel – wenn es denn Higgins wäre – kennen. Die Leiterin eines Ballettheaters, die Masters von früher kennt, spricht mit Higgins und Magnum über Masters und erkennt offensichtlich nicht Higgins als Masters (2.11). Die Tochter eines Freundes von Masters berichtet Higgins von Ihren Kindheitserinnerungen hinsichtlich des Schachspiels (2.16): „Ich weiß noch, wie ich in diesem Wohnzimmer saß und wie sie Papa und Robin vernichtend schlugen.“ Auch spricht gegen die Theorie der „Personalunion“ von Higgins und Masters, dass man in einigen Folgen hört, wie Masters in seinem Flugzeug sitzend neue Romane in ein Diktiergerät spricht. Sehr überzeugend ist Folge 7.13: Higgins weilt für ein Wochenende auf einer völlig abgelegenen Insel und ist nur über einen Kurzwellensender (und Empfänger – Rufzeichen N6DBZ) erreichbar. Magnum und seine Freunde nutzen das, um eine große „Higgins is not here this weekend – weekend-party“ zu arrangieren und Robin Masters ruft über das „rote Telefon“ an, als Higgins bereits auf der Insel ist, um sich für genau dieses Wochenende in „Robin’s Nest“ mit 12 Gästen anzukündigen. In Folge 1.17 gibt Magnum sogar an, Robin Masters hätte ihm Cassetten übergeben. Magnum müsste demnach Masters gekannt haben. Weiterhin erwähnt Magnum in Folge 6.09, er habe Mr. Masters im Rahmen einer Recherche durch die Stadt gefahren.

Auch die letzte Folge kann nicht zur Klärung beitragen, obwohl Higgins auf die konkrete Frage Magnums „Sind Sie Robin Masters?“ mit „Ja.“ antwortet, denn am Ende eben dieser Folge lässt er Magnum kichernd wissen: „Magnum, ich habe gelogen!“ Ob er damit das vorhergehende „Ja“ oder aber die gesamte Zeit ihrer Zusammenarbeit meint, wird damit nicht offenbart.

Robin Masters wird in der englischen Originalversion von Orson Welles und in der deutschen Version von Mario Adorf (RTL-Synchronisation) sowie Friedrich Schütter (ARD-Synchronisation) gesprochen. Mit dieser hochkarätigen Besetzung wollten die Serienproduzenten der Klasse Masters’ noch mehr Geltung verleihen.

Col. Buck Greene[Bearbeiten]

Der Marines-Offizier Buck Greene (Lance LeGault) erscheint immer wieder als undurchsichtiger, vermeintlicher Widersacher Magnums, wenn seine Ermittlungen sich mit Navy-Angelegenheiten überschneiden. In Vietnam war er in Magnums Einheit Marine-S2-Offizier (2.5) und als Agent Betreuer von Michelle (3.1).

Lt. Mac Reynolds[Bearbeiten]

Lt. Mac Reynolds (Jeff MacKay) ist eine weitere Informationsquelle aus Magnums Vergangenheit bei der Navy. Er ist Lieutenant beim Office of Naval Intelligence und hat Zugang zu den Computern der Navy, was ihn durch Magnums Überredungskünste, ihm irgendwelche Informationen zu geben, immer wieder in Bedrängnis bringt. Mac Reynolds stirbt als Opfer eines Bombenanschlags, als er anstelle Magnums in dessen Ferrari steigt (3.1).

Jim Bonic[Bearbeiten]

Jim Bonic (Jeff MacKay) tritt ab Staffel 5 in Erscheinung. Er sieht dem verstorbenen Mac Reynolds verblüffend ähnlich, trägt jedoch einen Oberlippenbart. Bonic schlägt sich mit kleinen Betrügereien durch, bei welchen er viele falsche Namen verwendet. Laut Col. Greene ist sein richtiger Name Lt. Joe Travis, welcher als erkrankter Marinepilot aus dieser ausschied. Insbesondere in der Folge Mac ist wieder da nennt er sich Pater Commander Jim Hiller, Lt. Bricks, Neville Thomson und Browerick.

