Magny-en-Vexin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Magny-en-Vexin
Wappen von Magny-en-Vexin
Magny-en-Vexin (Frankreich)
Magny-en-Vexin
Region Île-de-France
Département Val-d’Oise
Arrondissement Pontoise
Kanton Magny-en-Vexin
Koordinaten 49° 9′ N, 1° 47′ O49.151.783378Koordinaten: 49° 9′ N, 1° 47′ O
Höhe 63–149 m
Fläche 14,02 km²
Einwohner 5.858 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 418 Einw./km²
Postleitzahl 95420
INSEE-Code

Magny-en-Vexin ist eine französische Stadt mit 5858 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Val-d’Oise in der Region Île-de-France. Sie ist der Hauptort (chef-lieu) des Kantons Magny-en-Vexin. Die Bewohner nennen sich „Magnytois“ bzw. „Magnytoises“.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Magny-en-Vexin befindet sich ca. 60 Kilometer nordwestlich von Paris. Sie liegt im Regionalen Naturpark Vexin français und wird vom Fluss Aubette durchquert.

Nachbargemeinden von Magny-en-Vexin sind Saint-Gervais im Norden und Nordwesten, Nucourt im Osten, Banthelu im Südosten, Charmont im Süden und Hodent im Südwesten.

Zur Gemeinde gehören die Dörfer Arthieul (1967 eingemeindet), Blamécourt (1964 eingemeindet), Velannes la Ville und Velannes le Bois.

Geschichte[Bearbeiten]

Magny-en-Vexin war bereits in gallo-römischer Zeit besiedelt. Der Ort befindet sich an der Römerstraße von Paris nach Rouen.

Im 7. Jahrhundert gehörte Magny-en-Vexin der Abtei von Saussay. Der Ort wurde 885 von den Normannen eingenommen. Mit dem Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte im Jahre 911 kam das Vexin und Magny wieder an das Königreich Frankreich.

Magny-en-Vexin wurde während des Hundertjährigen Krieges mehrmals schwer beschädigt. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte der Ort zur Herrschaft Villeroy, die ab 1550 Katharina von Medici und ab 1570 dem Herzog von Alençon gehörte.

Franz I. verlieh im 16. Jahrhundert Magny die Stadtrechte. In der frühen Neuzeit war Magny eine wichtige Station auf dem Weg von Paris nach Rouen. Die Stadt wurde mit einer Befestigung umgeben, die aus einem Mauerring und vier Stadttoren bestand. Im 17. und 18. Jahrhundert siedelten sich viele Ordensgemeinschaft in der Stadt an, wie die Ursulinen und die Benediktiner.

Im 19. Jahrhundert wurde Magny das Zentrum einer landwirtschaftlich geprägten Region.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité[1], erbaut ab dem 13. Jahrhundert (Monument historique)
  • Piliers de Magny-en-Vexin[2], 1778 errichtet an der Stelle eines Stadttores (Monument historique)
  • Hôtel de Crosne[3] (Monument historique)
  • Hôtel de Brière[4] (Monument historique)
  • Maison des Bôves[5] (Monument historique)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2009
Einwohner 3083 3423 4077 4558 5050 5657 5508 5663

Wirtschaft[Bearbeiten]

Magny besitzt zwei Gewerbegebiete, wo etwa 50 Unternehmen angesiedelt sind, die ca. 1900 Beschäftigte haben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Val-d'Oise, Flohic Éditions, Bd. 2, Paris 1999, S. 557−571, ISBN 2-84234-056-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kirche Notre-Dame-de-la-Nativité in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Piliers de Magny-en-Vexin in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Hôtel de Crosne in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Hôtel de Brière in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Maison des Bôves in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Magny-en-Vexin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien