Magnus Carlsen

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Magnus Carlsen (2013)
Magnus Carlsen, 2013
Name Magnus Øen Carlsen
Land NorwegenNorwegen Norwegen
Geboren 30. November 1990
Tønsberg, Norwegen
Titel Großmeister (2004)
Weltmeister seit 2013
Aktuelle Elo-Zahl 2870 (September 2014)
Beste Elo-Zahl 2882 (Mai 2014)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Magnus Øen Carlsen (* 30. November 1990 in Tønsberg) ist ein norwegischer Schach-Großmeister und seit 2013 Schachweltmeister. Er ist die aktuelle Nummer eins der FIDE-Weltrangliste.[1] Seine Elo-Zahl vom Mai 2014 ist mit 2882 Punkten die höchste in der Geschichte; sie übersteigt den bisherigen Rekord von Garri Kasparow im Juli 1999 mit 2851 Punkten. Von 2009 bis 2012 gewann er jedes Jahr den Schach-Oscar.

Seine dritte Großmeisternorm erspielte er sich 2004 im Alter von 13 Jahren und vier Monaten. Im Januar 2010 erreichte er als bisher jüngster Spieler die Spitzenposition der Weltrangliste. Zu seinen Trainern gehört der erfolgreiche norwegische Schachspieler und Fußballer Simen Agdestein, der 2004 über ihn das Buch Wonderboy schrieb.

Familie[Bearbeiten]

Carlsen ist der Sohn von Sigrun Øen und Henrik Albert Carlsen, die beide in Ingenieursberufen tätig sind. Die Familie wohnte ein Jahr in Espoo und danach in Brüssel; 1997 zog sie nach Lommedalen (Bærum) in Norwegen. Von dort zog sie später nach Haslum.[2] Carlsen war schon als Zweijähriger in der Lage, ein Puzzlespiel aus 50 Teilen zusammenzusetzen.[3] Er lernte die Schachregeln im Alter von fünf Jahren von seinem Vater, interessierte sich aber zunächst nicht sonderlich für das Spiel.[4] Bereits als Kind fiel er durch sein ausgezeichnetes Gedächtnis auf. Das erste Schachbuch, das er las, war Bent Larsens Finn planen.[5]

Carlsen hat eine ältere Schwester Ellen Øen Carlsen, die ebenfalls Schach spielt. Sie gewann 2007 als Siebzehnjährige die Nordische Meisterschaft in ihrer Altersklasse und belegt derzeit (2014) Platz 10 der norwegischen Rangliste. Ellen Carlsen studiert Medizin an der Universität Oslo. Sie trat beispielsweise Anfang März 2014 beim Schachländerkampf zwischen Norwegen und Deutschland in Berlin an.[6]

Frühe Erfolge[Bearbeiten]

Sein erstes Schachturnier spielte Magnus Carlsen im Juli 1999. Ein Jahr später gewann er die norwegische Meisterschaft der Unter-11-jährigen. Sein erstes internationales Turnier spielte er im Oktober 2000 beim Open in Bad Wiessee, wo er 4,5 Punkte aus neun Partien errang. Im September 2001 spielte er für seinen Verein Asker SK bei der Europäischen Mannschaftsmeisterschaft in Panormos. Bei der Weltmeisterschaft U12 in Iraklio 2002 kam er mit neun Punkten aus elf Partien auf Platz zwei. Die erste Norm für den Titel eines Internationalen Meisters erzielte er im Januar 2003 beim Turnier in Gausdal. Im gleichen Jahr belegte er Platz 3 bei der Jugendeuropameisterschaft und Platz 9 bei der Jugendweltmeisterschaft.

Erreichen des Großmeistertitels[Bearbeiten]

Carlsen 2005
Elo-Entwicklung von Magnus Carlsen 2001–2013

Alle drei Großmeisternormen sicherte sich Magnus Carlsen innerhalb von vier Monaten Anfang 2004 in einer Serie hervorragender Turnierergebnisse. Seine erste GM-Norm erzielte er mit einem überragenden Sieg und 10,5/13 Punkten in der Gruppe C des renommierten Corus-Schachturniers in Wijk aan Zee. Es war der erste aufsehenerregende Auftritt des jungen Schachtalentes. Seine beiden weiteren GM-Normen erzielte Magnus Carlsen beim Aeroflot Open in Moskau im Februar sowie bei den Dubai-Open im April 2004.