Lt. Cmdr. Maggie Poole[Bearbeiten]

Maggie (Jean Bruce Scott) tritt quasi die Nachfolge von Mac Reynolds in der Serie an. Sie ist nun seine Quelle, wenn er Informationen aus den Navy-Archiven benötigt.

Luther H. Gillis[Bearbeiten]

Luther H. Gillis (Eugene Roche) ist ebenfalls Privatdetektiv und stammt aus St. Louis. Er hat zwei Kinder: die 16-jährige Nancy Perkins und deren kleinerer Bruder Jimmy - genannt „Kim“ (4.2), die er 13 Jahre zuvor verlassen hat. Bereits seit 1953 ist er mit Blanche Rafferty liiert, aber dem letzten Schritt weiß er immer auszuweichen (4.16). Unter Schock spricht Gillis zu seinem ehemaligen Partner Chucky, der 1953 vor einem Tanzlokal in San Jose getötet wurde.

Sein Debüt macht er in der nach ihm benannten Folge „Luther Gillis: #521“ (4.2). Insgesamt ist Gillis in fünf Folgen zu sehen. Im Gegensatz zu Magnum, den er abfällig „das geblümte Hemd“ oder auch „den Großen“ (in Anspielung auf seine Körpergröße) nennt, hat Luther bereits ein Buch mit dem Titel „So You Want To Be A Private Eye“ geschrieben, was Magnum sehr erstaunt feststellen muss, da ein Buch mit dem gleichen Titel ja auch eine seiner Ideen war. Higgins, der von Gillis nicht besonders angetan ist (der bezeichnet ihn nur als "der Butler"), sieht ihn sogar als Magnum in 15 Jahren.

Durch sein übergroßes Ego und seine Unart, sich nicht an Pläne und Termine zu halten, bringt Gillis mehrfach eine von Magnum gut geplante Aktion zum Scheitern. Am Ende trägt er aber trotzdem immer zur erfolgreichen Lösung des Falles bei.

Lt. Yoshi N.Tanaka[Bearbeiten]

Lt. Tanaka, geboren am 20. Juli 1934, (Kwan Hi Lim) ist ein örtlich leitender Polizeibeamter der Hawaii Metro Police, der Magnum immer wieder zur Seite steht. Sein Debüt gibt er in "Try to Remember" (2.15). Er ist, wie Magnum, ein großer Fan der Detroit Tigers. Sein Neffe Biff ist Mitglied einer von T.C. betreuten Jugendgruppe (Baseball-Team "Tigers"). In Folge 8.4 wird Tanaka erschossen, als er sich „undercover“ mit Drogenhändlern einlässt. In dieser Folge erfährt man außerdem, dass er eine Schwester namens Barbara Ikeda hat.

Lt. Nolan Page[Bearbeiten]

Lt. Page (Joe Santos) ist ein weiterer leitender Polizeibeamter der Hawaii Metro Police, der mit Magnum – anders als Lt. Tanaka – durchaus auch aktiv zusammenarbeitet.

Agatha Chumley[Bearbeiten]

Agatha (Gillian Dobb) ist eine alte Freundin von Higgins und - ebenso wie er - „very british“. Sie tritt ihm regelmäßig zur Seite, wenn er soziale und kulturelle Veranstaltungen auf Robins Anwesen organisiert. Sie selbst engagiert sich in der „Cat Admirers and Trainers Society“ (6.21), von Magnum schlicht als „Katzenverein“ betitelt.

Sie ist Higgins sehr zugeneigt, was in einigen Folgen der Serie zum unterhaltsamen Teil beiträgt, da er ihre Zuneigung nicht in der erwarteten Weise erwidert (Bsp. Schachspiel in 4.01: Sie himmelt ihn an, er meinte nur seinen letzten Zug – Agatha: „Sie sind ein Esel!“). Durch ein Missverständnis kommt es sogar soweit, dass Agatha einen Heiratsantrag Higgins' vermutet.

