Mahmoud Riad

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Mahmoed Riad (1969)

Mahmoud Riad (auch: Mahmud Riyyad) (arabisch ‏محمود رياض‎) (* 8. Januar 1917 in Al-Qalyubiyya; † 25. Januar 1992 in Kairo) war ein ägyptischer Politiker und Diplomat.

Biografie[Bearbeiten]

Nach seiner Teilnahme am Palästinakrieg 1948 bis 1949 war er Mitglied der ägyptischen Delegation bei den Waffenstillstandsverhandlungen mit Israel 1949. Nach dem Militärputsch vom 23. Juli 1952 und dem Sturz der Monarchie trat er in den Dienst des Außenministeriums, wo er zunächst Referatsleiter für Palästina war. Im Anschluss war er von 1953 bis 1955 Direktor für arabische Angelegenheiten und sodann bis 1958 Botschafter in Syrien. Nach seiner Rückkehr wurde er Sonderberater von Präsident Gamal Abdel Nasser. 1962 erfolgte seine Ernennung zum Ständigen Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York City.

Danach war Riad von 1964 bis 1972 Außenminister und zugleich zwischen 1971 und 1972 auch Stellvertretender Premierminister in der Regierung von Mahmud Fauzi. In diesen Funktionen setzte er sich für die friedliche Beilegung des Nahostkonflikts ein und überzeugte viele Staaten einem internationalen Boykott von Israel beizutreten, um dieses zu Zugeständnissen zu zwingen.

Am 1. Juni 1972 wurde er Nachfolger seines Landsmannes Abdel Khaliq Hassuna als Generalsekretär der Arabischen Liga. Obschon er gegen die Friedensinitiative von Präsident Anwar as-Sadat mit Israel war, weil diese aus seiner Sicht ein einseitiger Schritt war, der einen Riss in der arabischen Welt verursachte, bemühte er sich die Arabische Liga zusammen zuhalten. Im März 1979 trat er jedoch zurück, nachdem andere arabische Staaten für einen Ausschluss Ägyptens aus der Liga und die Verlegung des Sitzes der Organisation von Kairo nach Tunis stimmten. Im Anschluss daran blieb er jedoch ein anerkannter Berater der Regierungen der Präsidenten as-Sadat und Husni Mubarak.

Weblinks[Bearbeiten]