Bei einem Blitzturnier in Reykjavík im März 2004 sorgte er auch durch einen Sieg gegen Exweltmeister Anatoli Karpow für Schlagzeilen. Durch diese Leistung qualifizierte er sich für das anschließende Schnellschach-Turnier, das im K.-o.-System ausgetragen wurde. In der ersten Runde traf der dreizehnjährige Carlsen auf Kasparow, der mit einer Elo-Bewertung von 2831 überlegen die Weltrangliste anführte. In der ersten Partie mit Weiß hatte Carlsen einen Mehrbauern und erzielte ein Remis, verlor aber danach mit Schwarz in nur 32 Zügen.[7][8][9]

Im Juni 2004 nahm Carlsen an der FIDE-Weltmeisterschaft in Tripolis teil, verlor dort jedoch in der ersten Runde 1,5:2,5 gegen Lewon Aronjan. Im Juli 2005 teilte er in Sandnes den ersten Platz bei der norwegischen Landesmeisterschaft mit seinem Trainer Simen Agdestein, verlor jedoch den Stichkampf um den Titel. Beim nach K.-o.-System ausgespielten Schach-Weltpokal 2005 im Dezember in Chanty-Mansijsk wurde er nach einem Platzierungskampf gegen Gata Kamsky, den er mit 1:3 (1:1 nach Turnierpartien, 0:2 nach Schnellschachstechen) verlor, Zehnter und qualifizierte sich mit diesem Resultat für das von der FIDE wieder eingeführte Kandidatenturnier zur Schachweltmeisterschaft 2007. Carlsen traf in der ersten Runde der Kandidatenkämpfe in Elista auf Lewon Aronjan und verlor mit 5:7 nach Stichkampf.

Im Februar 2006 gewann er zusammen mit Alexander Motyljow das B-Turnier in Wijk aan Zee. Einen Monat später gewann er ein sehr stark besetztes Blitzturnier in Reykjavík, bei dem er unter anderem Viswanathan Anand ausschaltete. Bei der Schacholympiade in Turin spielte er am Spitzenbrett für Norwegen und erzielte sechs Punkte aus acht Partien. Im August erzielte er beim NH Chess Tournament in Amsterdam, bei dem junge Talente gegen erfahrene Großmeister antraten, mit 6,5 Punkten aus zehn Partien das beste Ergebnis der Junioren und erhielt dafür eine Einladung zum hochdotierten Turnier Melody Amber in Monaco. Im September kam er bei der norwegischen Landesmeisterschaft in Moss wie im Vorjahr punktgleich mit Agdestein auf Platz 1. Carlsen, der zu diesem Zeitpunkt schon vor Agdestein in der Weltrangliste stand, revanchierte sich für 2005 und gewann den Stichkampf. Es war Carlsens bisher letzte Teilnahme an norwegischen Meisterschaften. Im April 2007 gewann er die Gausdal Chess Classics mit sieben Punkten aus neun Partien.

Zugehörigkeit zur Weltspitze[Bearbeiten]

2007[Bearbeiten]

Im August 2007 gewann Magnus Carlsen das GM-Turnier in Biel nach einem Stichkampf um den ersten Platz gegen Alexander Onischuk. Im Dezember 2007 erreichte er das Halbfinale im FIDE-Weltpokal, schied dann aber gegen Gata Kamsky aus. Mit dem Erreichen des Halbfinals qualifizierte er sich für den FIDE Grand Prix 2008–2010.

2008[Bearbeiten]

Carlsen 2008 bei der Schacholympiade in Dresden

Im Januar 2008 gewann Carlsen zusammen mit dem Armenier Lewon Aronjan das Corus-Turnier in Wijk aan Zee. Beide erzielten unter den 14 Teilnehmern mit einem Elo-Schnitt von 2742 (Kategorie 20) acht Punkte aus 13 Partien. Beim Schachturnier in Linares belegte Carlsen mit einer Elo-Leistung von über 2800 hinter Weltmeister Anand den zweiten Platz. Im Juni 2008 gewann Carlsen das Aerosvit-Turnier in Foros (Elo-Durchschnitt 2711, Kategorie 19) mit einem ganzen Punkt Vorsprung vor seinen elf Wettbewerbern.

