Mahmoud Abdul-Rauf

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Basketballspieler
Mahmoud Abdul-Rauf
Mahmoud Abdul-Rauf
Spielerinformationen
Geburtstag 9. März 1969
Geburtsort Gulfport, Vereinigte Staaten
Größe 185 cm
Position Point Guard
College Louisiana State
NBA Draft 1990, 3. Pick, Denver Nuggets
Vereine als Aktiver
1990–1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Denver Nuggets
1996–1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sacramento Kings
1998–1999 TurkeiTürkei Fenerbahçe Ülker
2000–2001 KanadaKanada Vancouver Grizzlies
2003–2004 RusslandRussland Ural Great Perm
2004–2005 ItalienItalien Sedima Roseto
2006–2007 GriechenlandGriechenland Aris Thessaloniki
2008–2009 Saudi-ArabienSaudi-Arabien Al-Ittihad
2009–2011 JapanJapan Kyoto Hannaryz

Mahmoud Abdul-Rauf (* 9. März 1969 in Gulfport, Mississippi als Chris Jackson) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Basketballspieler. 1991 konvertierte er zum Islam und 1993 änderte er seinen Namen von Chris Jackson in Mahmoud Abdul-Rauf.

NBA[Bearbeiten]

Abdul-Rauf spielte zwei Jahre für die Louisiana State University, ehe er sich zum NBA-Draft 1990 anmeldete und von den Denver Nuggets an dritter Stelle gezogen wurde. Für seine Leistungen im ersten Profijahr wurde er in das NBA All-Rookie Second Team berufen. Insgesamt spielte er sechs Jahre für die Mannschaft aus Colorado und gewann 1993 den NBA Most Improved Player Award, als Spieler, der sich im Vergleich zur vergangenen Saison am stärksten verbessert hat. Später wechselte er zu den Sacramento Kings und nach einem kurzen Intermezzo bei Fenerbahçe Ülker, zu den Vancouver Grizzlies. Danach beendete seine NBA-Karriere. In 586 Spielen erzielte Abdul-Rauf 14,6 Punkte 1,9 Rebounds und 3,5 Assists pro Spiel. 1994 und 1996 führte er die NBA als bester Freiwurfschütze an.

Europa und Asien[Bearbeiten]

Nach seiner NBA-Karriere wechselte er zum russischen Vizemeister Ural Great in Perm, mit dem er 2004 den russischen Pokalwettbewerb gewann. Anschließend spielte er ein Jahr beim Basketballverein aus dem italienischen Roseto degli Abruzzi, wo er zusammen mit den deutschen Nationalspielern Misan Nikagbatse und Stephen Arigbabu im Play-off-Viertelfinale der Meisterschaft gegen den späteren Vizemeister Climamio Bologna ausschied. Danach erklärte er zunächst seinen Rücktritt.

2006 kehrte er zum Profibasketballsport zurück und unterschrieb beim griechischen Spitzenklub Aris aus Thessaloniki. Die letzten Jahre seiner Karriere verbrachte er in Asien, wo er im arabischen Dschidda für Al-Ittihad und im japanischen Kyōto für Hannaryz auf Korbjagd ging.

Kontroverse[Bearbeiten]

Abdul-Rauf weigerte sich, vor dem Spiel zur amerikanischen Nationalhymne strammzustehen, was eine Kontroverse auslöste[1]. Abdul-Rauf hatte diese als Symbol der Unterdrückung bezeichnet, da die USA eine lange Geschichte der Tyrannei hätten. Am 12. März 1996 suspendierte ihn die NBA -allerdings nur für zwei Tage und ein Spiel. Danach einigte man sich darauf, dass er während des Abspielens der Hymne still beten würde.

Weiteres[Bearbeiten]

Abdul-Rauf leidet unter einer leichten Form des Tourette-Syndroms[2].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jason Diamos: PRO BASKETBALL;Abdul-Rauf Is Calm In Face of Controversy. New York Times. 21. März 1996. Abgerufen am 21. September 2010.
  2. http://articles.latimes.com/1994-03-27/sports/sp-38972_1_mahmoud-abdul-rauf