Magnus II. (Braunschweig-Lüneburg)

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Magnus II. Torquatus

Magnus II. Torquatus, Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (* 1324; † 25. Juli 1373 bei Leveste) aus dem Geschlecht der Welfen war von 1369 bis zu seinem Tode 1373 Fürst von Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Leben[Bearbeiten]

Magnus-Denkmal bei Leveste

Magnus war der älteste Sohn von Magnus I. und dessen Frau Sophie von Brandenburg. Er wirkte zunächst als Verwalter in Sangerhausen, dann ab 1368 als Amtmann. 1369 erbte er nach dem Tode seines Vaters das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Wenige Monate später starb auch sein Vetter, der Lüneburger Fürst Wilhelm II.. Magnus war von ihm als Erbe bestimmt worden und wäre auch den welfischen Hausgesetzten gemäß erbberechtigt gewesen. Kaiser Karl IV. betrachtete das Reichslehen jedoch als ans Reich zurückgefallen und belehnte die askanischen Herzöge Albrecht von Sachsen-Wittenberg und dessen Onkel Wenzel mit dem Fürstentum, wodurch der Lüneburger Erbfolgekrieg ausgelöst wurde. Die nächsten Jahre waren von militärischen Auseinandersetzungen mit den Wittenbergern geprägt. Nachdem Lüneburg sich aufgrund wiederholter Geldforderungen seitens Magnus auf Seiten der Wittenberger Herzöge stellte, versuchte Magnus Lüneburg einzunehmen, was jedoch misslang. Magnus starb 1373 an tödlichen Verletzungen, die er sich bei einem Zweikampf mit dem Grafen von Everstein bei der Schlacht bei Leveste am Deister zugezogen hatte.

1864 ließ König Georg V. von Hannover an der Straße von Leveste nach Gehrden ein Denkmal errichten, das an den dort 1373 gefallenen Herzog Magnus Torquatus erinnert. Damals wurde an der Todesstelle ein Kreuzstein aufgestellt. [1] [2]

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus seiner Ehe mit Katharina von Anhalt-Bernburg hatte Magnus II. elf Kinder:

Literatur[Bearbeiten]

  • Christa Geckler: Die Celler Herzöge – Leben und Wirken 1371–1705. Georg Ströher, Celle 1986, ISBN 3-921744-05-8 (formal falsche ISBN)
  • Bernd-Ulrich Hergemöller: Magnus II.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 15, Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, S. 662 f. (Digitalisat).
  • Paul ZimmermannMagnus II.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 20, Duncker & Humblot, Leipzig 1884, S. 64–66.
  • Peter Steckhan: Magnus II. Torquatus. In: Horst-Rüdiger Jarck, Dieter Lent et al. (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon: 8. bis 18. Jahrhundert. Appelhans Verlag, Braunschweig 2006, S. 473f.
  • Ernst Andreas Friedrich: Das Magnusdenkmal bei Leveste, S. 105-106, in: Wenn Steine reden könnten, Band II, Landbuch-Verlag, Hannover 1992, ISBN 3-7842-0479-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Magnus Denkmal
  2. Levester Chronik zum Magnusdenkmal
Vorgänger Amt Nachfolger
Wilhelm II. Herzog zu Braunschweig-Lüneburg
Fürst von Lüneburg

1369–1373
Albrecht von Sachsen-Wittenberg und
Wenzel von Sachsen-Wittenberg
Magnus I. Herzog zu Braunschweig-Lüneburg
Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel

1369–1373
Friedrich