Carlsen beendete das Chess Masters Bilbao 2008 in Spanien (2. bis 13. September) mit drei Siegen, zwei Niederlagen und vier Remis auf dem zweiten Platz hinter Wesselin Topalow. Während dieses Turniers war Carlsen nach inoffiziellen Berechnungen fünf Tage lang vor Anand die Nummer 1 der Weltrangliste, was in zahlreichen Presseberichten thematisiert wurde.

2009[Bearbeiten]

Carlsen 2009

Zwischen Anfang 2009 und März 2010 wurde der junge Norweger von Ex-Weltmeister Garri Kasparow trainiert und beraten.[10][11]

Im Oktober 2009 gewann Carlsen das Superturnier in Nanjing (Kategorie 21) mit acht Punkten aus zehn Partien ungeschlagen mit 2,5 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Topalow und mit einer Elo-Leistung von 3002. Mit diesem Turniersieg kam er über 2800 auf der inoffiziellen Live-Weltrangliste. Im November belegte er beim Tal Memorial in Moskau den geteilten 2. Platz und gewann die im Anschluss ausgetragene Blitzschach-Weltmeisterschaft. Im Dezember belegte er beim London Chess Classic (Kategorie 18) mit fünf Punkten aus sieben Partien (+3 =4) den ersten Platz.[12]

2010[Bearbeiten]

Die FIDE-Weltrangliste von Januar 2010 führte Carlsen mit einem Rating von 2810 auf Platz 1 an, damit ist er der jüngste Spieler seit Einführung der Weltrangliste, dem dies gelang. Im Januar 2010 gewann er das Corus-Turnier in Wijk aan Zee (Kategorie 19) mit 8,5 Punkten aus 13 Partien. Im Juni 2010 siegte er beim Kings Tournament (Kategorie 20) im rumänischen Bazna mit 7,5 Punkten aus zehn Partien.

Unter seinen Erwartungen schnitt Carlsen kurz darauf bei der Schacholympiade in Khanty-Mansisk ab, wo er für Norwegen am ersten Brett spielte und 4,5 Punkte aus acht Partien erreichte. Auch bei den Grand Slam Final Masters in Bilbao im Oktober 2010 blieb seine Leistung deutlich hinter seiner Einstufung zurück, er erreichte bei vier Teilnehmern hinter dem Sieger Wladimir Kramnik und Anand den dritten Platz. Beim Turnier in Nanjing überwand er seine kurzfristige Formkrise, blieb ungeschlagen und siegte mit sieben Punkten aus zehn Partien vor Anand.

Anfang November 2010 gab Carlsen seinen Verzicht auf die Teilnahme am Kandidatenturnier 2011 bekannt.[13][14]

Carlsen gewann das vom 8. bis 15. Dezember 2010 dauernde London Chess Classic[12] mit 4 Siegen, 2 Niederlagen und einem Remis nach Wertung vor Anand und McShane. Nachdem er in der ersten Runde gegen McShane und in der dritten gegen Anand, jeweils mit Schwarz, verloren hatte, steigerte er sich und befreite sich in der vorletzten Runde im Spiel gegen Kramnik – wieder mit Schwarz – noch aus einer äußerst schwierigen Lage, sodass diese Partie remis endete.[15]

2011[Bearbeiten]

Auf der FIDE-Weltrangliste vom Januar 2011 konnte Carlsen mit 2814 Elo-Punkten erneut den ersten Platz belegen.

Bei der letzten Auflage des Turniers Melody Amber in Monaco 2011 erreichte Carlsen den zweiten Platz in der Gesamtwertung (hinter Aronjan) und gewann den Schnellschachteil. Im Juni 2011 gewann er mit 6,5 Punkten aus zehn Partien erneut das Turnier in Bazna, aufgrund besserer Wertung vor dem punktgleichen Sergei Karjakin.

Dadurch verdrängte er im Juli 2011 Viswanathan Anand wieder von der Spitze der Weltrangliste, die jener von März bis Juni angeführt hatte.

Im Juli 2011 gewann er das Turnier in Biel mit sieben Punkten aus zehn Partien. Im Oktober 2011 siegte er beim 4. Final-Masters, das in Sao Paulo und Bilbao ausgetragen wurde, nach Stichkampf gegen Wassyl Iwantschuk.