Icepick (Francis Hofstetler)[Bearbeiten]

Icepick (Elisha Cook, bzw. Walter Chotzen in Folge 3.5) ist der Spitzname eines älteren Ganoven, des ewigen Tippgebers aus dem Untergrund. Er war, bevor er nach Hawaii kam, in der Unterwelt Chicagos aktiv und hat Rick nach dem frühen Tod seiner Eltern aufgenommen. Daher erhält Magnum diese Tipps fast nie selbst, sondern ausschließlich über Rick, der immer wieder seine alten Beziehungen zu Icepick nutzt. Sein Lieblingsplatz ist die Spathan Bath Sauna. Er hat eine Tochter namens Hilda, mit der Rick dann und wann als „Gegenleistung“ ausgehen muss (5.17).

Carol Baldwin[Bearbeiten]

Carol Baldwin (* 17. Mai 1955 als Ergebnis eines Seitensprungs ihres Vaters Leo mit Brenda Babcock, jedoch adoptiert von der Ehefrau ihres Vaters, Abigail Baldwin – vgl. 8.6), gespielt von (Kathleen Lloyd), ist eine gute Freundin von Magnum und die örtliche Staatsanwältin. Sie hilft ihm dann und wann - häufig aus eigennützigen Motiven - weiter.

Vietnamproblematik[Bearbeiten]

Die Protagonisten waren gemeinsam in Vietnam, sie bildeten ein Team bestehend aus Magnum (Codename: „KC Jones“) als Offizier im Range eines Lieutenant, T.C. als Hubschrauberpilot, Cookie als Bordschütze (der in Gefangenschaft brutal von Ivan ermordet und durch Rick ersetzt wurde (Rang: Petty Officer, sh. 3.1)), Sebastian Nuzo, Ed Kanfer und Taylor Hurst. Magnum wurde später (2.5) zum Lieutenant Commander (6.10, Schulterklappen) befördert. In der letzten Folge ließ sich Magnum im Rang eines Commander (sh. 8.12, Schulterklappen) wieder von der Navy einstellen.

In einzelnen Teilen der Serie werden die Probleme der Vietnamheimkehrer thematisiert beziehungsweise das Trauma Vietnamkrieg verarbeitet. Ein Beispiel dafür ist, dass T.C.s Ehe nach der Rückkehr aus dem Vietnameinsatz trotz zweier gemeinsamer Kinder in die Brüche ging (Rückblick in 7.11).

Magnum und T.C. waren gemeinsam in Kriegsgefangenschaft, eine Erfahrung, die sie immer wieder einholt und die dem Zuschauer in vielen Folgen in Rückblicken erschlossen wird. Der Film Stalag 17 wird in der Doppelfolge 3.1/3.2 (Did you see the sunrise) mehrfach zitiert. In der zweiteiligen Folge 5.15/5.16 (All for one) geht die Serie dann sogar über den Rückblick hinaus und führt sie alle - inkl. Higgins - ganz konkret in das Trauma zurück: Die Protagonisten verschlägt es nach Kambodscha. Diese Folgen hatten nichts mit dem üblichen, humorigen Charme der Serie zu tun; sie erinnern vielmehr an einen Kriegsfilm und lassen die Charaktere und Autoren in einem anderen Licht erscheinen.

Bei der deutschen Erstausstrahlung der Serie in den 1980er Jahren in der ARD wurden so gut wie alle Bezüge zur Vietnam-Vergangenheit der Protagonisten herausgeschnitten, da diese von den deutschen Bearbeitern als unpassend für eine Unterhaltungssendung erachtet wurden. Das führte zu teilweise deutlich gekürzten Folgen, einige Folgen wurden gar nicht ausgestrahlt. In den 1990er Jahren wurde eine neue Synchronisation der Serie von RTL in Auftrag gegeben und gesendet. Dabei wurde nicht geschnitten und alle Folgen erhielten eine vollständig neue Synchronisation, die sich deutlich stärker am Original orientierte. Einige Folgen der Serie wurden bis Juli 2006 auf den privaten Fernsehsendern Das Vierte und Super RTL ausgestrahlt. Später war die Serie täglich auf RTL-crime sowie in Österreich auf puls4 zu sehen. Seit Oktober 2011 strahlt der Sender ZDFneo die Serie in der neuen Synchronisation komplett aus und seit dem 1. März 2012 wird die Serie auch im Nachtprogramm des ZDF in Doppelfolgen wiederholt.

