Magomed Tschikibubajewitsch Kuruglijew

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Magomed Tschikibubajewitsch Kuruglijew (* 16. Januar 1974 in Tsnal, Dagestan) ist ein ehemaliger kasachischer Ringer. Er war vielfacher Medaillengewinner bei Welt- und Asienmeisterschaften im freien Stil.

Werdegang[Bearbeiten]

Magomed Kuruglijew begann als Jugendlicher im Jahre 1988 mit dem Ringen. Der 1,78 Meter große Athlet, der als Erwachsener meist im Mittelgewicht rang, gehörte dem zentralen Sportklub der kasachischen Armee in Alma-Ata (heute Almaty) an. Er rang nur im freien Stil und wurde von Danim Atamkulow und Walentin Pustawetow trainiert.

Seine internationale Karriere begann Magomed Kuruglijew bei der Junioren-Weltmeisterschaft (Espoirs) im Jahre 1993 in Athen. Er belegte dabei im Mittelgewicht hinter Eldar Assanow aus der Ukraine, aber vor Leslie Gutches aus den Vereinigten Staaten den 2.Platz.

Im Seniorenbereich debütierte er 1995. Dabei kam er bei der Asien-Meisterschaft in Manila im Halbschwergewicht auf den 5. Platz. Einige Wochen später startete er bei der Weltmeisterschaft in Atlanta im Weltergewicht, also zwei Gewichtsklassen tiefer. Das starke Abtrainieren wird dabei nicht spurlos an ihm vorübergegangen sein, denn er belegte dort nur den 16. Platz.

Magomed Kuruglijew startete allerdings auch in den Jahren 1996 und 1997 im Weltergewicht. Die besten Ergebnisse waren dabei der 2. Platz bei der Asien-Meisterschaft 1996 in Xiaoshan/China, wo er hinter dem Südkoreaner Park Jang-soon den 2. Platz belegte und der 1. Platz bei der Ost-Asien-Meisterschaft 1997 in Busan/Südkorea, wo er sogar den starken Südkoreaner Moon Eui-jae besiegte. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Athen verlor er seine beiden Kämpfe, die er bestritt und erreicht deshalb nur den 19. Platz und auch bei der Weltmeisterschaft 1997 in Krasnojarsk blieb er sieglos, er verlor dort u.a. gegen David Bichinashvili, der damals noch für die Ukraine startete, später aber zum Deutschen Ringerbund wechselte, und landete auf dem 27. Platz.

Wesentlich erfolgreicher schnitt Magomed Kuruglijew bei der Weltmeisterschaft 1998, wieder im Mittelgewicht startend, in Teheran ab. Er gewann dort vier Kämpfe und verlor nur gegen Magomed Ibragimow aus Mazedonien und Chadschimurad Magomedow aus Russland, womit er einen guten 5. Platz belegte.

Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney verlor er gegen Yoel Romero Palacio aus Kuba und Igors Samusonoks aus Lettland und erreichte mit nur einem Sieg über den Kanadier Justin Abdou den 10. Platz.

Eine Silbermedaille gewann Magomed Kuruglijew bei den Asien-Spielen 2002 in Busan, dabei wurde er erst im Finale von Moon Eui-jae besiegt. 2003 kam er bei der Weltmeisterschaft in New York im Mittelgewicht wieder auf einen guten 5. Platz. Er besiegte dabei Hidekuzur Yokoyama aus Japan, Sergei Kolesnikow aus Israel und Nicolae Ghiţă aus Rumänien. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gelang es ihm dann wieder nicht, sich im Vorderfeld zu platzieren. Er verlor gegen Sergei Borchanko aus der Ukraine und Cael Sanderson aus den Vereinigten Staaten, den späteren Olympiasieger und erreichte nur den 18. Platz.

Im Jahre 2005 wurde Magomed Kuruglijew dann endlich für seine Ausdauer belohnt. Er gewann bei der Weltmeisterschaft in Budapest im Mittelgewicht mit einem 3. Platz eine WM-Bronzemedaille. Dabei besiegte er Daniel Kennedy aus Irland, Arkadi Tschopa aus Bulgarien, Travis Cross aus Kanada und, was besonders bemerkenswert ist, Saschid Saschidow aus Russland, den Weltmeister von 2003. Gegen Rewas Mindoraschwili aus Georgien verlor er.

Zum Abschluss seiner Karriere belegte er dann im Jahre 2006 bei den Asien-Spielen in Doha im Mittelgewicht hinter Reza Yazdani aus dem Iran und Sajurbek Sochijew aus Usbekistan den 3. Platz.

