Mahlberg
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Ortenaukreis | |
| Höhe: | 180 m ü. NN | |
| Fläche: | 16,59 km² | |
| Einwohner: | 4493 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 271 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 77972 | |
| Vorwahl: | 07825 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 073 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 7 77972 Mahlberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dietmar Benz | |
Mahlberg ist eine kleine Stadt im Südwesten von Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Mahlberg liegt zwischen den Vorbergen des Schwarzwalds und dem Rhein in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen den Städten Freiburg im Breisgau im Süden (ca. 40 km) und Offenburg im Norden (ca. 26 km).
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Unmittelbare Nachbargemeinden sind Kippenheim im Norden (dahinter folgt Lahr/Schwarzwald), Kappel-Grafenhausen im Westen jenseits der Bundesautobahn 5 und Ettenheim im Südosten (mit Ortsteil Altdorf).
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zu Mahlberg gehört die ehemals selbstständige Gemeinde Orschweier, in der etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung lebt. Zur Stadt Mahlberg in den Grenzen vom 30 September 1973 gehören die Stadt Mahlberg und das Gehöft Allmendhöfe. Zur ehemaligen Gemeinde Orschweier gehört das südlich von Mahlberg gelegene Dorf Orschweier und der Wohnplatz Bahnstation Orschweier. Im Stadtteil Mahlberg lag das in Mahlberg aufgegangene Dorf Altenmahlberg.[2]
Vor einigen Jahren wurde zusätzlich mit der Nachbargemeinde Ettenheim ein interkommunales Industriegebiet namens „DYN A5“ ausgewiesen und erschlossen.
[Bearbeiten] Geschichte
Mahlberg wurde im Jahre 1215 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1223 wurden dem Ort von Kaiser Friedrich II. (HRR) die Stadtrechte verliehen. Mahlberg war zu dieser Zeit Reichsburg und der Sitz eines Reichschultheißen. Zu dieser Zeit gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich der Familie Geroldseck. Nach dem Aussterben dieser Familie Mitte des 15. Jahrhunderts kam die Stadt zur Markgrafschaft Baden, wobei eine Gemeinherrschaft mit den Grafen von Nassau-Saarbrücken vereinbart wurde. Nach Auflösung des Gemeinschaftsbesitzes von Baden und Nassau wurde die Stadt dann zum Zentrum der gleichnamigen Baden-Badischen Herrschaft. Nach dem Reichdeputations-Hauptschluss wurde blieb zunächst Sitz des gleichnamigen Oberamtes, das zur Landvogtei Hochberg gehörte. 1806 wurde es als landesherrliches Amt dann direkt der Provinz Mittelrhein unterstellt. Bei der erneuten Neuordnung 1809 wurde es als Amt Mahlberg dem Kinzigkreis mit Sitz in Offenburg unterstellt. Schließlich wurde das Mahlberger Amt 1813 mit den Amt Ettenheim vereinigt. Das neue Amt nahm in Ettenheim seinen Sitz. Von diesem Zeitpunkt an hatte Mahlberg als Stadt keine Bedeutung mehr in der Verwaltungsgeschichte von Baden. Seit 1924 gehörte die Stadt zum Bezirksamt Lahr, aus dem 1939 der Landkreis Lahr wurde.
1935 verlor Mahlberg im Zuge der nationalsozialistischen „Bereinigung“ seine Stadtrechte, bekam diese jedoch 1950 wieder zurück, nachdem sich der damalige badische Ministerpräsident Leo Wohleb (noch vor der Gründung Baden-Württembergs) dafür eingesetzt hatte. Mit der Auflösung des Landkreises Lahr fiel Mahlberg an den neuen Ortenaukreis.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Die bis dahin selbständige Gemeinde Orschweier wurde im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg am 1. Oktober 1973 zur Stadt Mahlberg eingemeindet.
[Bearbeiten] Politik
Mahlberg ist eine der kleinsten Städte Baden-Württembergs und trotzdem selbstständig. Mit der größeren Nachbarstadt Ettenheim verbindet sie ein Wasser- und Abwasserzweckverband, zusätzlich ein gemeinsames „Interkommunales Industriegebiet DYN A 5“.
Bürgermeister ist Dietmar Benz.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Dem Gemeinderat gehören sechs Gemeinderätinnen und acht Gemeinderäte an. Bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| CDU | 53,2 % | +0,8 | 8 Sitze | = |
| SPD | 28,8 % | –3,2 | 4 Sitze | –1 |
| andere | 18,0 % | +2,4 | 2 Sitze | = |
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Mahlberger Wappens lautet: „In Blau ein goldener Sechsberg, darüber zwei schwebende silberne Sterne.“
[Bearbeiten] Partnerschaften
Mahlberg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu der französischen Stadt Malaucène in der Provence. Malaucène liegt an den westlichen Ausläufern der Seealpen und etwa 40 km nordöstlich der im Rhônetal gelegenen Stadt Avignon.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswert sind das weithin sichtbare, 1630 erbaute Schloss als Wahrzeichen der südlichen Ortenau, die Evangelische Pfarrkirche von 1687 im alten Ortskern mit einer weitgehend aus dem 18. Jahrhundert stammenden Innenausstattung, die Katharinenkapelle mit ihrem noch immer erhaltenen oktogonen Grundriss, der Radbrunnenhof, verschiedene Brunnen, darunter ein noch zu sichernder aus römischer Zeit.
[Bearbeiten] Museen
Seit 1992 besteht in einer aufgelassenen Zigarrenfabrik das europaweit größte und einzigartige Tabakmuseum.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Mahlberg ist über die Autobahnausfahrt Ettenheim/Mahlberg an der A 5 (Basel – Karlsruhe) zu erreichen. Durch die Gemarkung von Mahlberg verläuft die Bundesstraße 3 (Buxtehude – Weil am Rhein). Im Ortsteil Orschweier liegt ein Bahnhof der Regionalbahn (Rheintalbahn von Mannheim nach Basel).
[Bearbeiten] Regenerative Energien
Mahlberg besitzt auf dem Dach der Schule ein eigenes Solarkraftwerk mit einer Leistung von 33 kWp. Als erste Gemeinde im Ortenaukreis wurde sie dafür von der Deutschen Umwelthilfe mit dem Titel „Solar-Kommune“ ausgezeichnet. Darüber hinaus stehen auf der Gemarkung seit Juni 2002 zwei der derzeit größten und leistungsstärksten, serienmäßig hergestellten Windenergieanlagen der Welt mit je 2,5 Megawatt installierter Leistung.
[Bearbeiten] Bildung
In Mahlberg gibt es eine Grund- und Hauptschule. Im Ortsteil Orschweier gibt es zudem noch die „Hansjakob-Förderschule“ für den Ortenauer Südbezirk, außerdem im selben Gebäude noch zwei Klassen der Grundschule. Zwei Realschulen und Gymnasien befinden sich in der Nachbarstadt Ettenheim.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- 1792, 14. Februar, Friedrich Landolin Karl Freiherr von Blittersdorf, † 16. April 1861 in Frankfurt am Main, badischer Beamter.
- 1865, Karl Kromer (Musiker), † 1939 in Stuttgart, Komponist und Musiker.
[Bearbeiten] Weitere berühmte Einwohner
- Wolfram Siebeck (* 1928), Kolumnist und Gastrokritiker, hat seit Ende der 1980er Jahre seinen Wohnsitz im Mahlberger Schloss.
- Christina Obergföll (*1981), Speerwerferin, Europarekord im Speerwurf, Silbermedaille Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 312–314
[Bearbeiten] Weblinks
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