Trivia[Bearbeiten]

Jede Folge (mit Ausnahme der Zweiteiler) war in sich abgeschlossen. Allerdings gab es Storylines, die sich über die gesamte Serie hinweg erstreckten (sog. super narration[2]), wie z. B. das Vietnam-Thema.

Tom Selleck war von Steven Spielberg für die Besetzung der Rolle des Indiana Jones vorgesehen. Wegen eines bereits bestehenden Vertrages für die Serie Magnum kam es jedoch nicht dazu. In Folge 8.10 („The Legend of the lost Art“) schlüpft er dennoch kurz in dessen Rolle: Mit Hut und Peitsche macht er sich auf Wunsch von Higgins auf die Suche nach einer alten Schriftrolle.

Thomas Magnum trinkt gerne Bier, häufig „Düsseldorfer Alt“ (7.18: „nur aus der Flasche“, 8.3: „mit langem Hals“, 8.13: „Ein Düsseldorfer Alt bitte“). Das ist keine Laune der deutschen Synchronisation, man kann es in der englischen Fassung deutlich hören, insbesondere in der Folge 4.13 wird es häufig auch in der synchronisierten Fassung zitiert („Man kann ein Spiel nicht ohne Düsseldorfer Alt sehen! Das ist ein Altbier, es kommt aus Deutschland!“). Aber die am meisten getrunkene Biermarke ist „Coors“. Bei einem privaten Besuch von Tom Selleck beim damaligen Präsidenten der USA, Ronald Reagan, wurde ihm sogar dieses Bier serviert; nachzulesen in Larry Manettis Buch „Aloha Magnum“.

Ein Gummihuhn taucht in etlichen Folgen auf (z. B. 3.6) und es ist Magnum sogar so wichtig, dass er es – wenn er wieder einmal aus dem Gästehaus ausziehen muss – immer mitnimmt. Ähnlich verhält es sich mit der „Gorilla-Maske“, die immer wieder in den Nebenhandlungen auftaucht.

Ein Siegelring spielt ebenfalls eine Rolle in der Serie: Magnum trägt ihn am Ringfinger der rechten Hand. Auf ihm ist ein Doppelkreuz (2.5, Zitat: „französisches Kreuz“) dargestellt, welches in den ersten Folgen auch den Schattenschnitt des Intros bildet. Es ist der „Teamring“ (1.1) der Truppe, mit der Magnum gemeinsam in Vietnam war. Rick und T.C. tragen diesen Ring ebenfalls; Magnums Ehefrau Michelle trägt das Doppelkreuz als Anhänger einer Halskette, welche am Ende der Serie Magnums Tochter Lily trägt.

Im Intro wurden zunächst nur die Hauptdarsteller in Standbildern (inkl. des Ferrari) präsentiert; später wurde das Intro komplett überarbeitet: Die Titelmelodie änderte sich zum heute bekannten, gängigen „Magnum-Thema“, es wurden Actionszenen früherer Folgen und Outtakes verwendet und alles wirkte wesentlich dynamischer.

Die Baseballkappen der Protagonisten sind ein weiteres Trivia: Magnum und T.C. tragen häufig Kappen mit der Aufschrift „VM02 – Da Nang“. Dies sind Erinnerungen an deren gemeinsame Zeit in Vietnam. Aber auch die „Detroit Tigers“ fanden sich häufig auf seinem Haupt: Sein Großvater war ein Fan und Magnum wird in vielen Folgen dabei gestört, im Gästehaus ein Baseballspiel anzuschauen. T.C. trägt seit der dritten Staffel häufig eine Kappe mit einem TC-Logo und dem französischen Kreuz.

Magnum ist sportlich auch selbst sehr aktiv: Er tritt häufig (z. B. in den Folgen 3.1, 4.6 und 7.17) im Surf Ski in Wettkämpfen auf, spielt Basketball, Baseball, Beachvolleyball, Football, schwimmt gerne (er vergleicht das Schwimmen mit der Alkoholsucht von anderen), joggt und nimmt am alljährlichen Surfskirennen des King Kamehameha Clubs teil (mit sehr mäßigem Erfolg: seine beste Platzierung war Platz 17 (4.6), zuvor nur der 68. und 62. Platz, jeweils hinter einem Teenager).