Seit Beendigung seiner aktiven Laufbahn ist er in Kasachstan als Ringertrainer tätig.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
1993 2. Junioren-WM (Espoirs) in Athen Mittel hinter Eldar Assanow, Ukraine, vor Leslie Gutches, USA
1995 4. CISM-Militär-WM Mittel hinter Stanislaw Albegow, Russland, Alireza Heidari, Iran u. Eldar Assanow
1995 5. Asien-Meisterschaft in Manila Halbschwer hinter Rasoul Khadem Azghadi, Iran, Tatsuo Kawai, Japan, Bajanmönchiin Gantogtoch, Mongolei u. Tachir Jangurasow, Kirgisistan
1995 16. WM in Atlanta Welter Sieger: Buwaisar Saitijew, Russland vor Alexander Leipold, Deutschland u. Alberto Rodriguez Hernandez, Kuba
1995 2. Zentral-Asiatische Meisterschaft in Taschkent Mittel hinter Ruslan Kinchagow, Usbekistan, vor Amangendi Abirow, Turkmenistan
1996 2. Asien-Meisterschaft in Xiaoshan/China Welter hinter Park Jang-soon, Südkorea, vor Issa Momeni, Iran
1996 6. Grosser Preis von Deutschland in Leipzig Welter hinter Turan Ceylon u. Nuri Zengin, bde. Türkei, Árpád Ritter, Ungarn, Alberto Rodriguez Hernandez, Kuba u. Jeff Catrabone, USA
1996 19. OS in Atlanta Welter nach Niederlagen gegen Viktor Peikow, Moldawien u. Magomed Salam Gadschijew, Aserbaidschan
1997 4. Asien-Meisterschaft Welter hinter Moon Eui-jae, Südkorea, Tümen-Öldsiin Mönchbajar, Mongolei u. Sagid Katinowassow, Usbekistan
1997 1. Ost-Asien-Meisterschaft in Busan/Südkorea Welter vor Moon Eui-jae u. Tümen-Öldsiin Mönchbajar
1997 27. WM in Krasnojarsk Welter nach Niederlagen gegen David Bichinashvili, Ukraine u. Kamil Kocaoğlu, Türkei
1997 1. Asia-Oceania Cup in Bangkok Mittel vor Alireza Heidari u. Yoshinori Kawasaki, Japan
1998 5. WM in Teheran Mittel mit Siegen über Michal Seweryn Stanislawski, Polen u. Alexander Markow, Kirgisistan, einer Niederlage gegen Magomed Ibragimow, Mazedonien, Siegen über Gotcha Tschichradse, Georgien u. Leslie Gutches u. einer Niederlage gegen Chadschimurad Magomedow, Russland
1998 3. Asien-Spiele in Bangkok Mittel mit Sieg über Bolotbek Omurachunow, Kirgisistan, Niederlage gegen Rassul Katinowassow, Usbekistan u. Siegen über Yang Hyung-mo, Südkorea u. Tatsuo Kawai
1999 7. WM in Ankara Mittel mit Siegen über Gabor Kapuvari, Ungarn, Neeme Janson, Estland u. Plamen Penew, Bulgarien u. einer Niederlage gegen Yoel Romero Palacio, Kuba
2000 10. OS in Sydney Mittel nach Niederlage gegen Yoel Ramirez Palacio, Sieg über Justin Abdou, Kanada u. Niederlage gegen Igors Samusonoks, Lettland
2001 2. Ost-Asien Spiele in Ōsaka Mittel hinter Tatsuo Kawai, vor Li Ruicai, China
2001 8. WM in Sofia Mittel mit Siegen über Ali Özen, Türkei u. Thomas Bucheli, Schweiz u. einer Niederlage gegen Brandon Eggum, USA
2002 2. Asien-Spiele in Busan Mittel hinter Moon Eui-jae, Südkorea, vor Schamil Aliew, Tadschikistan, Aslan Sanakojew, Usbekistan u. Pejman Dorostkar, Iran
2003 3. Asien-Meisterschaften in New Delhi Mittel hinter Pejman Dorostkar u. Schamil Aliew, vor Bujandelgeriin Batbajar, Mongolei u. Mauraus Girard Vala, Philippinen
2003 5. WM in New York Mittel mit Siegen über Hidekazu Yokoyama, Japan, Sergei Kolesnikow, Israel u. Nicolae Ghiţă, Rumänien u. einer Niederlage gegen Sergei Borchanko, Ukraine
2003 4. Asien Cup in Almaty Mittel hinter Moon Eui-jae, Narantsetsegiin Bürenbaatar, Mongolei u. Wadim Tokajew, Kasachstan
2004 4. "Iwan-Yarigin"-Memorial in Krasnojarsk Mittel hinter Saschid Saschidow, Russland, Cael Sanderson, USA u. Wadim Lalijew, Russland
2004 3. Asien-Meisterschaft in Teheran Mittel hinter Feridon Ghanbaripisar, Iran u. Moon Eui-jae
2004 18. OS in Athen Mittel nach Niederlagen gegen Sergei Borchanko u. Cael Sanderson, USA
2005 2. Alexander-Medwed-Turnier in Minsk Mittel hinter Saschid Saschidow, Russland, vor Gennadi Lalijew, Kasachstan u. Mucha, Ukraine
2005 3. Beloglasow-Turnier in Kaliningrad Mittel hinter Kulisch, Russland u. Amajew, Usbekistan
2005 3. Ziolkowski-Turnier in Siedlce/Polen Mittel hinter Taras Danko, Ukraine u. Naurus Temresow, Russland
2005 3. WM in Budapest Mittel mit Siegen über Daniel Kennedy, Irland u. Arkadi Tschopa, Bulgarien, einer Niederlage gegen Rewas Mindoraschwili, Georgien u. Siegen über Travis Cross, Kanada u. Saschid Saschidow, Russland
2005 2. CISM-Militär-WM in Vilnius Mittel hinter David Bichinashvili, Deutschland, vor Serhat Balcı, Türkei
2006 15. WM in Guangzhou/China Mittel mit einem Sieg über Sergei Kolesnikow u. einer Niederlage gegen Serhat Balcı, Türkei
2006 3. Asien-Spiele in Doha Mittel nach einer Niederlage gegen Reza Yazdani, Iran u. Siegen über Anuj Kumar, Indien u. Shinya Matsumoto, Japan

Anm.: alle Wettkämpfe im freien Stil, OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, Weltergewicht, bis 1996 bis 74 kg, von 1997 bis 2001 bis 76 kg Körpergewicht, Mittelgewicht, bis 1996 bis 82 kg, von 1997 bis 2001 bis 85 kg, seit 2002 bis 84 kg Körpergewicht, Halbschwergewicht, bis 1996 bis 90 kg Körpergewicht

Quellen[Bearbeiten]

  • Website des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
  • Fachzeitschrift Der Ringer

Weblinks[Bearbeiten]