Auch das 6. Tal Memorial 2011, das vom 16. bis 25. November 2011 in Moskau stattfand, gewann Magnus Carlsen auf Grund der Tiebreak-Regelung (der Spieler mit den meisten Schwarzpartien wird bevorzugt) vor dem punktgleichen Aronjan mit jeweils zwei Siegen und sieben Remisen; Carlsen spielte fünfmal mit den schwarzen Steinen, während Aronjan vier Schwarzpartien bestritt, jedoch eine geringfügig bessere Turnierleistung erreichte.

Beim 3. London Chess Classic 2011 belegte Magnus Carlsen hinter Kramnik und Nakamura mit fünf Remisen und drei Siegen den 3. Platz. Er zeigte sich mit seiner Turnierleistung insgesamt unzufrieden: „I’m not happy with most of my games except the win against Nakamura.“[16]

2012[Bearbeiten]

Magnus Carlsen 2012

Das 74. Tata-Steel-Schachturnier 2012, das vom 13. bis 29. Januar in Wijk aan Zee ausgetragen wurde, beendete Magnus Carlsen – punktgleich mit Caruana und Radjabov (je acht Punkte aus 13 Partien) – auf dem geteilten zweiten Platz; nachdem er in der neunten Runde mit den weißen Steinen gegen Karjakin eine Niederlage hinnehmen musste, war es ihm in den folgenden vier Runden nicht mehr möglich, den späteren Turniersieger Levon Aronjan, den Carlsen in der 3. Runde mit den weißen Steinen bezwungen hatte, zu gefährden. Im Juni 2012 gewann Carlsen das 7. Tal Memorial in Moskau. Er kam in diesem Turnier auf 5,5 Punkte aus neun Partien und blieb als einziger Spieler ohne Niederlage. Bei der vom 1. bis 11. Juli 2012 im kasachischen Astana ausgetragenen Schnell- und Blitzschachweltmeisterschaft wurde Magnus Carlsen sowohl im Schnellschach als auch im Blitzschach Vize-Weltmeister. Ebenfalls Zweiter wurde Carlsen beim 45. Internationalen Schachfestival in Biel, das vom 21. Juli bis 3. August 2012 stattfand. Obwohl Carlsen den Turniersieger Wang Hao im Verlauf des Turniers zweimal besiegte und selbst ohne Niederlage blieb, lag er am Ende aufgrund der Drei-Punkte-Regel hinter Hao, da dieser mehr Partien gewinnen konnte. Das Grand-Slam-Finale 2012, das in São Paulo und Bilbao ausgetragen wurde, gewann Carlsen nach Blitzschach-Stichkampf gegen Caruana. Im Dezember 2012 gewann er auch die vierte Auflage der London Chess Classic.[17]

2013[Bearbeiten]

Im Januar gewann Magnus Carlsen das Tata-Steel-Schachturnier,[18] das er zuletzt 2008 und 2010 gewonnen hatte. Im April siegte er in London beim Kandidatenturnier für die Schachweltmeisterschaft 2013. Zwar beendete er das Turnier mit einer Niederlage gegen Peter Swidler, da der punktgleiche Wladimir Kramnik aber ebenfalls seine letzte Partie verlor, war Carlsen wegen der größeren Anzahl gewonnener Partien als Herausforderer von Titelverteidiger Viswanathan Anand qualifiziert.[19]

Im November 2013 trat Carlsen in Chennai, der Heimatstadt Anands, zum Weltmeisterschaftskampf gegen ihn an. In der fünften Runde ging er in Führung und baute diese durch weitere Siege in Runde sechs und neun auf 6:3 aus. Mit einem Remis in der zehnten Partie wurde Carlsen wenige Tage vor seinem 23. Geburtstag am 22. November 2013 Weltmeister.[20]

2014[Bearbeiten]