In der letzten Folge der ersten Staffel nimmt er gar am berühmten Ironman-Triathlon teil. Musikalisch ist Magnum ebenfalls: Er spielt leidlich Saxophon, worin er bereits 1956 unterrichtet wurde (8.5, er kam zur ersten Unterrichtsstunde zu spät).

Vermehrt nehmen auch berühmte „Special-Guests“ in der Serie Rollen ein: So beispielsweise Ernest Borgnine als Catcher „White Death“ (3.8), James Doohan als Archie MacPherson (Robin Masters Buchhalter, 3.22), Ed Lauter als Kapitän eines Kriegsschiffes (4.10), Patrick Macnee, als David Worth (4.18), Dennis Weaver als Country-Musiker Lacy (5.18), Doug McClure als John Quillan sowie Henry Darrow als Will Kenikowa (beide in 6.8) oder Frank Sinatra als Sgt. Lt. Doheny (7.18). In der fünften Staffel spielt in der Doppelfolge „Eine tödliche Falle“ Sharon Stone eine Doppelrolle als Diane und Deidre Dupres. In der Folge "Die Rache des Giftgottes" (3.3) kommt es zu einem Crossover mit der TV-Serie Simon & Simon und deren Protagonisten A.J. Simon und Rick Simon.

Die Fahrzeuge[Bearbeiten]

Ferrari 308 GTS

Ein interessanter Aspekt der Serie war das intensive Product-Placement der Fahrzeuge. In erster Linie ist natürlich der Ferrari 308 GTS (Kennzeichen zunächst „56E-478“ und dauerhaft im Vorspann, dann „ROBIN 1“) zu nennen, der heute noch als der „Magnum-Ferrari“ ein Begriff ist.

Ferrari war von den Produzenten ursprünglich nicht nach Fahrzeugen für die Produktion gefragt worden. Sie hatten Porsche um ein Gratisfahrzeug des Modells 928 gebeten, das ein extra großes Schiebedach für Kamerablickwinkel aus der Luft haben sollte. Porsche lehnte das ab, die Produzenten suchten sich ein anderes Fahrzeug und fanden dann schließlich das damals noch aktuelle Modell 308 von Ferrari. Später sponserte Ferrari of America die Serie und stellte bis zu 17 Fahrzeuge, die für verschiedene Zwecke in der Serie genutzt wurden. In allen Modellen, in denen Tom Selleck im Ferrari sitzend zu sehen ist, wurde der Sitz so modifiziert, dass der großgewachsene Schauspieler trotzdem eine natürlich erscheinende Sitzhaltung einnehmen konnte. Aus dem gleichen Grund gibt es kaum Szenen, in denen der Wagen mit geschlossenem Dach zu sehen ist.

Bei dem ursprünglichen 308 GTS handelte es sich um eine Vergaserversion, die so von 1977 bis 1980 gebaut wurde. Das erste Fahrzeug der Serie wurde bei einem Bombenanschlag zerstört (3.1), bei dem „Mac“ sein Leben verlor, so dass der Nachfolger 308 GTSi (Einspritzer) und später der 308 GTS QV (Quattrovalvole Einspritzer Vierventiler) eingesetzt wurden. Bei dem für die Serie gesprengten Fahrzeug handelte es sich jedoch nicht um einen Ferrari, sondern um eine Replika. Alle Modelle waren US-Versionen, was man schon auf den ersten Blick an den gelben Reflektoren auf den vorderen und hinteren Kotflügeln sowie den klobigen Stoßstangen nach damaliger US Norm und schließlich dem verkleideten Auspuffkasten erkennen kann. Eines der Modelle besaß eine Rennkupplung. Da Tom Selleck aber damit nicht zurechtkam und fast einen Unfall am Set verursachte, wurde dieser Wagen nur noch dann eingesetzt, wenn ein Stuntman den Wagen fuhr. In Folge 2.21 (Der Mann mit Higgins Gesicht/Der doppelte Higgins) beweist er jedoch, dass er tatsächlich mit dem „Cavallino Rampante“ umzugehen versteht: Er verfolgt Bösewichte auf einem Pferd.

Einige weitere Ferrari wurden gezeigt, so beispielsweise als Robins Neffe „R.J.“ auftrat (6.13): Er hatte ebenfalls einen 308 GTS QV, jedoch dunkelgrün (Kennzeichen: „ROBIN 23“), von seinem Onkel zur Verfügung gestellt bekommen. In Folge 1.17 fuhr Joy Doyle, die Beauftragte einer Sicherheitsfirma, in einem ebenfalls roten 308er vor, wie später auch in Folge 8.7 ein dritter roter 308 GTS in Szene gesetzt wurde: Susan Johnson – ebenfalls „P. I.“ – eiferte Magnum nach; zunächst als Konkurrentin, schließlich aber doch als Verbündete. Selbst als er auf Sizilien die Tochter eines Freundes von Robin in dessen Auftrag befreite, verwendet er den roten 308er des Paten (2.16).

Aber auch Audi konnte mit dem Audi 5000 S (Kennzeichen: „ROBIN 2“; welches in Folge 4.18 – einem Rückblick von Higgins ins Jahr 1976 – zu einem Jaguar XJ Mark I gehörte), einer auf den nordamerikanischen Markt zugeschnittenen Version des Audi 100/200, sein im Segment der Luxuslimousinen platziertes Produkt präsentieren. Es handelte sich zunächst um ein Modell Typ 43, das in Folge 1.5 einem Bombenanschlag zum Opfer fiel, und anschließend um das neuere Modell Typ 44. Der erlitt dann einen Totalschaden (8.11), als Higgins aufgrund manipulierter Bremsen von der Straße abkam.

Weitere deutsche Fahrzeuge, die in der Serie gezeigt wurden, sind z. B. der VW-Bus T3 von T.C. mit seinem auffälligen „Island Hoppers“-Design (Kennzeichen: YUR-374, später (8.9) dann BYJ-536) sowie der Mercedes Benz 450SL (Baureihe R107) von Rick, der zuvor einen Nissan ZX Targa fuhr. Ein dunkelblaues VW Golf Cabriolet fuhr Carol Baldwin, die Staatsanwältin und gute Freundin von Magnum. Sie hat ihn Magnum in Folge 8.1 zum Kauf angeboten, aber dann anderweitig verkauft. Anschließend (8.6) fuhr sie einen dunklen Porsche 944.

Besondere Highlights waren die Momente, in denen Magnum eben nicht über den Ferrari verfügen konnte. Bezeichnenderweise landete er so z. B. in einem Jaguar E-Type, der so gar nicht fahren und vor allem nicht zu Magnum passen wollte (5.7); die Farbe des Jaguar war rot, wie ein Ferrari. Amüsant war auch der „Hauptdarsteller“ der Folge 1.13: Ein Honda N 360, ein schrottreifer Kleinwagen. Wenn es das Drehbuch erforderte, waren jedoch auch US-amerikanische Fahrzeuge (z. B. der GMC Jimmy Station Wagon, „ROBIN 3“, von Higgins despektierlich als „Lastwagen“ bezeichnet, 3.1) im Einsatz.

Die Musik[Bearbeiten]

Die heute geläufige, eingängige Titelmusik der Serie wurde von Mike Post zusammen mit Pete Carpenter komponiert. Es handelt sich nicht um die Ursprungstitelmelodie, welche erst im Laufe der ersten Staffel (1.12) eingeführt wurde.[3] Sie wurde jedoch bereits ab Folge 1.8 als Abspannmelodie verwendet.