Bei der Zürich Chess Challenge vom 29. Januar bis 4. Februar gewann er das Hauptturnier im klassischen Schach. Im anschließenden Schnellschachteil des Turniers, der von Fabiano Caruana gewonnen wurde, spielte er schwächer und erreichte nur den vierten von sechs Plätzen. Dieses Ergebnis reichte jedoch, um auch im Gesamtturnier den ersten Platz zu erreichen.[21] Im April gewann er das als Gedächtnisturnier für den im Januar verstorbenen aserbaidschanischen Großmeister Vüqar Həşimov ausgetragene Shamkir Chess.[22] Im Juni gewann er in Dubai sowohl die Weltmeisterschaft im Schnellschach (11 Punkte aus 15 Partien)[23] als auch die Weltmeisterschaft im Blitzschach (17 Punkte aus 21 Partien)[24]. Bei der Schacholympiade in Tromsø spielte Carlsen für Norwegen am ersten Brett, er erreichte 6 Punkte aus 9 Partien.[25]

Spielstil[Bearbeiten]

Carlsen verfügt über ein intuitives Spielverständnis und wird in dieser Hinsicht mit José Raúl Capablanca und Anatoli Karpow verglichen.[26] Er kann daher viele verschiedene Stellungstypen gut behandeln. In der Eröffnung ist er nicht auf bestimmte Systeme festgelegt, was eine Vorbereitung auf ihn sehr erschwert. Oft vermeidet er weit ausanalysierte Theorievarianten und strebt Stellungen an, in denen er seine Gegner langfristig unter Druck setzen kann. Dabei zeichnet er sich durch großen Kampfgeist aus.[27] Insbesondere im Endspiel spielt er sehr stark und nutzt gegnerische Fehler effektiv aus.[28]

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Schachbundesliga spielte Carlsen in der Saison 2004/05 für die Schachfreunde Neukölln.[29] Von 2006[30] bis 2013[31] war er für die OSG Baden-Baden (bis Juni 2008 OSC Baden-Baden) gemeldet, er kam allerdings nur in den Spielzeiten 2006/07, 2007/08 und 2008/09 zum Einsatz. In Frankreich ist er Mitglied von Clichy Echecs 92.[32] In der niederländischen Meesterklasse hatte er in der Saison 2007/08 einen Einsatz beim Meister Hilversums Schaakgenootschap.

Bereits im März 2005 hatte Garri Kasparow ihn neben Sergej Karjakin und Hikaru Nakamura als den seiner Meinung nach hoffnungsvollsten Spieler der Zukunft bezeichnet.[33] Im Dezember 2009 lobte Kasparow insbesondere Carlsens Intuition und sein natürliches Talent, die optimale Position der Figuren weit im Voraus zu erkennen.[34]

Carlsen lebt in Haslum, Bærum, 15 km von Oslo entfernt, und spielt in seiner Freizeit gern Fußball.[35]

2010 erhielt er einen Vertrag als Model für die niederländische Bekleidungsfirma G-Star.[36] Die Einnahmen seiner Vermarktungsfirma Magnuschess stiegen von 3,5 Millionen NOK im Jahr 2009 auf 8,4 Millionen NOK (gut 1 Mio. €) im Jahr 2010.[37] 2012 belief sich das Jahreseinkommen von Carlsen nach Angaben seines Managers auf etwa 1,2 Millionen US-Dollar.[38] Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels ließ Magnus Carlsen seinen Namen als Marke eintragen, um künftig Produkte darunter vermarkten zu können.[39]