Die Titelmelodie zu den ersten elf Folgen wurde von Ian Freebairn-Smith komponiert. Sie wurde in Deutschland erst mit der Neusynchronisation der Serie als Titelmelodie bekannt, denn bei der Erstausstrahlung in Deutschland durch die ARD wurde für alle Folgen der Vorspann von Mike Post verwendet. Für den Abspann beließ es die ARD bei den ersten Folgen allerdings bei der originalen Titelmelodie. Das Intro und ein Interlude auf dem Album POWER der früheren Hip-Hop-Band Fischmob ist eine Referenz auf die Off-Stimme Magnums, inklusive der Catchphrase „Ich weiß, was Sie jetzt denken, und Sie haben Recht!“, gesprochen von Norbert Langer.

Ab der siebten Staffel ändert sich auch die musikalische Untermalung: Wie zu jener Zeit üblich (siehe z. B. die TV-Serie Miami Vice) wird nun aktuelle Popmusik (Bsp. 7.6: Genesis sehr eindrucksvoll mit dem Titel Mama und 7.18 mit Tonight, tonight, tonight) in die Dramaturgie eingebunden. Ein Highlight ist die Verwendung des berühmten Queen-Hits We will rock you, als Ms. Jones (Margie Impert) (3.08) in genau diesem Rhythmus amtliche Unterlagen abstempelt.

In wenigen Folgen (z. B. 3.14) wurde jedoch eine Hintergrundmusik aus der jeweiligen Folge für den Abspann ausgewählt (z. B. Sweet Georgia Brown – passend zur Folge 3.14 die Hymne der Harlem Globetrotters).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie Preisträger
1981 Edgar Beste Fernsehepisode für „China Doll“ Donald P. Bellisario & Glen A. Larson
1982 Golden Globe Bester Nebendarsteller in einer Fernsehserie, Mehrteiler oder Fernsehfilm John Hillerman
1982 Eddie Beste Bearbeitung einer Fernsehserie für „Memories are Forever“ Michael Berman & Ed Guidotti
1984 Emmy Bedeutendster Hauptdarsteller einer Drama Serie Tom Selleck
1984 Young Artist Beste Darstellung einer jungen Schauspielerin in einer Fernsehserie (Gastdarsteller) für „Basket Case“ Dana Hill
1985 Golden Globe Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama Tom Selleck
1987 Emmy Bedeutendster Nebendarsteller in einer Dramaserie John Hillerman

Deutsche Synchronsprecher[Bearbeiten]

ARD-Synchronisation der 1980er Jahre, erstellt von Studio Hamburg:

RTL-Synchronisation der 1990er Jahre, erstellt von Hermes Synchron:

Ausstrahlungstermine und DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

In den USA war Magnum zwischen 11. Dezember 1980 und 8. Mai 1988 auf CBS in Erstausstrahlung zu sehen. Die ARD strahlte Magnum zwischen 1984 und 1991 in unregelmäßigen Abständen und nicht in chronologischer Reihenfolge, in oftmals stark geschnittenen Episoden aus. Die österreichische Premiere der Serie erfolgte am 5. Januar 1985 mit der Ausstrahlung des Pilotfilms durch den ORF. Zum ersten Mal vollständig war Magnum auf Deutsch zwischen 30. Mai 1996 und 9. Juni 1997 auf RTL zu sehen. Danach wurde Magnum nochmals vollständig 2009/2010 im österreichischen Privatsender Puls 4 nachmittags mit Wiederholung im Nachtprogramm gesendet. Seit 2012 ist die Serie in besserer Bildqualität im HD-Format bei ZDF und ZDFneo sowie im Pay-TV zu sehen.

Am 7. September 2004 veröffentlichten die Universal Studios die erste Staffel auf DVD für die USA und Kanada (Regionalcode 1). Am 13. September 2004 erschien die erste Staffel auf Deutsch (Regionalcode 2). Die achte und letzte Staffel wurde für die USA und Kanada am 4. März 2008, die deutsche Fassung am 19. Mai 2008 veröffentlicht. Am 19. Dezember 2009 erschien die deutsche Fassung einer DVD-Box, die alle acht Staffeln auf 44 DVDs beinhaltet.

Belletristik[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zitat Folge 6.13, nachdem sein Streichholz-Modell der Brücke zerstört wurde: „Ich war dabei!“
  2. http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=354
  3. http://magnum-mania.com/Episodes/Season1/Thicker_than_Blood.html