Im April 2013 wurde Carlsen in die Liste Time 100 aufgenommen.[40]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Magnus Carlsen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FIDE-Weltrangliste
  2. Arne Danielsen: Mesteren. Magnus Carlsen og sjakkspillet. Oslo: Cappelen Damm 2010, S. 27. ISBN 978-82-02-33754-4.
  3. Simen Agdestein: Wonderboy. Alkmaar 2004, S. 10, ISBN 90-5691-131-7.
  4. D. T. Tau: The prince's gambit: A chess star emerges for the post-computer age. In: The New Yorker, 21. März 2011, S. 43.
  5. Just checking. In: New In Chess, Nr. 7 (2006), S. 106.
  6. René Gralla: Ohne Rat des Weltmeisters. Beim Schach-Länderkampf ist Ellen Carlsen der Star. Bei: neues-deutschland.de. 5. März 2014, abgerufen am 6. März 2014.
  7. Boy meets Beast in Reykjavik.“ Auf: ChessBase.com. 19. März 2004.
  8. Interaktive Notation beider Partien gegen Kasparow. Reykjavík, 18. März 2004.
  9. Carlsen hatte bei dieser denkwürdigen Begegnung nicht nur die niedrigere Elo-Zahl – 2484 gegenüber 2831 von Kasparow, sondern war auch mehr als einen Kopf kleiner als der Weltranglistenerste.
  10. „My job is to improve my chess.“ Interview mit Magnus Carlsen. Auf: Chessvibes.com. 7. September 2009.
  11. Goals met – Kasparov and Carlsen’s new strategy. Pressemitteilung vom 4.  März 2010. Auf: chessbase.com. Aufgerufen am 25. Juni 2010.
  12. a b Beim London Chess Classic werden die Partien nach der Drei-Punkte-Regel wie im Fußball bewertet. Carlsen hätte das Turnier sowohl 2009 als auch 2010 auch nach der üblichen Punkteregel gewonnen.
  13. Magnus Carlsen drops out of World Championship cycle., Auf: Chessbase.com. 5. November 2010.
  14. Steffan Löffler: Das Schach-Wunderkind wird erwachsen. In: Frankfurter Allgemeine, 17. November 2010. Abgerufen am 22. August 2014.
  15. Alexandra Kostenjuks Chessblog
  16. Magnus Carlsens Blog
  17. London Chess Classic 2012. Pressemitteilung. Abgerufen am 27. Januar 2013.
  18. TATA Steel Chess Tournament 2013. Standings of grandmaster group A. Abgerufen am 27. Januar 2013.
  19. Martin Breutigam: Carlsen fordert Schachweltmeister Anand. Auf: Tagesspiegel.de. 2. April 2013, abgerufen am 8. November 2013.
  20. Carlsen löst Anand als Weltmeister ab. Auf: FAZ.net. 22. November 2013, abgerufen am 22. November 2013.
  21. Einzelergebnisse der Zürich Chess Challenge 2014. Turnierwebsite, 4. Februar 2014, abgerufen am 4. Mai 2014 (englisch).
  22. Carlsen Beats Caruana in Final Round, Wins Shamkir Chess 2014. chessvibes, 30. April 2014, abgerufen am 30. April 2014 (englisch).
  23. Magnus Carlsen became the World Rapid Chess Champion! Bei: dubai2014wrb.com. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  24. Magnus won the World Blitz Championship 2014. Bei: dubai2014wrb.com. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  25. Dennes Abel: Magnus Carlsen auf dem Egotrip? In: Zeit online, 15. August 2014. Abgerufen am 22. August 2014.
  26. Kasparov on coaching Carlsen. Interview. Abgerufen am 23. Februar 2013.
  27. Schach-Streit: Weltmeister Carlsen weist Kritik am Spielstil zurück. Der Spiegel, 27. November 2013, abgerufen am 19. Januar 2014.
  28. Carlsen in Capablanca’s footsteps. CBM training. Abgerufen am 23. Februar 2013.
  29. Rainer Polzin: Anand gegen Carlsen. 3. November 2013.
  30. Bundesliga-Neuzugänge beim Deutschen Meister OSC Baden-Baden. Bei: Zugzwang.de. 22. Juni 2006.
  31. Aufstellungen der Saison 2013/14. Bei: Schachbundesliga.de. 3. August 2013.
  32. Liste des membres. Bei: clichy-echecs.org. Abgerufen am 9. November 2013.
  33. The Garry Kasparov ChessBase Interview.
  34. A Bold Opening for Chess Player Magnus Carlsen.
  35. Thomas Lelgemann: Magnus Carlsen: Frühreif auf dem Schach-Gipfel. Bei: derwesten.de. 6. Januar 2010.
  36. Magnus Carlsen als Model. Auf: Chessbase.de. 7. Juli 2010.
  37. Chess genius Carlsen doubles money. Auf: Newsinenglish.no. 3. August 2011.
  38. Sarah Lyall: Shrewd Marketing Moves for Top-Ranked Chess Player. The New York Times, 8. April 2013, abgerufen am 15. April 2013.
  39. Slik blir Magnus Carlsens sjakkimperium. Auf: vg.no. 13. Januar 2014.
  40. Garry Kasparov: Titans. Magnus Carlsen. Chess wunderkind, 22. In: The 2013 TIME 100. TIME, 18. April 2013, abgerufen am 22. April 2013 (englisch).